Beziehungstipps

Beziehungstipps für die Paarkommunikation


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Was tun, wenn Sie nicht miteinander reden können?

„Vor 10 Jahren habe ich ihm einmal gesagt, was er anziehen soll. Da wurde er so sauer, dass ich das Thema nie wieder ansprechen möchte.“ – „Wenn ich sie kritisiere, endet das immer in Tränen. Deshalb lasse ich es lieber.“ Paare haben ein Elefantengedächtnis für gescheiterte Gespräche. Je inniger eine Beziehung zwischen 2 Menschen ist, umso länger ist die Liste der Themen, über die man lieber nicht spricht. Trotzdem wäre Offenheit so wichtig für die Entwicklung einer Beziehung. Hier ein paar Beziehungstipps der Profis für die Paarkommunikation.

Finden Sie einen positiven Einstieg

"Wir müssen reden." Dieser Spielfilm-Einstieg ist denkbar schlecht, um eine gute Unterhaltung zu beginnen. Ein als Verhör oder Vorwurf begonnenes Gespräch wird selten konstruktiv.

Nr.1 dieser simplify Beziehungstipps: Starten Sie mit einem Gegenstand oder Ereignis, das der andere mag.Wenn Sie als Mann mit Ihrer Frau über ihre zu hohen Ausgaben für Garderobe sprechen möchten, kaufen Sie ihr etwas, das Sie sich gewünscht hat.Wenn Sie als Frau mit Ihrem Mann über seine zu häufigen beruflichen Abendtermine reden wollen, tun Sie es nach einem gemeinsamen Kinobesuch oder Dinner im Restaurant.

Tanken Sie vorher auf

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Vor allem Zuhören ist anstrengender, als viele denken. Therapeuten und andere Berufsgruppen, deren Job vor allem aus Zuhören besteht, kennen den „Zuhör-Burnout“, eine tiefe Müdigkeit und Kommunikations-Unlust.

Nr. 2: Beginnen Sie Gespräche ausgeruht. Wenn Ihr Partner am Abend mit Ihnen sprechen möchte, dürfen Sie sich vorher eine Pause wünschen, um Ihre Zuhör-Energietanks aufzuladen. Das geht am besten bei einem Spaziergang allein, beim Musikhören oder stillen Lesen. Aber vereinbaren Sie vorab eine Uhrzeit, zu der Sie zum Reden und Zuhören bereit sind. Sonst wird Ihr Wunsch nach Stille aufgefasst als „Ich will nicht mit dir reden“.

Geben Sie Zuhör-Garantie

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Je heikler ein Thema ist, umso empfindlicher wird ein Mensch. Er braucht nicht nur das Gefühl, dass der andere zuhört. Sondern auch die Gewissheit, dass er nicht beurteilt oder gar verurteilt wird. Sobald Ihr Partner über etwas spricht, für das er sich schämt, sollten Sie mehr tun, als sich neutral und still zu verhalten.

Nr. 3: Eine gute „Kuschelhaltung“ erleichtert das. Setzen Sie sich für knifflige Gespräche aufs Sofa, zünden Sie eine Kerze an, sehen Sie in die gleiche Richtung und berühren oder umarmen Sie sich. So wird auch ohne Worte klar: Was immer du sagst, ich bin bei dir. Was immer dich bewegt, es trennt mich nicht von dir.

Geben Sie Zuhör-Signale

Der Sozialforscher Larry Barker hat eine eigenartige Fähigkeit des Menschen entdeckt, die sie für die Realisierung der Beziehungstipps nutzen können: Wenn Sie so tun, als ob Sie zuhörten, werden Sie bald ein ehrlich guter Zuhörer.

Nr. 4: Sehen Sie Ihren Partner oft an (ohne ihn anzustarren), nicken Sie häufig, geben Sie zustimmende Brummgeräusche von sich, lächeln Sie ermunternd, wechseln Sie Körperhaltung und Gesichtsausdruck – Ihre tatsächliche Aufmerksamkeit und Sympathie für den anderen werden dadurch wachsen. Lassen Sie sich keinesfalls ablenken, indem Sie woanders hinsehen oder auf Geräusche von außen zu sehr reagieren. Das kann beleidigend wirken und zu einer lang dauernden Gesprächsunterbrechung führen.

Schalten Sie Unterbrechungen aus

Barker hat auch herausgefunden, dass Zwischenfragen, Bemerkungen oder auch nur kleine Korrekturen („Das war nicht 1990, sondern 1991“) Gespräche dauerhaft sabotieren können.

Nr. 5: Wenn der andere nach Worten sucht, lassen Sie ihn suchen. Wenn er schweigt, halten Sie die Stille aus. Ertragen Sie unrichtige Details oder Ihrer Meinung nach falsche Urteile. Wiederholen Sie dagegen ab und zu, was der andere gesagt hat. So können diese Beziehungstipps im Gespräch optimal wirken.

Glauben Sie an Wunder

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US-Bestsellerautor John Gray gibt einer Ehe oder Partnerschaft nur eine Chance, wenn beide an „praktische Wunder“ glauben. Glückliche Paare sind Träumer und Fantasten. Sie sind überzeugt, dass die eisernen Regeln der Statistik oder der Sozialforscher für sie nicht gelten.

Nr. 6: Leben Sie, als ob all Ihre Wünsche eines Tages erfüllt werden können. Entwickeln Sie farbige Fantasien darüber, dass Sie auch die grässlichsten Eigenschaften Ihres Partners eines Tages zutiefst verstehen und ihn dafür lieben könnten. Denn das Wunder der Partnerschaft wird nicht darin bestehen, dass sich der andere ändert, sondern darin, dass Sie sich verwandeln.

Mehr zum letzten Absatz bei: John Gray, Wunder werden wahr. Goldmann, München 2003. ISBN 3-442-30950-6, gebraucht erhältlich. 

Wenn Sie noch mehr darüber wissen möchten, was zu einer guten Ehe dazugehört, schauen Sie sich doch einfach unseren Artikel über die 7 Fähigkeiten für eine gute Ehe an!

 


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