Beziehungstipps

Beziehungstipps mit neuen Ideen


beziehungstipps_neue_ideen

Vorurteile in Sachen Mann und Frau, die Sie vergessen sollten

Wie gut, dass es die Forschung gibt. Nicht nur bei Arzneimitteln und in der Unterhaltungselektronik werden ständig neue Produkte erfunden. Auch die Psychologie entdeckt immer wieder, dass in der Seele des Menschen manches ganz anders ist, als wir jahrzehntelang angenommen haben. Hier ein paar der erfreulichen Neuentdeckungen der letzten Jahre.

Ehepartner ändern sich nicht, vor allem Männer

beziehungstipps_aendern

Falsch. Richtig ist: Ehepartner ändern sich, vor allem Männer. Richard A. Mackey, Soziologieprofessor in Boston, USA, hat 15 Jahre lang Ehepaare beobachtet, die seit über 20 Jahren zusammenleben und niemals einen Therapeuten konsultierten. Ihr auffallendstes gemeinsames Merkmal: Instinktiv hatten alle im Lauf der Jahre gelernt, ihren Partner nicht zu großen Persönlichkeitsveränderungen zu drängen, wohl aber auf kleineren Modifikationen ihres Verhaltens zu bestehen. Sie sagten also nicht: „Sei doch kein so egoistischer Schlamper!“, sondern: „Stell doch bitte deine Schuhe immer selbst in den Schuhschrank.“

Was Mackey überraschte: Nach über 2 Jahrzehnten geduldiger kleiner Hinweise hatten viele Partner einen Großteil ihrer für den anderen unerfreulichen Angewohnheiten abgelegt. Besonders effektiv war das bei Männern. Frauen taten sich schwerer damit, sich aus Rücksicht auf ihren Mann anders zu verhalten.

Kinder bereichern eine Partnerschaft

beziehungstipps_kinder

Falsch. Richtig ist: Kinder sind zunächst eine Belastung für das Verhältnis zwischen Mann und Frau. Der Autor und Forscher John Gottman aus Seattle beobachtete in einer 13 Jahre dauernden Langzeitstudie, dass 2 Drittel aller Paare in den ersten 3 Babyjahren einen deutlichen Verlust an Liebesglück erlebten. Die Gefahr einer Scheidung stieg während dieser kritischen Jahre um das Doppelte.

Gottman rät, vor der Ankunft eines Kindes schwelende Partnerschaftsprobleme zu klären, notfalls mithilfe eines Therapeuten. Das gemeinsame Kind eignet sich jedenfalls nicht, um einander fremd gewordene Partner wieder näher zusammenzubringen. Wenn Partner allerdings die schwierigen ersten Babyjahre meistern, haben sie später eine deutlich festere Bindung als kinderlose Paare. Sie fühlen sich im fortgeschrittenen Alter glücklicher und sind seelisch gesünder.

Glückliche Ehemänner waren einfach zu erkennen: Sie halfen bei der Hausarbeit und mochten das Aussehen ihrer schwangeren Frau. Aussagen wie „Sie sieht aus wie ein Wal“ sind – auch wenn witzig gemeint – stets ein Warnsignal.

Gegen Partnerschaftsprobleme gibt es keine Schutzimpfung

beziehungstipps_probleme

Falsch. Richtig ist: Paare, die rechtzeitig (also vor dem Aufbrechen unüberbrückbarer Konflikte) einen Therapeuten aufsuchen, senken ihr Trennungsrisiko damit um 50 %. Das ist das Resultat einer Untersuchung von James Cordova, Psychologe an der Clark Universität in Massachusetts, USA. 50 % – das ist zwar keine echte „Schutzimpfung“, aber doch eine deutliche Verbesserung. Der Wert wird noch viel höher, so Cordova, wenn Paare nicht erst nach ernsten Auseinandersetzungen professionelle Hilfe suchen, sondern sich „einfach so“ seelisch füreinander interessieren.

„Sehr viele Menschen gehen regelmäßig zur Krebsvorsorge“, erläutert er und rät, Ähnliches auch in Sachen Eheglück zu tun. Er entwickelte den Marriage Checkup, ein aus Fragebögen und Interviews bestehendes Programm, das wie ein Bluttest oder ein Röntgenbild über den aktuellen Stand Ihrer Beziehung Auskunft gibt. Die 3 wesentlichen Fragen, die Sie sich auch ohne das Programm als Paar stellen können:

1. Hat mein Partner Angst, dass ich seine Gefühle verletzen könnte? (Beste Antwort: nein) 2. Glaubt mein Partner, ich akzeptiere ihn so, wie er ist? (Beste Antwort: ja) 3. Wenn ich aus irgendeinem Grund den Boden unter den Füßen verliere, kann ich mich dann zu meinem Partner flüchten und sicher sein, dass er mir keine Vorwürfe macht? (Beste Antwort: ja)

Paare müssen mehr Zeit miteinander verbringen

beziehungstipps_zeit

Falsch. Richtig ist: Partner, die mit ihrem Beruf, dem Haushalt und dem Managen der Kinder bereits übermäßig belastet sind, sollten sich nicht noch mit der Planung gemeinsamer Gespräche etc. zusätzliche Arbeit machen. Denn damit erhöhen Paare gegenseitig ihren Stresslevel, so die Erfahrung von Peter Fraenkel, Direktor des New Yorker Instituts für Zeit, Arbeit und Familie.

Er empfiehlt Qualität statt Quantität: Erfreuen Sie Ihren Partner mit „Momenten des Vergnügens“, die selten länger als 1 Minute dauern müssen. Senden Sie ihm oder ihr eine SMS, eine E-Mail, oder hinterlassen Sie einen Zettel mit einer liebevollen Botschaft (siehe auch S. 3 in dieser Ausgabe). Bereits 3 solcher Aufmerksamkeiten pro Tag können Wunder wirken. Paare berichten, dass dadurch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl wächst. Zugleich geht die Angst der Partner zurück, der/die andere habe sie ganz und gar vergessen. Wenn Sie zusammen sind, berühren, umarmen und küssen Sie sich.

Autor: Tiki Küstenmacher


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify präsentiert:

132 wertvolle Beziehungstipps für Harmonie und Partnerschaft in der Ehe

132 wertvolle Beziehungstipps für Harmonie und Partnerschaft in der Ehe.

>> Als Geschenk oder für Ihr eigenes Glück <<

Jetzt das kleine Partnerschaftsbuch sichern!