Beziehungstipps

Die 4 Wohnungen der Liebe


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Durchschauen Sie Ihr erotisches Navigationssystem

Eine Kernthese der Psychoanalyse lautet: „Unbewusstes erkennt Unbewusstes irrtumslos.“ Wenn Sie sich in einen anderen Menschen verlieben und über einen längeren Zeitraum mit ihm zusammenbleiben, dann verdanken Sie das nicht dem Zufall oder Ihrer Lebenserfahrung, sondern vor allem Ihrem „erotischen Navigationssystem“.

Amor trifft immer ins Schwarze

Was Sie aus dieser Entdeckung für sich persönlich gewinnen können, ist zunächst einmal Gelassenheit. Wo auch immer Amors Pfeil für Sie hinflog, er trifft immer einen Menschen, der Ihren wichtigsten seelischen Bedürfnissen entspricht. Er verkörpert alles, wonach Sie sich (auch unbewusst) sehnen. Oder er weckt in Ihnen ungeahnte Kräfte. Die Liebe hilft, alte, nutzlos gewordene Muster hinter sich zu lassen, zu reifen und in Ihr bestes Selbst hineinzuwachsen.

Der Liebescode filtert den Richtigen heraus

Der Paartherapeut Michael Lukas Moeller hatte großen Respekt vor Amors hoher Trefferquote. Weil dieser mit „geistergleicher Genauigkeit“ arbeitet, weiß Ihr Unbewusstes innerhalb von Sekunden, ob die Liebeslandkarte, die Sie seit Ihrer Kindheit in Ihrem Innersten angelegt haben, aus Ihrer Sicht zu der Ihres Gegenübers passen könnte. Wenn das so ist, verlieben Sie sich.

Die 4 Stationen einer gelungenen Partnerschaft

Bis zu diesem Zeitpunkt hat Amor weitgehend autonom operiert. Er hat Sie erwischt, vielleicht auch noch verbandelt, aber jetzt ist er weg und sucht neue Opfer. Für den langen Weg einer gelingenden Liebesbeziehung ist er nicht zuständig. Um eine Liebesbeziehung, die Ingeborg Bachmann einen „dunklen Kontinent“ nannte, verstehen zu können, brauchen Sie Hilfe. Sie müssen wissen, mit welchen Hindernissen Sie zu rechnen haben. Sie brauchen ermutigende Bilder für eine alltagstaugliche und tragfähige Beziehung.

Die amerikanische Psychologin Audrey Fain hat 4 verschiedene Phasen entdeckt, in die ein Paar immer wieder gerät. Wenn sie alle 4 gemeistert werden, wird Ihre Beziehung zum Partnerschaftsweg der geglückten Selbstverwirklichung.

Verliebtheit: das Liebesnest

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Es gleicht einem wunderschönen intimen Raum. Es wird bestimmt von Leidenschaft und kreativer Energie. Man ist berauscht, ein bisschen verrückt und außer Kontrolle. Der Liebste wird mit Geheimnissen umgeben, er ist alles, was wir nicht sind und ersehnen. Wir projizieren ungehemmt alle guten Eigenschaften, die wir gerne besäßen, in den anderen. In seiner Nähe fühlen wir uns edler und stärker, freier und lebendiger. Schlafende Teile unserer Persönlichkeit erwachen. Wir werden selbstbewusster, aktiver und damit auch attraktiver. Die Tore zum Unbewussten sind weit offen, wir sind hoch empfänglich für Gefühle: Sinnliches, Sex, aber auch für spirituelle Erfahrungen. In der Verliebtheitsphase ahnen wir plötzlich, wie viel noch in uns steckt. Alles ist möglich!

Der Haken beim Liebesnest: Dieser exquisite Zustand wird zwar überall als erstrebenswert gefeiert, dauert aber nicht ewig. Soll man sich jedes Mal trennen, wenn die Verliebtheit vorbei ist? Wohin gerät ein Paar, das zusammenbleibt?

Rollenanpassung: der Bauernhof

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Das Paar gerät in ein altes Bauernhaus mit vielen Ställen und großen Feldern. Hier gibt es viel zu tun. Eine Arbeits- Partnerschaft beginnt. Man zieht zusammen, heiratet vielleicht, regelt die Erziehung der Kinder, das Geldverdienen, die Gestaltung von Freizeit, Kontakten und Freundschaften. Stress wirkt auf das Paar ein: Finanzen, Beruf, andere Menschen.

Mit der ersten Unterdrückung des Eigenen beginnt die Anpassung an Machtstrukturen. Wir passen uns an, um den anderen nicht zu verlieren. Lebendigkeit und Übereinstimmung nehmen ab. Das Paarsystem funktioniert oft gar nicht schlecht, es ist produktiv, kann Kindern ein Zuhause bieten und wird von außen gut akzeptiert. Man kann „eigentlich“ zufrieden sein. Diese Phase kann unbegrenzt andauern, wenn nicht eine Krise ausbricht.

Der Haken beim Bauernhof: Wir leben gemäß den Erwartungen von Zeitgeist, Gesellschaft und Kulturkreis. Wir leisten einen Beitrag zum großen Ganzen. Wenn wir unser individuelles Selbst aber darüber vergessen, verfehlen wir uns genauso wie jemand, der nur seinen individuellen Bedürfnissen folgt und das größere Ganze ignoriert.

Der verdunkelnde Konflikt: das Räuberhaus

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Es gleicht einer Spelunke in einer finsteren Schlucht. Keiner fühlt sich dort wohl. Eine Krise braut sich zusammen. Einer fängt an, sich bewusst zu werden, wie sehr er unter dem Gewicht einer stark geregelten Partnerschaft leidet. Man verliert die Illusion, dass formales Funktionieren plus Zusammensein automatisch Vertrautheit ergibt. Man reagiert mit Depression oder Wut auf den anderen. Sie fühlen sich von ihm oder ihr ausgenutzt, beraubt oder missbraucht. Er ist das Monster, das uns enttäuscht hat und uns unsere Selbstachtung kostet. Er ist schuld an unserem inneren Chaos. Typisch ist, dass oft nur einer von beiden ins Räuberhaus gerät, während der andere den Bauernhof scheinbar seelenruhig weiter versorgt. Trennungsphantasien melden sich. Hier brechen viele ihre Partnerschaft ab. Sie projizieren alle ihre positiven Hoffnungen nach draußen in eine neue Karriere, eine neue Verliebtheit oder ein neues soziales Engagement.

Der Haken beim Räuberhaus: Wenn Sie das Problem nicht in dieser Partnerschaft lösen, nehmen Sie es in die neuen Felder mit und wiederholen es wahrscheinlich mit einem anderen Partner.

Der Sinn dieser Phase: sich der eigenen dunklen Persönlichkeitsanteile bewusst werden und lernen, die negativen Projektionen zurückzunehmen. Wer bereit ist, auch in den „bösen Tagen“ seiner Beziehung treu zu bleiben, mobilisiert starke Kräfte aus der Tiefe, die ihm und seinem Partner helfen, aus dem Räuberhaus herauszufinden – auch wenn dieser schmerzliche Prozess Jahre dauern sollte.

Die vertiefte Einheit: das Schloss

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Jedes Paar hat ein königliches Recht, dieses Schloss zu beziehen. Der Schlüssel dazu hing an Amors Pfeil. Nur finden müssen Sie es selbst im Land der Liebe. Das Schloss verkörpert die Ganzheit, nach der wir uns so sehnen. In dieser Phase erinnern sich beide Partner daran, wer sie selbst eigentlich sind. Beide erforschen Grenzen und Möglichkeiten ihrer einzelnen Persönlichkeiten. Beide wagen sich auf neue Beziehungsebenen miteinander vor. Am Ende bewegen sich beide souveräner in ihrem Partnerschaftsreich, das sie mit allen Licht- und Schattenseiten kennen. Dazu gehören wachsende Bewusstheit, Mitgefühl, Verzicht auf Macht und ein leidenschaftliches Interesse an der Person des anderen. Einen Haken hat das Leben im Schloss nicht – außer vielleicht den, dass es keine Abkürzung gibt, um direkt dorthin zu gelangen.


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