Eheprobleme

Eheprobleme: So halten Sie Ihre Ehe fit


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Handeln Sie, bevor es zu spät ist

Stellen Sie sich vor, Sie hätten starke Halsschmerzen. Würden Sie 6 Jahre warten, bevor Sie zum Arzt gehen? Wohl kaum. So lange warten jedoch unglückliche Ehepaare, bevor sie bei  ernsten Eheproblemen professionelle Hilfe suchen -  und dann ist es meist zu spät. Der simplify-Rat des Eheberaters John Gottman aus Seattle lautet daher: Handeln Sie vorbeugend. Wie Sie Eheprobleme wirksam vermeiden, das steht hier:

Gefühls-Ökologie

Viele Ehepartner teilen sich ihre Gefühle in unausgewogener Weise mit: Entweder halten sie alle negativen Äußerungen zurück und spielen den Dauersonnenschein, oder sie beschränken sich aufs Kritisieren. Dabei kommt es auf die Mischung an. An Gottmans Institut wurde es genau erforscht: Ideal ist ein Verhältnis von 5 Teilen positive auf 1 Teil negative Emotionen. Es ist auf Dauer tödlich für jede Ehe, wenn Sie Ihren Ärger über den anderen hinunterschlucken. Sprechen Sie Konflikte offen aus. Das belebt die Erotik und stärkt den Zusammenhalt. Wichtig: Verlassen Sie sich bei solchen Gesprächen nicht auf Ihr Gefühl, sondern loben und bestärken Sie Ihren Partner bewusst.

Was wär' ich ohne dich?

Fällt es Ihnen schwer, positive Aspekte an Ihrer Ehe zu finden? Das ist nach vielen Jahren Zusammenleben ganz normal und keine echtes Eheproblem. Sie brauchen sich dafür nicht zu schämen. Sammeln Sie gemeinsam mit Ihrem Partner diejenigen guten Beiträge in Ihrem Leben, die Sie jeweils dem anderen verdanken. Stellen Sie sich vor, wie viel schwerer Ihr Leben ohne ihn/sie verlaufen wäre.

Die gute Kraft der Nostalgie

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Sehen Sie sich alte Fotoalben an, und machen Sie sich klar, dass die dort festgehaltenen glücklichen Momente nur eine winzige Auswahl all Ihrer guten Augenblicke sind. Auch alte Liebesbriefe zu lesen kann helfen. Ihr Gedächtnis ist nie objektiv; es kann nach vielen Ehejahren umschalten auf „Unsere Ehe war nur Unglück". Das stimmt aber nie.

Fragen Sie nach Ausgleich

Wenn Sie sich über ein Detail an Ihrem Partner aufregen (er wäscht nie ab), dann stellen Sie in Gedanken ein gleichwertiges Detail aus Ihrer Positivsammlung daneben (er hat unsere Finanzen im Griff). Wenn Ihr Partner etwas verbockt hat, bieten Sie ihm eine Chance, es ohne Gesichtsverlust wieder gutzumachen.

Ärgern Sie sich in der Ich-Form

Üben Sie sich in der Kunst der sanften Konfrontation. Sagen Sie, was Sie stört, aber bleiben Sie beim Thema und bei Ihren Gefühlen. Kritisieren Sie Taten, nicht die Person. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und Abwertungen. Merkregel: Fangen Sie Ihre Sätze mit „Ich" an, dann wird daraus seltener ein Vorwurf als bei Sätzen, die mit „Du" beginnen. Beispiel: Wenn er einen Termin vergessen hat, sagen Sie „Ich bin jetzt sehr traurig darüber, dass ich da heute Abend allein hin muss" und nicht „Nie kümmerst du dich um meine Termine, weil du einfach ein sturer Egoist bist". Vorsicht auch vor Superpauschalierungen: Bei „ihr Frauen" wird Ihre Partnerin das immer als Angriff auf sich selbst verstehen.

Bitte sehr, bitte gleich

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Wenn Sie sich über etwas ärgern, äußern Sie es liebevoll, aber sofort. Denken Sie sich dabei: „Ich sage dir das, weil ich dich liebe, und ich sage es dir so, dass meine Liebe noch spürbar bleibt." Sammeln Sie nicht „für später", um Ihren Partner dann mit all Ihrem aufgestauten Zorn der letzten Tage einzudecken und zu überfordern.

Bleiben Sie realistisch

Unterhalten Sie sich in einer harmonischen, Eheprobleme fernen Phase über das Thema: Wie gut ist unsere Ehe? Vergleichen Sie sie mit anderen, mit der Ihrer Eltern, Bekannten, vielleicht auch mit dem, was Sie aus der Zeitung über Promi-Ehen wissen. Sie werden feststellen: So übel ist unsere gar nicht. Es kann ja nicht jeder eine preisgekrönte Musterehe führen. Beglückwünschen Sie sich, dass Sie sich gefunden haben. Begraben Sie Fantasien, dass das Gras woanders vielleicht noch grüner sei.

Pflegen Sie die Höflichkeit

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Verzichten Sie grundsätzlich auf Schimpfwörter, sarkastischen Humor, möglichst auch auf Ironie. Humor an sich ist gut, aber denken Sie daran: Das gesündeste Lachen ist das Lachen über sich selbst. Machen Sie Ihre Witze so, dass Sie sich selbst miteinbeziehen. Damit lassen sich heikle Situationen am ehesten entschärfen, vor allem dann, wenn Ihr Partner Ihre Worte gern auf die Goldwaage legt.


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