Eheprobleme

Im Alter Eheprobleme lösen


Expertenrat für die kniffligen späten Jahre

Die Midlife-Crisis, die unweigerlich bei Männern und Frauen um die 50 einsetzt, kann zerstörerische Auswirkungen auf eine Ehe oder Partnerschaft haben. Immer verändert sich einer der beiden schneller und anders als der andere. Was aussieht wie eine Beziehungskrise, ist in Wirklichkeit „nur“ die Krise eines Einzelnen. Hier Ratschläge von Cathy und Steve Brody, den führenden US-Experten zum Thema, darüber, wie sich "späte" Eheprobleme lösen lassen.

Leeres Nest

Der Mann denkt: „Jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, haben wir endlich Zeit für uns 2 daheim.“ Aber die Frau spürt etwas anderes: „Jetzt bin ich endlich nicht mehr an dieses verflixte Zuhause gefesselt.“

Brodys Erkenntnis: Ehen, die am Leeren-Nest-Syndrom scheitern, hatten schon vorher Probleme, mit Veränderungen umzugehen. Viele Jahre kamen immer die Kinder zuerst. Nun sagt die Frau zu Recht: „Jetzt komme ich dran!“ Aber sie sollte den Akzent auf die Beziehung legen. Die hat nun Priorität.

simplify-Lösung: Erwarten Sie nicht, dass Ihr Partner die Lücke füllt, die Ihre Kinder hinterlassen haben. Üben Sie das Neugestalten frühzeitig, um schnell die Eheprobleme lösen zu können. Verändern Sie Ihre Rollen, ganz praktisch: Sitzen Sie nicht immer am gleichen Platz am Esstisch, räumen Sie die Wohnung um, kaufen Sie eine ganz andere Art von Auto, von Büchern, von Essen, entdecken Sie neue Kulturangebote und Sportarten. Orientieren Sie sich mehr nach außen, investieren Sie Zeit in soziales Engagement und Hobbys – gemeinsame und solche nur für Sie selbst. Das ist besonders wichtig für Männer, die sich meist seit Jahren darauf verlassen haben, dass die Frau das nicht berufliche soziale Netzwerk organisiert.

Ruhestand

Der nächste Schock. Der Tagesablauf beider Partner ändert sich drastisch. Der Mann erwartet unbewusst weiter Vollbetreuung (Kantine, Sekretariat) und dass er in Ruhe gelassen wird. Die Frau erlebt ihren Mann jetzt als großes Kind.

Brodys Erkenntnis: Menschen lassen sich ihr Leben durch ihren Beruf strukturieren. Nach dem Berufsleben müssen sie selbst für Strukturen sorgen.

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simplify-Lösung: Gestalten Sie Ihren Abschied vom Beruf nicht abrupt. Halten Sie Kontakt mit Kollegen und Ihrem Fachgebiet. Füllen Sie die entstehenden Leerstellen in Ihrem Leben nicht nur mit Aktivitäten („Unruhestand“), sondern auch mit Ihrer persönlichen Art von Spiritualität: Natur erleben, Kunst entdecken, geistige Nahrung aufnehmen (z. B. ein Seniorenstudium an einer Universität). So lassen sich Eheprobleme lösen oder ganz vorbeugen.

Wechseljahre

Große hormonelle Umstellungen bei der Frau, Erektionsprobleme beim Mann, allgemeine Ermüdungserscheinungen, kleinere und größere chronische Beschwerden – das Altwerden ist auch körperlich eine ständige Herausforderung, die gemeistert werden muss.

Brodys Erkenntnis: Frauen unterschätzen, wie wichtig Sex für ihren Mann ist – und sei es in stark vereinfachter Form. Männer bekommen über diese körperliche Erfahrung Zugang zu ihren Gefühlen. Sie verholzen emotional ohne Erotik. Männer verschätzen sich, wie weit für eine Frau Sex und Liebe auseinander liegen können. Und beide unterschätzen den Einfluss rein körperlicher Veränderungen.

simplify-Lösung: Begleiten Sie Ihren Partner jeweils zum Männer- bzw. Frauenarzt. Sie müssen nicht bei allen Einzeluntersuchungen des anderen mit dabei sein, aber ein gemeinsames Schlussgespräch ist eine gute Gelegenheit, vor einem Dritten tabuisierte Themen gemeinsam sachlich anzusprechen.

Kommunikation

Was auch zu wenig beachtet wird: Wenn er weniger wahrnimmt und sie länger redet als früher, muss das kein Anzeichen sein für eine Beziehungsstörung. Ab 50 lassen kontinuierlich die Fähigkeiten zu sehen, zu hören und sich zu konzentrieren nach.

Brodys Regel: Wenn ein Mann endlich eine Missstimmung in der Beziehung wahrnimmt, hat seine Frau dieses Gefühl schon seit Jahren.

simplify-Lösung: Machen Sie Ihre Beziehung öfter zum Abendprogramm. Fernseher ausschalten, Zeitung weglegen. Üben Sie, gut über den anderen zu sprechen – vor ihm und vor anderen.Wenn Sie Schwierigkeiten haben, seine guten Eigenschaften zu sehen, lassen Sie sich von Dritten helfen. Lernen Sie die Kunst, jedes Jahr großzügiger zu werden anstatt kleinlicher. Vermeiden Sie es, negative Bemerkungen des anderen in den falschen Hals zu kriegen. Er oder sie meint es nicht so böse, wie es bei Ihnen ankommt.

 

Auch wenn eine Ehe schon viele Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte andauert, können Sich noch unangenehme Gewohnheiten im Umgang miteinander einschleichen. Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie Sie es schaffen die Routine und den Alltag angenehm und respektvoll zu gestalten. Dann bleibt auch das Feuer erhalten!


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