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Die Geheimnisse glücklicher Ehen


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Die Geheimnisse glücklicher Ehen sind gelüftet

Die Lebenserwartung und damit die Zahl gemeinsam verbrachter Jahre bei Paaren steigen, die Zahl der Geburten sinkt, Scheidungen nehmen zu - die äußeren Umstände für eine glückliche Ehe sind ungünstig. Trotzdem gelingt es nach wie vor einer großen Zahl von Paaren zusammenzubleiben. Der Münchner Psychologieprofessor Klaus Schneewind hat - ganz im Trend der Glücksforschung - 663 in 1. Ehe verheiratete Paare befragt. Wir haben aus seiner Studie herausgefiltert, was Sie für Ihre Beziehung daraus lernen können, und Übungen dazu entwickelt.

Platz 1: Toleranz

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Den anderen so lassen zu können, wie er ist, steht auf der Liste der genannten Zutaten für eine gelingende Partnerschaft auf Platz 1. Toleranz und Akzeptanz bedeuten: sich achten, sich mit Verständnis gegenübertreten und die Schwächen des anderen ausdrücklich akzeptieren _ ohne heimliche Wünsche, ihn doch noch nach den eigenen Vorstellungen umzuformen.

„Deine Schwäche, meine Strategie"

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simplify-Technik: Schließen Sie einen emotionalen Ehevertrag. Jeder schreibt die 3 größten Schwächen des anderen auf (das fällt meist nicht schwer), z. B.: „Du nörgelst an allem herum." Hinter jede der Eigenschaften schreiben Sie Ihre persönliche Strategie, mit der Schwäche des anderen umzugehen („Ich werde mich nicht immer gleich angesprochen und schuldig fühlen."). Natürlich _ es wäre viel schöner, wenn der andere sich änderte. Aber in einem Vertrag soll ja der „schlimmste Fall" geregelt werden. Betrachten Sie Ihre Aufzeichnungen als Entwurf, vereinbaren Sie dann aber den genauen Inhalt Ihres gegenseitigen Gefühlsvertrags gemeinsam. Probieren Sie es aus: In der nächsten Zeit darf jeder von Ihnen den anderen auf die Vereinbarung hinweisen. Das Verfahren ist erprobt und wird in der Regel ein echter Zufriedenheitsverstärker!

Platz 2: Ehrlichkeit

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Platz 2 belegen Vertrauen und Offenheit. Schon der Verdacht, der eine verheimliche dem anderen etwas (gleichgültig, ob das etwas Wichtiges oder eine Lappalie ist), entpuppt sich als Beziehungskiller. Die negative Wirkung alter Geheimnisse können Sie jedoch auch nach Jahren noch neutralisieren. Die Befürchtung, dass dadurch die Ehe auseinander geht, ist unbegründet.

„Dein Geheimnis, mein Geheimnis"

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simplify-Technik: Achten Sie auf Ausgewogenheit. Dazu hilft dieses kleine Ritual: Jeder schreibt ein Geheimnis, das der andere nicht weiß, auf einen Zettel (falls einer behauptet, niemals etwas vor dem anderen verborgen zu haben, funktioniert das Ritual nicht! _ meist fällt einem aber doch etwas ein, z. B. ein Gedanke, den man nie geäußert hat). Den Zettel steckt jeder in einen Umschlag, Sie tauschen die Umschläge aus, gehen in getrennte Räume, lesen den Inhalt, stecken die Zettel zurück, treffen sich mit den Umschlägen und zerreißen ihn vor den Augen des anderen.

Platz 3: Liebe

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Erst auf Platz 3 folgt der Klassiker. Emotionale und erotische Zuneigung allein ist ohne Toleranz und Ehrlichkeit kein Garant für dauerhaftes Zusammenbleiben.

„Sicherheitsgesten"

simplify-Technik: Jedes Paar hat im Laufe des Zusammenlebens spezifische Riten und Gesten entwickelt, um sich ohne Worte emotionale Sicherheit zu geben (Sex ist eine Form, aber nur eine von vielen). Häufig stehen die Gesten im Widerspruch zu dem, was beide einander mit Worten ausdrücken. Vertrauen Sie auf die nicht verbalen Ausdrucksformen der Liebe. Sprechen Sie aber nicht zu viel darüber, um sie nicht zu zerreden.

Platz 4: Positivität

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Eine Ehe ist umso stabiler, je mehr die beiden Partner das Gefühl haben, in einer verlässlichen Beziehung zu leben. Hat einer der beiden geschiedene Eltern, ist diese Selbstverständlichkeit gestört, und die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Trennung steigt. Aber das gute Verhältnis zur eigenen Ehe lässt sich trainieren.

„Zum Streit gehören 3"

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simplify-Technik: Unterhalten Sie sich einmal darüber, wer und was noch zum Streit und zur Unzufriedenheit beiträgt in Ihrer Beziehung. Machen Sie eine Liste möglicher Kandidaten: Geldmangel, Sorge um die Kinder, beruflicher Stress, Streit mit Verwandten usw. Meist wird es eine lange Liste - und Sie staunen, dass Sie inmitten dieser vielen Schwierigkeiten immer noch zusammen sind. Etliche Punkte auf der Liste haben Sie sich vielleicht gegenseitig vorgeworfen („Du arbeitest zu viel" - „Du kümmerst dich zu sehr um deine Mutter") und nun merken Sie, dass nicht immer nur der andere schuld ist, sondern Sie beide unter einem größeren Problemhorizont stehen.

Die Untersuchung von Prof. Klaus Schneewind wurde ausführlich dargestellt in der Ausgabe 6/2003 der Zeitschrift psychologie heute.

Autor: Tiki Küstenmacher


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