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Partnerschaft: Erfolg im Job und Glück in der Liebe


So bekommen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut

Beruflich erfolgreiche Menschen haben oft ein Problem: Ihre Partnerschaft leidet darunter, dass sie zu wenig Zeit und Energie dafür aufbringen. Erfolg im Job = Ehe in Gefahr? Das muss nicht so sein, sagt der Unternehmensberater Günter F. Gross. Denn wenn Sie im Beruf erfolgreich sind, bringen Sie gute Voraussetzungen für ein glückliches Privatleben mit. Hier seine Tipps zur beruflich-privaten Zeitplanung.

Revolutionieren Sie Ihre Zeitplanung

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Es ist erwiesen, dass 20 % Ihrer Projekte 80 % des Erfolgs bringen. Doch welche Projekte gehören in welche Kategorie? Es gibt einen Berater, der dafür ein ausgezeichnetes Gespür hat: Ihr Ehepartner. Gross rät: Lassen Sie sich bei der Zeitplanung mehr als bisher von Ihrem Ehepartner helfen.

Er (oder sie) kennt Ihre Stärken und langfristigen Ziele, aber auch Ihre persönlichen Verzettelungsgefahren. Bitten Sie Ihren Partner, beim ehelichen Zeitplanungs-Meeting keine emotionalen Kommentare abzugeben („Fährst du wieder auf die blöde Messe?“), sondern Ihnen Fragen zu stellen, etwa in dieser Art: Ist das ein auch für die Zukunft lohnender Termin? Würdest du das auch machen, wenn du nur noch 6 Stunden am Tag arbeiten dürftest? Was bringt das für uns? Welche alten Projekte würdest du dafür für das neue Projekt aufgeben?

Die wichtigsten Konferenzen Ihres Lebens

Viele Menschen besuchen im Beruf ein Meeting nach dem anderen – doch von ihrer Partnerschaft denken sie, die könnte ohne Zusammenkünfte funktionieren. Aber: Die Zeit, die Sie für ein gemeinsames Zusammensein aufwenden, ist die bestangelegte Zeit Ihres Lebens. Sehen Sie Ihr Privatleben nicht als Zeitressource, die Sie bei Engpässen im Beruf bedenkenlos plündern dürfen.Wenn in Ihrer Firma das Geld knapp wäre, würden Sie niemals auf den Gedanken kommen, Ihr privates Geld anzubieten. Halten Sie es in Sachen Zeit genauso.

Ihr bester Persönlichkeitsberater

Neinsagen in der Arbeit fällt besonders engagierten Menschen sehr schwer. Lassen Sie sich dafür von Ihrem Ehepartner den Rücken stärken. Niemand kann das besser als er. Wenn Ihr Chef von Ihnen Arbeit nach Feierabend oder am Wochenende erwartet, antworten Sie (auch wenn Ihnen das zunächst peinlich ist) wahrheitsgemäß: „Darüber muss ich erst mit meinem Mann (meiner Frau) sprechen.“ Sie gewinnen so Zeit zum Nachdenken – und stehen zu zweit da statt alleine – sprich: Ihr Chef muss Argumente bringen, mit denen sich auch Ihr Ehepartner überzeugen lässt.

Bei der Arbeit Energie tanken

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Bedenken Sie bei der gemeinsamen Zeitplanung nicht nur die messbare Zeit, sondern auch die psychische Energie, die die einzelnen Termine beanspruchen oder erbringen. Arbeiten, die Sie gerne tun oder die Ihnen Anerkennung bringen, füllen Ihre Energiereserven auf. Nehmen Sie es nicht als unausweichlich hin, dass Sie nach einem 12-Stunden-Tag „fertig“ sind und Ihr Privatleben dazu dienen muss, Ihre Akkus aufzufüllen.Wenn ein Mann oder eine Frau nach einem beruflich erfolgreichen Tag nach Hause kommt, kann er oder sie durchaus Power in die Familie bringen. Gross rät: Arbeiten Sie so, dass Sie am Ende eines Arbeitstages dankbar, gelöst und heiter nach Hause kommen!

Denken Sie an Ihr „Zärtlichkeitskonto“

Ein Unternehmen hat Bestand, wenn es ihm wirtschaftlich gut geht. Ihre Partnerschaft hat Bestand, wenn es Ihnen beiden emotional gut geht. Ganz wichtig dafür: Zärtlichkeit. Nehmen Sie sich Zeit dafür – das ist kein Luxus! Gross rät: Wenigstens einen Bruchteil der Zeit und Energie, die Sie für das Erwirtschaften finanzieller Gewinne in Ihrem Unternehmen aufwenden, sollten Sie in Ihrer Ehe für Zärtlichkeit aufwenden.

Ein Klassiker, der in 9 Sprachen übersetzt wurde: Gross, Günter F.: Beruflich Profi, privat Amateur? Redline Verlag, München 2009


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