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3 Startprogramme für erfolgreiches Entrümpeln


3 Startprogramme für besonders schwierige Entrümpelungsaktionen

Aller Anfang ist schwer, wenn es darum geht, Ballast abzuwerfen und zu entrümpeln. Das Problem: Die meisten Dinge, die sich bei Ihnen angesammelt haben, haben Sie oder einen anderen Menschen einmal etwas gekostet – Zeit, Geld oder Energie. Darum bekommen Sie Skrupel, sobald es ums Loslassen geht.

Warum der Abschied von Sachen so hart ist

Jemand hat in der Vergangenheit einen Anfangspunkt gesetzt und Dingen damit einen Wert verliehen. Selbst wenn dieser Wert inzwischen erloschen ist – nun müssen Sie den Schlusspunkt setzen und die Dinge entlassen. Damit fällen Sie kein negatives Urteil über den früheren Wert dieser Sachen. Sie nehmen sich nur hier und heute das gute Recht, neu und frei darüber zu befinden, was für Sie keinen Wert hat und gehen darf.

Wie Sie den Abschied trotzdem schaffen

Prägen Sie sich die folgende königliche Doppel-Regel zum Entrümpeln ein:

  1. Bloß weil ein Ding (noch) gut ist, muss es nicht gut sein für mich.
  2. Bloß weil ich etwas als nicht (mehr) gut für mich erkannt habe, bin ich nicht schlecht.

Stellen Sie sich dabei vor, Sie wären ein weiser König, der nichts als Ihr Wohl im Auge hat und in Ihrem gegenwärtigen Interesse souverän entscheidet, was heute zu Ihnen passt und was nicht. Als König stehen Sie über den Dingen und sind kein Untertan Ihrer Besitztümer mehr. Überprüfen Sie mit dieser Regel all Ihre alten Sachen: Andenken, Erbstücke, nicht getragene Kleidung, veraltete und bereits durch bessere Versionen ersetzte Geräte, Fachbücher, Zeitschriften, Arbeitsunterlagen.

Wie Ihr Schlendrian Sie austrickst

Gerade stark eingespannte Menschen finden oft überhaupt keine Zeit zum Ausmisten. Meist legen sie sich die Latte besonders hoch: den ganzen Keller komplett aufräumen, sämtliche alten Zeitschriften aussortieren, alle Kleiderschränke entrümpeln ... Dieser hohe Anspruch ist ein raffinierter Dreh Ihres Unbewussten, der Sie vor dem Handeln bewahrt: Weil das Unternehmen so uferlos aussieht, wird die Herkules-Aufgabe gar nicht erst begonnen.

Wie Sie Ihren Schlendrian überlisten

Dagegen hilft der Ein-Tüten-Trick:Werfen Sie jeden Tag 1 Tüte voll weg. Mehr nicht.

Alles, was Sie dazu brauchen, sind gebrauchte Plastiktüten. Fangen Sie ruhig mit einer kleinen Tüte an. Füllen Sie sie mit Dingen, die Sie loswerden wollen und bringen Sie die Tüte sofort zur Mülltonne. Verabschieden Sie sich nach dem Entrümpeln von den weggeworfenen Dingen mit einem fröhlichen „Auf Nimmerwiedersehen“. Das war’s! Jede volle Tüte ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nach einem Monat haben Sie auf diese Weise eine beachtliche Leistung vollbracht und wieder viel Platz gewonnen.

Wie Sie von Prioritäten in die Enge getrieben werden

Ein anderer Kniff Ihrer inneren Verhinderer ist das Multi-Wichtigkeiten-Phänomen: Wenn Sie 2 Aufgaben vor sich haben, die beide unaufschiebbar wichtig sind, verlieren Sie Ihr Ziel aus den Augen – und erledigen keine von beiden.

Beispiel: Sie müssen das Gästezimmer aufräumen, weil Sie Besuch erwarten. Zugleich drängt Ihre Tochter darauf, dass Sie Ihr eine neue Matratze kaufen – und das Sonderangebot des Bettenladens gilt nur noch heute. Beides können Sie nicht schaffen. Was tun?

Wie Sie den Zusammenstoß von Prioritäten besiegen

Hier hilft eine Technik aus dem Militär: Degradieren. Stufen Sie eine der Prioritäten herab von „wichtig“ auf „lästig“. Welche, ist egal. Erledigen Sie diese lästige Sache schnell und schlampig, aber erledigen Sie sie!

Beispiel: Die große Aufräumaktion für den Besuch entfällt und wird ersetzt durch eine 10-Minuten-Notfallaktion, die das Allergröbste beseitigt. Dann ist Ihr Weg frei für den Matratzenkauf. Häufig stellt sich heraus, dass dann doch noch Zeit bleibt, um bei der anderen Aufgabe noch nachzubessern. Ohne den Trick mit dem Degradieren aber wären Sie mit Sicherheit auf eine dritte, überhaupt nicht wichtige Aufgabe ausgewichen.

Die goldenen Regeln für entspannte Ordnung

Das Entrümpeln war erfolgreich – aber wie lange wird es so schön geordnet bleiben? Mit diesen klassischen 6 Punkten wird es Ihnen gelingen:

  1. Wenn ich etwas herausnehme, lege ich es nach Gebrauch wieder zurück.
  2. Wenn ich etwas öffne, schließe ich es sofort wieder.
  3. Wenn mir etwas heruntergefallen ist, hebe ich es sofort wieder auf.
  4. Wenn ich etwas heruntergenommen habe, hänge ich es wieder auf.
  5. Wenn ich etwas nachkaufen will, schreibe ich es sofort auf.
  6. Wenn ich etwas reparieren muss, erledige ich es innerhalb von 3 Tagen (oder benachrichtige am nächsten Werktag einen Handwerker).

Tipp: Diese Regel vervielfältigen und strategisch in der Wohnung oder im Büro so aufhängen, dass sie jeder gut sehen und beherzigen kann.


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