Aufräumen

Aufräumen mit Zen


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Neue Methoden gegen ein altes Problem

Viele Menschen behalten alles, weil sie es als lieblos empfinden, die schönen Sachen wegzuwerfen. Schalten Sie daher um auf die Respekt-Methode: Jeder Gegenstand, den Sie besitzen, hat eine Funktion – eine praktische oder eine sentimentale. Geben Sie ihm den entsprechenden Platz: Was Sie emotional erfreut, muss sichtbar, was Sie benutzen, muss auffindbar sein. Aber dann setzen Sie Prioritäten: Behalten Sie nur Ihre liebsten und nützlichsten Gegenstände. Vermeiden Sie Ablenkungen, die dadurch entstehen, dass jede Oberfläche mit Sachen bedeckt ist. Hier finden Sie weitere Anregungen für einen respektvollen und doch befreienden Umgang mit den vielen Sachen, die Sie aufräumen wollen.

Kinder-Zeichnungen

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Kleine Künstler können unglaubliche Mengen von Kunstwerken produzieren. Wohin damit? Lösung: Jedes Kind bekommt seinen eigenen Ordner oder eine Mappe für seine Werke. Dadurch werden sie respektiert, aber der Platz ist automatisch begrenzt. Wenn die Mappe voll ist, muss das Kind selbst entscheiden, welche seiner älteren Produktionen es aussortiert und lernt so bereits ein wichtiges Grundprinzip beim Aufräumen. Stellen Sie auch etwas Ausstellungsfläche an der Wand für besonders schöne Kinderzeichnungen zur Verfügung.

Kleider-Tüte

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Halten Sie in Ihrem Kleiderschrank immer 1 oder 2 Plastiktüten bereit. Die erinnern Sie daran, ausgeleierte, nicht mehr passende oder nervende Kleidungsstücke regelmäßig zu entsorgen. Dadurch geben Sie den Sachen, die Sie wirklich gerne tragen, mehr Bedeutung. Wenn Sie etwas in eine Tüte gepackt haben, nehmen Sie sie gleich mit zum nächsten Kleidercontainer. Vereinbaren Sie mit sich: Nur wenn das Aufräumen und Ausmisten in meinem Kleiderschrank voran geht, darf ich mir wieder etwas Neues anschaffen.

Waisenkinder

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Gehen Sie durch Ihre Wohnung und fahnden Sie nach heimatlosen Gegenständen, die aber noch sinnvoll verwendbar sind: Spielzeug (für Kinder oder Haustiere), Papiertaschentücher, Kerzen, Prospekte usw. Finden Sie sinnvolle oder originelle Behälter für diese herumgeisternden Sachen: eine Plastikschatztruhe für herrenloses Spielzeug, eine alte Einkaufstasche voller Kerzen. Im schlimmsten Fall haben Sie zwar keine leere Wohnung, aber Ihr Plunder wird respektiert und in schöner Verpackung wenigstens zum Teil Ihres Dekors. Auch so kann man aufräumen!

Ausschütten!

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Wenn Sie am Abend nach Hause kommen, gewöhnen Sie sich folgendes Ritual an: Alle Jacken- und Hosentaschen, Ihre Hand- oder Aktentasche, Einkaufstüten und anderen Behälter werden noch im Eingangsbereich der Wohnung ausgeleert. Sie werden staunen, wie viel unnötiger Plunder sich im Laufe eines Tages dort angesammelt hat, den Sie dann wiederum aufräumen müssen. Erlauben Sie diesem Zeug nicht, dass es in Ihren wunderbaren, von Ihnen mit Respekt gewürdigten Wohnbereich hineindarf! Es wird noch im Flur durchgesehen und notfalls weggeworfen.

Nimm mich mit!

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Vor allem wenn Sie über mehrere Stockwerke verteilt wohnen, gewöhnen Sie sich den Tramper-Blick an: Bevor Sie eine Treppe hinauf- oder hinuntersteigen, fragen Sie alle herumliegenden Gegenstände: „Wer will mit?“ So sorgen Sie dafür, dass sich Geschirr, Schmutzwäsche, Müll und anderes Gerümpel gar nicht erst ansammeln.

Dauer-Umzug

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Leben Sie stets ein bisschen so, als ob Sie demnächst den Wohnsitz wechseln wollten. Vor jedem Aufheben und jeder Neuanschaffung fragen Sie sich: Würde ich das in die neue Wohnung mitnehmen? Eine andere, noch radikalere Idee zur dauerhaften Vermeidung von Gerümpel: Stellen Sie sich vor, Sie wären sehr krank und hätten noch 2 Jahre zu leben. Was würden Sie dann noch unbedingt aufheben wollen? Was verdient wirklich Ihre Aufmerksamkeit? Wovon könnten Sie sich leichten Herzens trennen? Das mag makaber klingen, ist aber für extrem voll gepackte Behausungen manchmal die letzte Rettung, damit man einen Startpunkt beim Aufräumen findet.

Verschiebe-Spiel

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Sicher kennen Sie dieses Spielzeug: eine Kiste mit Platz für 16 Steine, 15 sind enthalten. Durch Hinund Herschieben sollen Sie die Steine in die richtige Ordnung bringen. Dazu braucht man Geduld, aber es funktioniert – solange dieses eine Feld frei ist. In so mancher Wohnung findet sich dieses 16. freie Feld aber nicht mehr. Es herrscht Blockade. Wenn Sie in einer solchen Situation sind, gibt es nur eins: notfalls mit Gewalt einen freien Platz schaffen, von dem aus Sie umsortieren, neu organisieren und vor allem aufräumen können. Das klingt banal, ist aber (z. B. für Messies) der Grund, dass Sie jahrelang nichts an dem Sie umgebenden Chaos verändern können.

 

Beim Ordnung halten spielt also das System eine große Rolle. Ein weiteres System nennt sich "Kaizen" und wird z.B. bei Toyota seit den 50ern angewendet!

 


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