Aufräumen

Aufräumen wie von selbst


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Noch mehr Tipps gegen das alltägliche Chaos

Die Amerikanerin Mindy Clark hat ihre Ideen aus 3 Jahrzehnten Familienleben in einem Buch voller origineller Tricks zusammengefasst. Hier ein paar, die möglicherweise auch Ihr Zusammenleben entscheidend vereinfachen.

Nebenbei erledigen

Problem: Saubermachen ist und bleibt eine unangenehme Tätigkeit. Vorschlag: Nutzen Sie zufällige Wartemomente, um etwas in der Nähe zu putzen oder zu ordnen. Das ist für die Sauberkeit Ihres Hauses ein großer Gewinn. Beispiele: Während der Tee zieht oder Sie etwas aufwärmen, gießen Sie die Blumen oder räumen schnell eine Schublade aus und putzen sie. Während Sie sich die Zähne putzen, reinigen Sie mit der anderen Hand den Spiegel.

Lernen Sie im Badezimmer von den Hotelprofis: Die verwenden ein großes Handtuch (das ohnehin in die Wäsche wandert), um Wanne,Waschbecken und Fliesen trockenzureiben. Das geht viel schneller als mit kleinen Putzlappen.

Verantwortung übertragen statt um Hilfe betteln

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Problem: Kinder sind schwer zum Mithelfen zu bewegen – „Ich war das nicht, das hat Petra liegengelassen!“ Vorschlag: Organisieren Sie Ihre Wohnung wie ein Luxushotel, und erklären Sie Ihre Familienmitglieder zu „Zimmerchefs“. Markus ist für sein Zimmer verantwortlich. Wenn Petra bei ihm herumkrümelt, ist es seine Aufgabe, die kleine Schwester dazu zu bringen, den Staubsauger zu holen.

Das erspart Ihnen nicht nur Arbeit, sondern befreit Sie von Ihrer Aufseherrolle und lässt Ihre Kinder in mehr Verantwortung hineinwachsen.Weisen Sie ihnen nach und nach anspruchsvollere Aufgaben zu. Machen Sie ein Kind (oder auch Ihren Partner) zum Wohnzimmerchef. Dann darf es dort auch gestalten (umdekorieren, neue Blumen aussuchen). Das vermittelt ihm Stolz auf „sein“ Zimmer und führt dazu, dass es in Zukunft besser auf Sauberkeit achtet.

Ordnung bei den Vorräten

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Problem: Speisekammer oder Vorratsschränke sind viel zu vollgestopft und entsprechend unordentlich. Vorschlag: Räumen Sie den Ort komplett aus, reinigen Sie die Regale, und sortieren Sie alles nach möglichst einfachen Kriterien neu ein (Suppen & Soßen, saure & süße Konserven, Grundnahrungsmittel). Sie werden dabei einiges mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum entdecken – weg damit, wenn Sie nicht sicher sein können, dass es noch in Ordnung ist. Außerdem werden Sie einiges finden, was demnächst abläuft, und dieses oder jenes Lebensmittel, auf das Sie beim In-die-Hand-Nehmen richtig Lust bekommen. Stellen Sie beides zur baldigen Verwendung in die Küche. So entsteht automatisch neuer Platz bei Ihren Vorräten. Ist eine Grundordnung erreicht, macht das Einsortieren neuer Sachen viel mehr Spaß.

Papierstation statt Papierchaos

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Problem: Ständig trifft neues Papier ein. Vorschlag: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Post nicht irgendwo, sondern nur an der „Papierstation“ zu öffnen. Die besteht aus großen Behältern für Altpapier, Folien und Restmüll sowie Fächern für die einzelnen Familienmitglieder. Werfen Sie so viel wie möglich sofort weg. Erledigen Sie diese Arbeit im Stehen (gesessen wird am Arbeitsplatz meist genug).

Schneller aus dem Haus mit der Ausgangsschublade

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Problem: „Wo sind meine Sportsachen? Wo ist mein Geldbeutel!“ Vielleicht müssen Sie auch selbst jeden Morgen nach Ihrem Schlüsselbund oder Ihrem Handy suchen. Vorschlag: Installieren Sie im Eingangsbereich Ihrer Wohnung ein System für „Rein und wieder raus“- Dinge. Am besten einen Schubladenschrank mit mindestens einer Schublade für jedes Familienmitglied. Dort legt jeder schon beim Hereinkommen alle diejenigen Sachen ab, die er erst wieder außer Haus braucht – und findet sie beim Verlassen der Wohnung sicher wieder. Aber auch wenn Sie am nächsten Morgen einen Brief in den Kasten werfen müssen oder Ihr Kind ein von Ihnen unterschriebenes Formular in die Schule mitnehmen soll, können Sie die entsprechende „persönliche Ausgangsschublade“ benutzen.

Mindy Clark, Das Haus, das sich von selbst aufräumt. R. Brockhaus Verlag,Witten 2008. ISBN 3-417-26228-5. Gebraucht erhältlich.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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