Aufräumen

Entrümpeln im Voraus!


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So vermeiden Sie Ansammlungen unnötiger Sachen

Eine der meistgestellten Fragen auf meinen simplify-Vorträgen: Wie schaffe ich es nach der großen Aufräumaktion, dass es nach ein paar Wochen nicht gleich wieder so aussieht wie davor? Dagegen helfen die folgenden einfachen Grundsätze.

Die 4 wichtigsten Einkaufsfragen

Fragen Sie sich bei jeder Anschaffung: 1. Werde ich es benutzen? Stellen Sie sich bildhaft vor, wie Sie die neue Salatschüssel auf den Tisch stellen und sich alle darüber freuen. Funktioniert das Bild? Ist das eine realistische Vorstellung? Erst dann sollten Sie das Ding kaufen.

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2. Werde ich es oft genug benutzen? Besonders akut ist diese Frage bei Bekleidung. Wenn Sie beim Kauf des goldenen Glitzerkleids nur im Sinn haben, damit bei der nächsten Einladung zu glänzen, produzieren Sie wahrscheinlich einen Fehlkauf. Denn das auffällige Teil werden Sie nur höchst selten wieder anziehen können, weil sich jeder daran erinnert. simplify-Tipp: Erstehen Sie lieber ein vielseitig verwendbares Basic-Stück und dazu ein spektakuläres Halstuch oder ein anderes Accessoire.

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3. Werde ich es bald benutzen? Es kann sinnvoll sein, einen Rasenmäher zum Sonderpreis im Winter zu kaufen – aber nur wenn Sie genau wissen, dass Sie im Frühjahr einen brauchen. Wenn nicht, kaufen Sie keine verlockenden Sonderangebote „auf Vorrat“. simplify-Tipp: Bilden Sie in der Küche oder in Ihrem Arbeitszimmer einmal einen Stapel mit all den Gegenständen, die Sie impulsmäßig oder „für später“ angeschafft und seitdem nicht mehr benutzt haben. Sie ergeben meist einen stattlichen Haufen!

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4. Wo werde ich es aufheben? Meist lautet die dazu passende Devise: Neu rein, alt raus. Für jedes neue Stück muss (mindestens!) ein altes verschwinden. simplify-Tipp: Geben Sie den alten Toaster bei Ihrem Wertstoffhof in den „Elektromüll“. Wenn das gute Stück noch geht, findet sich dort meist jemand, der es benutzt. So machen Sie jemandem eine kleine Freude – und befreien sich selbst von Ballast.

Schluss mit der Pietät bei Geschenken

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Hässliche oder unpraktische Dinge, die man geschenkt bekam, werden oft aus einem undefinierbaren Gefühl von Anstand aufgehoben. simplify-Tipp: Trennen Sie sich von der Idee, dass der Schenkende eines Tages bei Ihnen aufkreuzen und nachprüfen könnte, ob Sie das Präsent auch brav benutzen. Haben Sie Freunde oder Verwandte, die Sie öfter mit überzähligen Dingen beglücken, die Sie aber auch nicht brauchen können – haben Sie den Mut, solche Gaben freundlich dankend abzulehnen.

Überlebensmodus beenden

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Viele Menschen heben Dinge auf (und sammeln ständig neue), weil ihr Unterbewusstsein sie schützen möchte. Sie haben tief im Inneren eine dumpfe Angst, in materielle Not zu geraten, allein gelassen oder krank zu werden. simplify-Tipp: Stellen Sie sich zu jedem Gegenstand, den Sie planen wegzugeben, einen Menschen vor. Wer könnte das, was z. B. die alten Reiseführer für Sie darstellen, emotional verkörpern? Vielleicht laden Sie dann Ihren alten Freund ein, mit dem Sie vor 10 Jahren die wunderbare Ägyptenreise gemacht haben – und werfen das längst nicht mehr aktuelle Buch dazu weg!

Zeitpolster ansparen

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Wenn Sie ständig eine überfüllte To-do-Liste haben, stapeln sich die Sachen. Sie haben schlichtweg keine Zeit, um Ihr Hab und Gut zu managen. simplify-Tipp: Wenn Ihnen die Dinge über den Kopf wachsen, streichen Sie einen Termin (so als ob Sie krank geworden wären) und widmen Sie die frei gewordene Zeit komplett Ihren Sachen. Entrümpeln Sie, ordnen Sie, organisieren Sie. Selbst wenn Sie in dieser Zeit natürlich keine perfekte Ordnung schaffen werden – schon ein kleiner Anfang wird Sie enorm beflügeln!

Neugierde entwickeln

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Was auch immer Sie aufheben – es sind Gegenstände aus der Vergangenheit. Je mehr Sie horten, um so stärker werden Sie im Gestern festgehalten. Schalten Sie um von Gewesenem auf Kommendes, von Rückblick auf Neugier. simplify-Tipp: Rufen Sie beim Entrümpeln die guten Erinnerungen wach, die sich mit Ihren alten Schulheften oder den ausgelesenen Romanen verbinden. Machen Sie sich deutlich, dass die wahren Schätze Ihrer Vergangenheit in Ihnen selbst aufgehoben sind und nicht in den Dingen. Dann können Sie sich mit Wärme und Güte von den meisten Sachen verabschieden. Heben Sie für die allerwichtigsten Erinnerungen ein paar wenige Gegenstände auf. Durch die reduzierte Zahl werden diese Erinnerungen noch wertvoller.

Autor: Tiki Küstenmacher


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