Messie

Aufräumen: Nie wieder dem Messie-Syndrom erliegen!


Messie-Syndrom

Stellen Sie sich hin und sagen Sie laut: "Ja, ich will ein Messie bleiben, ich brauche keine Hilfe beim Aufräumen!" Finden Sie den Zustand Ihrer Wohnung schön. Wenn das gelingt, leiden Sie nicht am Messie-Syndrom - lesen Sie einen anderen Text zum Thema Aufräumen und Entrümpeln.

 

Haben Sie aber Zweifel, dann holen Sie tief Luft und probieren Sie einen anderen Satz: "Ich will frei und ohne Messie-Syndrom leben, ich bin Messie und brauche Hilfe beim Aufräumen!" Dann lesen Sie diesen Artikel weiter.

Gegen das Messie-Syndrom kämpfen: Lesen Sie diese Seite ganz durch

Sagen Sie nicht (wie schon so oft): "Dieser Artikel wird mir als Messie auch keine Hilfe beim Aufräumen sein." Nehmen Sie hin, was Sie lesen. Zu Ihrer Persönlichkeit gehört Widerspruchsgeist. Das ist gar nicht so schlecht. Aber lassen Sie nicht zu, dass dieser Geist immer wieder jeden Rettungsring ablehnt, den Sie als Betroffener mit Messie-Syndrom zugeworfen bekommen.

simplify-Tipp: Akzeptieren Sie jetzt schon, dass die vor Ihnen liegende Aufgabe einfach ist. Jeder, der Ihnen sagt, es sei schwer, ist gegen Sie.

Vergessen Sie den Blocker gegen das Entrümpeln

Warum leide ich am Messie-Syndrom? Ist das eine Fehlfunktion bestimmter Hirnregionen? Habe ich ein schweres Kindheitstrauma? Alle diese Fragen sind Blocker gegen das Entrümpeln.

simplify-Tipp: Werfen Sie diese Fragen über Bord. Niemand ist durch ihre Beantwortung weitergekommen und hat das Messie-Syndrom über Bord geworfen. Warum Sie Messie sind und Hilfe beim Aufräumen brauchen, ist egal. Sie wollen keiner mehr sein. Das ist das Einzige, was zählt.

Sie leiden am Messie-Syndrom - pfeifen Sie auf die anderen Probleme

"Ja, wenn das Chaos in der Wohnung nur mein einziges Problem wäre!" Sie haben ein schlimmes Verhältnis zu Ihren Eltern. Chronische Geldsorgen. Sie fühlen sich wertlos. Sind oft krank. Kurzum: Ihr Messie-Syndrom ist nicht das einzige Problem.

simplify-Tipp: Alle diese Probleme müssen auch gelöst werden. Aber die hindern Sie nicht daran, Ihr Messie-Syndrom ein für allemal loszuwerden. Jetzt geht es nur ums Aufräumen.

Der erste Schritt zum Entrümpeln: Benutzen Sie Ihre Sachen

"Ich brauche das doch aber alles." Haben Sie alte Zeitschriften, aus denen Sie noch etwas ausschneiden wollten? Dann tun Sie es und freuen sich darüber. Hängen im Kleiderschrank alte Sachen, die Sie endlich mal wieder anziehen wollten? Dann ziehen Sie sie jetzt an und freuen sich. Tun Sie das mit allen diesen aufgehobenen Sachen.

simplify- Tipp: Erleben Sie das wunderbare Gefühl, dass niemand Sie zum Wegwerfen zwingt. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, nur bei Ihnen und das jetzt.

Ich kann nicht aufräumen? Pfeifen Sie aufs Scheitern

"Das ist so viel, das Aufräumen und Entrümpeln schaffe ich doch nie!" Scheitern bedeutet, etwas tun zu müssen, was Sie lieber nicht tun möchten. Bei etwas Vergnüglichem dagegen kann man nicht scheitern. So ist das jetzt mit dem Aufräumen.

simplify- Tipp: Schalten Sie um von Müssen auf Wollen. Dann können Sie nicht mehr versagen. Etwas, was Sie wollen, halten Sie auch durch. Oder haben Sie schon einmal gefürchtet, Ihr Lieblingsessen nicht aufessen zu können?

Seien Sie ehrlich zu sich - so lösen Sie das Problem simplify!

"Ohne Chaos verliere ich meine Kreativität!" Sprechen Sie diesen Satz 5-mal hintereinander. Bereits beim 3. Mal werden Sie merken, wie unsinnig er ist. Chaos und Dreck behindern Kreativität. Menschen mit Messie-Syndrom kommen auf viele gute Ideen, aber so gut wie nie mitten in ihrer Wohnung, sondern bei allen möglichen anderen Gelegenheiten.

simplify-Tipp: Trennen Sie die unsinnige Verbindung von Unordnung und Geistesblitz. Chaos bringt niemals einen Gewinn. Ihr Leben wird in einer "leeren" Wohnung nicht leer. Sie verlieren auch nicht Ihre Individualität. Im Gegenteil.

Gratulieren Sie sich zum Leben nach dem Messie-Syndrom

"Ich werde es schaffen!" Auch dieser Satz ist eine Falle. Denn er geht davon aus, dass Sie eigentlich ein Messie sind und dagegen ankämpfen müssen. Sie haben aber doch oben im 1. Absatz bereits beschlossen, keiner mehr zu sein! Sie verlieren nichts, wenn Sie kein Messie mehr sind. Sie können nur gewinnen.

simplify-Tipp: Sie haben es bereits geschafft! Sagen Sie also stattdessen fröhlich: "Ja, ich will beim Thema Ordnung ein ganz normaler Mensch bleiben!"

Und jetzt?

Wo bleiben die Tipps zum Aufräumen? Die praktischen simplify-Anleitungen zum Entrümpeln? Die Kniffe der Profis? Hand aufs Herz: Die kennen Sie alle zur Genüge, besser als viele andere. Die Technik ist nicht mehr das Problem. Sie wissen, dass Sie nicht in leeren Zimmern leben müssen, die Sie gewissenhaft ausräumen und entrümpeln müssen, sondern dass jedes Ding einfach seinen Platz haben sollte. Sie wissen, dass es bei Ihnen niemals steril aussehen wird. Und dass Sie nun endlich anfangen dürfen.

Die hier beschriebenen Gedanken in der Langfassung: Thomas Ritter, Endlich aufgeräumt. rororo, Reinbek 2004. 8,90 €. ISBN 3-499-61591-6.

 


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