Ordnung

Büroorganisation: Mit dem Zweit-Büro gehen Sie Störungen elegant aus dem Weg


Wenn es sich um eine Aufgabe handelt, die Sie nur alleine bewältigen können und nicht gestört werden wollen, hilft nur eins: die Flucht! Erfolgreiche kreative Menschen haben alle ihre Fluchtburgen, in die sie sich für ihre Arbeit zurückziehen. Es muß ja nicht gleich Ernest Hemingways Bungalow mit Meerblick sein. Lesen Sie, wie Sie auch noch anders ihr Zweit-Büro organisieren können.

Büro im Auto

Wenn es die Witterung erlaubt (nicht zu heiß, nicht zu kalt), schlagen Sie Ihr Zweitbüro im Auto auf. Fahren sie an einen abgelegenen Ort, an dem Sie nicht gestört werden und setzen Sie sich (das ist der Kniff) auf den Rücksitz. Hier sind Sie nicht mehr der Chauffeur, sondern der Chef!

Büro unter freiem Himmel

Vom Wetter abhängig ist das Zweitbüro im Park, an einem See oder sonst einem inspirierenden Platz in der freien Natur. Viele Menschen haben eine innere Abneigung: "An so einem schönen Platz arbeiten? Hier will ich mich doch entspannen!" Dabei unterschätzen sie die enorme Energie, die von einem positiven Ort ausgeht. Keine Sorge, Sie machen den schönen Platz mit Ihrer Arbeit nicht kaputt. Durch die Anmut der Umgebung wird auch Ihre Arbeit angenehmer und reizvoller werden.

Verwaiste Räume als Büro nutzen

In fast jeder Firma gibt es ungenutzte Räume: große Sitzungszimmer, eine Kantine außerhalb der Essenszeiten, leerstehende Büros, oder wenigstens ein zeitweise leerstehender Schreibtisch eines Außendienstmitarbeiters (mit dem Sie sich aber bitte vorher abstimmen, wann Sie seinen Platz nutzen dürfen). Wichtig ist, daß der entsprechende Raum möglichst weit von Ihrem Büro entfernt ist. Dann melden Sie sich ab, als ob Sie außer Haus gehen, stellen das Telefon auf Anrufbeantworter oder wie immer Sie Ihre Abwesenheit organisieren. Vor Ihnen liegen zwei, drei Stunden ohne Störung, in denen Sie geradezu Wunder vollbringen können.

Die Bahn als Zweit-Büro

Finden Sie heraus, welche Orte für Ihre Kreativität positiv sind. Bei mir ist es die Eisenbahn. Wenn ich weiß, vor mir liegen vier Stunden Fahrt, ohne Telefon und Leute, die zur Tür hereingucken – dann ist mein Geist frei, um komplizierte Artikel zu lesen oder zu verfassen. Es kann allerdings schiefgehen: Wenn der Zug überfüllt ist und man an ein quasselndes Gegenüber gerät, oder wenn einen Bahnfahren müde macht (manche Leute schlafen nach den ersten Kilometern Geschunkel ein). Aber meist klappt's.

In der Luft

Andere Menschen arbeiten am liebsten im Flugzeug. Die zerrissenen Prozeduren (Einchecken, Warten, Starten, Landen, aufs Gepäck warten) sind allerdings Gift für jede innere Konzentration, und der eigentliche Flug ist innerhalb Europas ja meist ziemlich kurz.

Lieber nicht...

Übrigens: Autofahren (Sie selber am Steuer) ist die uneffektivste Nutzung von Reisezeit, die man sich vorstellen kann. Alle Ideen, das zu ändern (intensives Telefonieren, Diktieren oder gar Lesen) sind lebensgefährlich. Eine Ausnahme ist das Anhören von Cassetten.

Suchen Sie nach weiteren ungenutzten Räumen, die Ihnen die Abschottung von Störungen bieten, die für die kompromißlose Konzentration auf eine Priorität notwendig ist. Sie werden sehen: Schon die Suche nach solchen Orten ist ein kreativer Akt, der sich lohnt.


zum nächsten Artikel

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!
simplify organisiert: Selbstorganisation