Ordnung

Ordnung wie von selbst


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Neue Tricks und Tipps gegen das alltägliche Chaos

„Ein Haus wird durch Weisheit erbaut und durch Verstand befestigt.“ Mit diesem biblischen Motto (Sprüche 24, 3) beginnt die Amerikanerin Mindy Clark ihr Buch mit dem fantastisch klingenden Titel „Das Haus, das sich von selbst aufräumt“. Sie rät, die Wohnumgebung den eigenen Verhaltensweisen und Bedürfnissen anzupassen – und nicht umgekehrt. Hier einige ihrer sympathischen Vorschläge.

Schmutzerei

Problem: Dauernd wird Dreck ins Haus getragen. Vorschlag: Legen Sie 2 Fußmatten aus – eine vor der Haustür, eine dahinter, und zwar große Profischmutzfänger aus dem Baumarkt. Auch wenn die nicht sehr stylisch aussehen – Schmutzkrümel im ganzen Haus sind noch weniger attraktiv.

 

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Bei schlechtem Wetter oder empfindlichen Fußböden stellen Sie um auf „japanisch“: Jeder muss im Flur seine Schuhe ausziehen. Machen Sie das deutlich, indem Sie dort ein Regal aufstellen, in dem stets Platz ist für die Schuhe Ihrer Gäste. Halten Sie dort Pantoffeln in verschiedenen Größen als Hausschuhe bereit. Stellen Sie einen Stuhl daneben zum bequemen Hinsetzen beim Ausziehen.

Problem: Regale wirken immer staubig. Vorschlag: Rücken Sie Bücher und Kisten in einem Regal immer ganz nach vorn, dann kann sich dort weder Staub noch Kleinkram ablagern.

Rumsteher

Problem: In der Garderobe hängen Sachen, die nicht zur Jahreszeit passen. Vorschlag: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Reinigung, wann für welche Kleidungsstücke Rabatte angeboten werden, und notieren Sie sich die Termine im Kalender. Bringen Sie dann die Sachen dorthin, die Sie aktuell nicht brauchen. Die sauberen Stücke werden Sie automatisch nicht wieder in die offene Garderobe hängen, sondern in einen schützenden Schrank, wo beispielsweise die Wintersachen auf ihren Einsatz ab September warten.

Problem: Sammelobjekte nehmen überhand. Vorschlag: Schließen Sie Ihre Sammlung ab. Es gibt kein Gesetz, dass eine Sammelleidenschaft bis in alle Ewigkeit andauern muss. Oder veranstalten Sie wie ein Museum wechselnde Ausstellungen. Bewahren Sie z. B. die Teddybärenkollektion in Kisten auf, während Sie Ihre Sammlung von Porzellanpinguinen in einer Vitrine präsentieren.

Papierflut

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Problem: Überall Zeitungen und Zeitschriften. Vorschlag: Ringen Sie sich zu der überlebenswichtigen Weisheit der Ordnung durch: Nur weil etwas gedruckt und vertrieben wird, müssen Sie es nicht lesen. Nicht einmal, wenn Sie dafür bezahlt haben. Die Zeitung von letzter Woche gehört ins Altpapier, auch wenn Sie keine Zeit hatten, sie zu lesen! Legen Sie außerdem fest, wie viele Exemplare Ihrer Zeitschriften Sie maximal aufheben.

Kinderkram

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Problem: Nach dem Spielen bleiben die Spielsachen auf dem Boden liegen. Vorschlag: Fordern Sie Ihre Kinder nicht nörgelnd auf, ihr Verhalten im Bezug auf Ordnung zu ändern. Sondern fahnden Sie wie ein Detektiv mit den Kindern am Ort des Geschehens gemeinsam nach Lösungen: Wie würde man in einem Haus, das sich von selbst aufräumt, an die Sache herangehen? Was sollten wir ändern, damit diese Gegenstände leicht und fast instinktiv weggeräumt werden? Seien Sie auch für originelle Lösungen offen, z. B. für einen Basketballkorb über dem Abfallkorb im Kinderzimmer: Der motiviert dazu, Müllentsorgung mit einer sportlichen Geschicklichkeitsaufgabe zu verbinden.

Küchenbrennpunkt

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Problem: Die Spüle sieht immer schmutzig aus. Vorschlag: Legen Sie sich eine neue Denkweise zu: Der letzte Teller, der gespült werden muss, ist die Spüle selbst. Klingt am Anfang komisch, führt aber bald zum automatischen Säubern des Spülbeckens nach jedem Abwaschvorgang.

Problem: Selbst wenn Sie aufgeräumt haben, wirkt die Küche unordentlich. Vorschlag: Wahrscheinlich haben zu viele Utensilien ihren festen Platz auf der Arbeitsfläche. Nehmen Sie alles von den Flächen herunter, was dort nicht fest angebracht ist, und bringen Sie es (noch griffbereit) außerhalb der Küche unter.Wenn Sie im Lauf der nächsten Woche etwas verwenden, z. B. den Eierkocher, bringen Sie es in die Küche zurück und lassen es dort. Was Sie nach einer Woche nicht benötigt haben, parken Sie im Unterschrank oder in der Speisekammer.

Durcheinander

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Problem: Sie arbeiten an vielen Projekten gleichzeitig und wollen alle auf Ihrem Schreibtisch haben. Vorschlag: Besorgen Sie sich in einem Fachgeschäft für Restaurantbedarf Tabletts und einen dazu passenden Tablettwagen. Legen Sie jedes Projekt auf einem separaten Bord ab.Wenn Sie an einer Aufgabe arbeiten, ziehen Sie das entsprechende Bord aus dem Wagen und tragen es zu Ihrem Schreibtisch.

Problem: Wenn Sie ein Zimmer betreten, fällt Ihr Blick als Erstes auf das Chaos im Regal oder auf dem Tisch. Vorschlag: Räumen Sie Ihr Zimmer so um, dass in der „Sichtzone“ ein optisch ruhiger Schrank oder eine Sitzgruppe steht. Die potenziell verkruschelt aussehenden Möbel (Schreibtisch, Regal) stellen Sie z. B. hinter der Tür auf. Dadurch wirkt das Zimmer auch angenehmer auf Gäste.

Kleinzeug

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Problem: Schmuck, Schlüssel, Stifte und andere Minigegenstände liegen überall herum. Vorschlag: Mindy Clark glaubt, dass sich die Menschheit in Hakenhasser und Hakenfans einteilen lässt. Wenn Sie zur 1. Kategorie gehören und Dinge ungern aufhängen, hat es überhaupt keinen Sinn, Schlüsselbretter, Schmuckständer etc. anzuschaffen. Besorgen Sie sich Plastikbehälter mit einzelnen Fächern im Bürofachhandel oder Baumarkt für Ihren Schmuck, schöne Körbe oder Schalen für Schlüssel, Becher für Stifte. Grundregel: Kleinkram sollte sich mit einem Griff an seinen endgültigen Bestimmungsort befördern lassen. Also nicht: Schrank öffnen, Kiste herausnehmen, Deckel öffnen, Gegenstand ablegen. Wenn Ordnung zu umständlich ist, macht sie keiner.

Mindy Starns Clark, Das Haus, das sich von selbst aufräumt: Endlich Ordnung in Ihren vier Wänden. R. Brockhaus Verlag,Witten 2008. ISBN-13: 978- 3-417-26228-5. Gebraucht erhältlich.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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