Putzen

Putzen wie bei Muttern?


Auch wenn Staubsauger, Geschirrspüler und Waschmaschine im Haushalt eine Menge Arbeit abnehmen: Ums manuelle Putzen und Reinigen kommt niemand herum. Wir sagen Ihnen, von welchen typischen Putzsitten Sie sich dabei besser verabschieden sollten:

Hauptsache trocken!

Typische Putzsitte: Während es sich herumgesprochen hat, dass Lappen häufig gewaschen werden müssen, werden Bürsten aller Art oft so lange zum Putzen benutzt, bis sie kaputtgehen. Das Problem: Lange bevor die Bürsten Abnutzungserscheinungen zeigen, sind sie schon wahre Bakterienschleudern.

simplify-Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Bürsten nach der Arbeit schnell trocknen. Spendieren Sie Ihrer Spülbürste einen Haken an der Wand. Die Klobürste trocknet besser als im Halter, wenn Sie sie nach Gebrauch ein paar Minuten lang unter dem Klositz so festklemmen, dass sie über der Toilettenschüssel hängt. Trocknen Sie Ihre Zahnbürste nach dem Zähneputzen an einem sauberen Handtuchzipfel ab, bevor Sie sie mit dem Kopf nach oben in den Zahnputzbecher stellen. Wenn Sie ein desinfizierendes Mundwasser benutzen, können Sie damit auch den Bürstenkopf reinigen. Grundsätzlich wichtig: Bad und Küche richtig lüften!

Der Augenschein trügt

Typische Putzsitte: Geputzt werden die großen Flächen – vor allem dort, wo es offensichtlich schmutzig ist. Das Problem: Die fiesen Bakterien, die sich an häufig berührten, kleineren Gegenständen befinden, sind unsichtbar.

simplify-Tipp: Versehen Sie einen leicht angefeuchteten Lappen mit einem milden Reinigungsmittel, und gehen Sie damit vor dem Staubsaugen durch die ganze Wohnung. Widmen Sie sich systematisch all den Stellen, die Sie häufig anfassen: Tür-, Fenster- und Schrankgriffe, Lichtund sonstige Schalter, Drehregler, Computertastatur, Fernbedienungen, Telefonhörer ...

Hausmittel aus dem WWW: nicht unbedingt bewährt

Typische Putzsitte: Haushalts- oder sonstige Foren im Internet haben (angeblich) altbewährten Hausmitteln zu neuer Bekanntheit verholfen. Das Problem: Solche Tipps können nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich sein. Ein Beispiel dafür ist der berühmte Kaffeesatz, der angeblich verstopften Abflüssen vorbeugt, in Wirklichkeit aber eine Verstopfung begünstigt (weil er sich gern mit anderen Ablagerungen verbindet).

simplify-Tipp: Lesen Sie auf Seiten wie frag-mutti.de nicht nur den jeweiligen Tipp, sondern auch die Kommentare dazu, oder googeln Sie den Tipp plus „Erfahrungen“. Sie haben in Ihrem Umfeld einen Chemiker (oder sonstigen Naturwissenschaftler)? Nutzen Sie dessen Kompetenz! Aufgrund seiner Ausbildung wird er zumindest grob einschätzen können, ob Sie von einem Tipp die Finger lassen sollten, es mal versuchen können oder voraussichtlich Erfolg haben werden.

Sprühmittel besser auf Umwegen aufbringen

Typische Putzsitte: Möbelpolitur, Fensterreiniger etc. wird direkt auf die zu reinigende Oberfläche gesprüht. Das Problem: Dadurch riskieren Sie sowohl einen unschönen Reinigungsmittelfilm auf der betreffenden Oberfläche als auch Spritzer auf Wand, Teppich etc.

simplify-Tipp: Sprühen Sie die Flüssigkeit auf das Tuch, das Sie zum Putzen oder Polieren der betreffenden Fläche verwenden. Dann brauchen Sie auch weniger Putzmittel – gut für die Umwelt und Ihren Geldbeutel.

Strahlende Fenster statt strahlender Sonne

Typische Putzsitte: Weil der Dreck dann besonders auffällt, entschließen sich viele Menschen bei Sonnenschein zum Fensterputz. Das Problem: Hinterher sind Schlieren auf dem Glas.

simplify-Tipp: Um das schnelle Antrocknen der Flüssigkeit zu vermeiden, sollten Sie bis zum späten Nachmittag warten oder die Aktion auf einen kühleren Tag mit bedecktem Himmel verschieben. Als „Jetzt gleich oder nie“-Typ leisten Sie sich einen möglichst breiten Abzieher, mit dem Sie die Flüssigkeit flott in ein oder zwei Zügen abstreifen.

Mehr ist nicht besser

Typische Putzsitte: Wasch- und Reinigungsmittel werden gern nach dem Grundsatz „Viel hilft viel“ verwendet. Das Problem: Eine Überdosierung kostet nicht nur mehr, sondern kann sogar zu einem schlechteren Ergebnis führen. Denn übermäßiger Schaum in der Waschmaschine kann die Bewegung der Wäsche dämpfen und dadurch die mechanische Waschwirkung reduzieren (so der Bund der Energieverbraucher, energie verbraucher.de).

simplify-Tipp: Dosieren Sie mit der jeweils passenden Dosierhilfe statt „nach Gefühl“. Faustregel für eine halbe Waschmaschinenladung: zwei Drittel der Dosierung für die ganze Ladung. Nehmen Sie für die kleine Handwäsche empfindlicher Stücke ein extra Handwaschmittel. Denn wenn Sie Maschinenwaschmittel aus der Großpackung nutzen, ist die Gefahr einer versehentlichen Überdosierung besonders groß. Prinzipiell besser als höher zu dosieren: Wäsche vorbehandeln (bei farbechter Wäsche z. B. mit Gallseife) bzw. hartnäckige Schmutzablagerungen, wie sie etwa in der Badewanne auftreten können, mithilfe von Wasser oder einem milden (!) Reinigungsmittel einweichen. 


zum vorherigen Artikel

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!