Putzen

Putztipps für alle Fälle


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simplify-Hilfen für Putzmuffel

Gerade im Frühling scheint Putzen oft „vergebliche Liebesmüh“ zu sein. Kaum sind die Fliesen im Flur gewischt, hinterlassen schon wieder dreckige Schuhe ihre Spuren. Und wenn Sie Pech haben, sind die frisch geputzten Fenster bereits am nächsten Tag über und über mit Blütenstaub bedeckt. Hier einige simplify-Putztipps, inspiriert von der professionellen Putzfrau und Ethnologin Katharina Zaugg.

Sie brauchen weniger, als Sie denken

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Wer Unmengen von Reinigungsmitteln und Putzwerkzeugen besitzt, ist meist ein ausgesprochener Putzmuffel. Denn wer ungern putzt, kauft immer wieder neue Sachen, um sich die Putzerei zu erleichtern. Aber ein Wundermittel gegen die eigene Unlust ist leider nie darunter, im Gegenteil: Ein vollgestopftes Putzregal verstärkt die Unlust noch.

Räumen Sie Ihr Putzregal/Ihren Putzschrank einmal komplett aus, und stellen Sie einen Putzkorb oder -eimer zusammen, der neben Lappen, einem Schwamm und Kleinwerkzeug (z. B. einer alten Zahnbürste) eine beschränkte Zahl an Putzmitteln enthält. Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz beispielsweise empfiehlt, sich auf Allzweckreiniger, Scheuermittel, Zitronensäure und Spiritus (zur Glasreinigung) zu beschränken. Stellen Sie das Übrige zurück ins Regal, und schauen Sie, was Sie im Laufe der Zeit davon noch für „Spezialjobs“ verwenden. Achtung: Putzmittel, die Sie definitiv nicht mehr benutzen, sollten Sie als „Problemmüll“ an der vorgesehenen Stelle (z. B. Wertstoffhof, Giftmobil) entsorgen.

Stellen Sie mittelfristig um auf Öko

Alle Putzmittel belasten die Umwelt. Doch welche das mehr und welche das weniger tun, ist für Sie als Käufer/in nicht leicht zu erkennen. Verlassen Sie sich nicht auf Begriffe wie „ökologisch“ oder „natürlich“ auf der Verpackung. Ein besserer Anhaltspunkt ist ein (auf der Verpackung aufgedrucktes) gutes oder sehr gutes Urteil der Zeitschrift „Ökotest“. „Antibakteriell“ bedeutet dagegen meist: Das Mittel ist unnötig umweltfeindlich. Stark riechende Mittel enthalten in der Regel viele Duftstoffe, die schwer abbaubar sind – machen Sie also ruhig einen „Schnüffeltest“. Auch wenn ein Mittel Ihre Atemwege reizt, sprich: Sie beim Putzen zum Husten bringt, ist das kein gutes Zeichen.

Wozu Putzen überhaupt gut ist

Viele Menschen lassen sich davon frustrieren, dass sie jeden Tag (jede Woche) an immer denselben Stellen Flecken entfernen und den Kampf gegen den Staub aufnehmen müssen. Die Tätigkeit des Saubermachens mag immer dieselbe sein. Aber: Sie bereiten dadurch Ihr Zuhause für das Leben vor, das sich darin immer wieder anders abspielt. Denken Sie beim Putzen daran, wie Sie abends mit Ihrer Familie oder einem Gast im Wohnzimmer sitzen oder welche Pflanzen Sie durch die frisch geputzten Fenster sehen werden.

Wohlfühlprogramm für Ihre Hände

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Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Handwerkszeug gerne in die Hand nehmen. Ist der Stiel von Schrubber oder Besen lang genug? Probieren Sie statt der groben Putzlappen feinere aus Mikrofaser. Putzen Sie mit angenehm warmem Wasser. Entspannen Sie Ihre Arbeitshand, indem Sie zwischendurch mit Ihrer ungeübten Hand putzen.

Wenn Sie mit Gummihandschuhen putzen, waschen Sie sich nicht nur nachher, sondern auch vorher die Hände. Grund: Im feuchten Handschuhinnenklima vermehren sich Keime besonders gut. Wenn Sie Ihre Hände hinterher auch massieren und so die Eigenproduktion der Hautfette stimulieren, kommen Sie möglicherweise sogar ohne Handcreme aus.

Bilden Sie ein Putzteam

Tun Sie sich fürs Fensterputzen (und ähnliche Tätigkeiten) mit einem netten Nachbarn/einer netten Nachbarin zusammen. Erledigen Sie zuerst gemeinsam die Fenster der einen, dann die der anderen Wohnung. Unterhalten Sie sich dabei, und zeigen Sie einander nebenbei Ihre Kniffe („Fürs Nachpolieren nehme ich einfach Zeitungspapier“). Sie werden sehen: Die Arbeit geht Ihnen so viel leichter von der Hand.

Tipp für alle Frauen, die möchten, dass sich ihr Partner stärker an der Putzarbeit beteiligt: Behandeln Sie ihn als gleichberechtigten Teamkollegen, nicht als Mitarbeiter, dem Sie Anweisungen geben.

Wenn Sie putzen lassen

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Nicht nur in Büros, auch in vielen Privathaushalten werkeln Putzfrauen. Oft kommen diese ins Haus, während der Wohnungsinhaber selbst abwesend ist; die Kommunikation läuft über Zettel („Bitte Kühlschrank sauber machen“ – „Bitte Glasreiniger besorgen“). Zeigen Sie Ihre Wertschätzung der Putzarbeit, indem Sie am Vorabend alles aufräumen, was beim Putzen stören würde. (Halten Sie auch Ihre Kinder dazu an!) Optimal ist, wenn Sie zumindest während eines Teils der Putzzeit daheim sind. Manches (z. B. das Absaugen einer Schrankoberseite) lässt sich viel besser erledigen, wenn ein Zweiter für ein paar Minuten zupackt. Sprechen Sie regelmäßig Lob bzw. Dank aus: „Schön, dass Sie den Fleck wegmachen konnten.“

Katharina Zaugg: Wellness beim Putzen. Zaugg Verlag, Basel 2006. ISBN-13: 978- 3952304204. 12 €.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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