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Krisenmanagement im Alltag


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Unerwartete Situationen – und wie Sie die am besten bewältigen

Ein Tag wie jeder andere. Doch mit einem Schlag kann sich das ändern – ob Sie nun Ihr Portmonee vermissen, einen Virus auf Ihrem Rechner haben oder die weiße Wäsche rosa aus der Waschmaschine kommt. Beim Krisenmanagement lautet die Devise: keine Panik, sondern richtig handeln!

Schaden begrenzen

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Sie haben Ihren Geldbeutel verloren. Zuerst: Sperren Sie Ihre ec-Karten direkt bei Ihrer Bank oder – rund um die Uhr – unter der Sperrnummer (01805) 02 10 21 (weitere Telefonnummern unter www.kartensicherheit.de). Halten Sie für die Sperrung Bankleitzahl und Kontonummer bereit und notieren Sie sich den genauen Zeitpunkt Ihres Anrufs. Danach: Erstatten Sie bei Diebstahl Anzeige bei der Polizei. Notieren Sie sich den Zeitpunkt der Anzeige und den Namen des Beamten. War auch Personalausweis oder Reisepass im Geldbeutel, müssen Sie den Verlust bei der Polizei oder der Einwohnermeldebehörde anzeigen. Benachrichtigen Sie außerdem alle anderen Organisationen, deren Karten verloren gegangen sind (Krankenkasse, Bücherei, Fitness-Club usw.). Vorsichtsmaßnahmen: Speichern Sie die Sperrnummer in Ihrem Handy, damit Sie sie auch unterwegs parat haben. Ist Ihr Geldbeutel immer prall gefüllt mit Karten, legen Sie eine Liste davon zu Ihren Unterlagen (am besten gleich mit deren Telefonnummern). So vergessen Sie im Notfall nichts.

Schaden gleich bekämpfen

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Ihre weiße Wäsche kommt rosa aus der Waschmaschine. Zuerst: Lassen Sie die Wäsche nicht trocknen, sondern trennen Sie die ehemals weißen Stücke von der färbenden Wäsche. Waschen Sie die sofort nochmals in der Maschine, rät Wilhelm Scholz vom Unilever Verbraucherservice. Verwenden Sie dazu neben Ihrem Vollwaschmittel einen Entfärber, und wählen Sie die höchstmögliche Temperatur. Ob anschließend ein weiterer Waschgang folgen muss, steht in der Gebrauchsanleitung des Entfärbemittels. Vorsichtsmaßnahme: Verwenden Sie statt 1 großen Schmutzwäschekorbs mehrere Behälter, in die Sie die schmutzige Wäsche bereits vorsortieren. Dadurch verringern Sie die Gefahr, dass ein buntes Stück hineinrutscht. Und halten Sie immer Entfärber vorrätig.

Andere schützen

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Sie haben einen Virus auf Ihrem Computer. Zuerst: Wenn Ihr Rechner auf einmal sehr langsam arbeitet, häufig abstürzt oder andere Auffälligkeiten aufweist, ist er möglicherweise von einem Virus befallen. Kappen Sie sofort Netzwerk- und Internet-Verbindung, damit sich der Virus nicht weiter verbreitet. Danach: Starten Sie Ihre Antiviren-Software. Wenn das Programm einen Virus findet, kann es ihn in der Regel auch killen. Wenn Sie keine solche Software haben, bitten Sie einen Freund, das kostenlose Avira Antivir PE 7 Classic unter www.free-av.de herunterzuladen und auf einem USB-Stick oder CD-ROM zu speichern. Installieren Sie die Software und lassen Sie alle Festplatten scannen. Vorsichtsmaßnahme: Das erwähnte Avira Antivir installieren und vor allem dessen E-Mail-Schutz aktiviert lassen. Das Programm hält sich selbst automatisch up to date.

Hilfe von außen

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Sie haben sich beim Bergsteigen verirrt. Zuerst: Bleiben Sie stehen und lauschen Sie. Möglicherweise hören Sie Menschen oder zumindest Zivilisationsgeräusche (z. B. fahrende Autos), die Sie in die richtige Richtung weisen. Danach: Wenn Ihr Handy ein Netz findet, rufen Sie damit um Hilfe – die europaweite Notrufnummer dafür ist 112. Bleiben Sie danach an einem bestimmten Ort, damit Sie dem Suchtrupp nicht durch Umherlaufen „durch die Lappen“ gehen. Vorsichtsmaßnahmen: Teilen Sie vor der Tour einem anderen mit, wohin Sie gehen. Vereinbaren Sie, dass dieser Sie suchen lässt, wenn Sie sich bis zum nächsten Morgen nicht zurückgemeldet haben. Mit Ihrer Ausrüstung sollten Sie notfalls auch eine Nacht überstehen können: warme, wetterfeste Kleidung, genügend zu trinken und zu essen. Besorgen Sie sich in einem Outdoor-Laden Schutzdecke und Bergsteigerpfeife (3-mal kurz, 3-mal lang, 3-mal kurz usw. = SOS). Das schont Ihre Stimme und Energie, rät Thomas Griesbeck von der Bayerischen Bergwacht.

Abschluss und Neuanfang

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Sie verlieren Ihren Arbeitsplatz. Zuerst: Unterschreiben Sie nichts, sondern lassen Sie sich etwaige Unterlagen schriftlich mit nach Hause geben. Danach: Studieren Sie alles in Ruhe, am besten zusammen mit einem Anwalt oder der gewerkschaftlichen Rechtsberatung. Achten Sie darauf, dass eine Abfindungsvereinbarung so formuliert ist, dass die Arbeitsagentur Ihnen nicht die Leistungen sperrt. Sobald Sie gekündigt worden sind oder einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, melden Sie sich bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur. Schämen Sie sich nicht, sondern lassen Sie möglichst viele Menschen wissen, dass Sie auf Arbeitssuche sind – das erhöht Ihre Chancen auf eine neue Stelle.

Autor: Tiki Küstenmacher


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