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Persönliche Daten sichern


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Wie Sie einem Daten-GAU vorbeugen

Wer in einem Unternehmen einen PC-Arbeitsplatz hat, kann seine kostbaren Anwenderdateien meist recht einfach im Netzwerk sichern. Aber auch auf den meisten privat genutzten Rechnern lagern Schätze, die nicht (oder nicht leicht) wieder beschaffbar sind: digitale Fotos, Kontoauszüge, Korrespondenz mit Behörden, Banken & Versicherungen, Passwörter, Adressen, Listen mit Geschenkideen, Planungen für große Feste ... Und von denen gibt es oft keine Sicherungskopie! Hier Tipps des Computerexperten Michael Oliver Rupp, wie Sie Ihre Schätze auf Dauer schützen.

Backup – Backup – Backup

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Das lässt sich nicht oft genug sagen. Denn die grausame Wahrheit ist: Ohne Sicherungskopie können Sie – etwa durch einen Festplattencrash – schon morgen alles verlieren. Für immer. Erstellen Sie daher 1-mal pro Woche ein Backup Ihrer Daten, am besten gewohnheitsmäßig immer am gleichen Tag.

Welches Speichermedium?

Für Privatanwender bieten sich DVDs, USB-Sticks und externe Festplatten an. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Medien finden Sie in der Tabelle unten.

Ist Speicherplatz im Internet, den manche Anbieter sogar gratis zur Verfügung stellen, eine gute Alternative? Wir meinen: nein. Zwar könnten Sie damit auch von unterwegs auf Ihre Daten zuzugreifen. Aber Sie haben keine Garantie, dass Ihr Anbieter seine Dienste nicht irgendwann (plötzlich) einstellt. Abgesehen davon fühlt sich auch nicht jedermann wohl damit, seine persönlichen Fotos und Dokumente auf dem Server irgendeines Dienstleisters zu wissen.

Fotos: Auf das Format kommt es an

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Das robusteste Speichermedium nützt nichts, wenn die Daten in einem Format gespeichert sind, das mittel- oder langfristig nicht mehr verwendet wird. Bei Office-Dateien ist das kein Problem – verwenden Sie einfach das Standardformat Ihrer Software. Anders verhält es sich mit Fotodateien. Hier sollten Sie JPEG bzw. (wenn Sie Ihre Bilder nachbearbeiten) TIFF wählen. RAW-Fotos sollten Sie ins universelle DNG-Format konvertieren. Grund: Es gibt kein einheitliches RAW-Format, jeder Hersteller verwendet sein eigenes. Sie wissen nicht, welches Format Ihre Fotos haben? Öffnen Sie einen Foto- Ordner im Windows-Explorer – Sie erkennen das Format an der Datei-Endung.

Grundsätzlich gilt: Verzichten Sie darauf, Fotos aus Platzspargründen in ein komprimiertes Format zu konvertieren, denn dabei können wertvolle Bildinformationen unwiederbringlich verloren gehen.

 

Leider nicht für immer und ewig gesichert

Auch Sicherheitsmedien haben eine begrenzte Lebensdauer. Bei externen Festplatten und USB-Sticks beträgt sie, vorsichtig geschätzt, etwa 7 Jahre. Bei DVDs sind es rund 20 Jahre, allerdings drohen bei selbst gebrannten Scheiben schon nach etwa 5 Jahren Datenverluste. Sie müssen also Ihren alten Datenbestand (z. B. die Fotosammlung) alle paar Jahre auf ein neues Medium umkopieren. Wichtig: Dieses Medium sollte dem dann aktuellen Stand der Technik entsprechen und sich an jeden normalen PC anschließen lassen. Denn es könnte durchaus sein, dass heute gebräuchliche Medien in ein paar Jahren so out sind, wie es heutzutage das frühere Standard-Speichermedium Diskette ist.

Übrigens: Während DVDs und USB-Sticks sich durch Gebrauch abnutzen, wächst bei Festplatten mit der Dauer der Nichtbenutzung die Gefahr, dass das Schmiermittel der Lager aushärtet. Faustregel: Schließen Sie eine externe Festplatte mindestens 1-mal im Jahr an.

Mehrfach sichern

Alles, was Sie unter keinen Umständen verlieren möchten, sollten Sie mehrfach sichern. Benutzen Sie dazu verschiedene Medientypen, also etwa eine externe Festplatte und einen USB-Stick. Geben Sie eine der Kopien zur Aufbewahrung einem guten Freund, der in Ihrer Nähe wohnt. Dann sind die Daten auch im Falle eines Einbruchs oder Brandes geschützt – und Sie können im Notfall schnell darauf zugreifen.

Lassen Sie außerdem von den Fotos, die Ihnen am meisten bedeuten, Abzüge machen. Am einfachsten geht das, wenn Sie die Bilder direkt vom PC an einen Online- Fotodienst schicken. Im aktuellen Test der Computerzeitschrift c’t boten Aldi und Lidl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis (aldifotos.de, lidlfotos.de). Wichtige Dokumente sollten Sie auch ausgedruckt aufbewahren.

Speichermedium

Vorteile

Nachteile

USB-Stick

relativ unempfindlich; leicht transportabel

geht leicht verloren; mit großer Speicherkapazität noch sehr teuer

Externe Festplatte

beim Backup schneller als die Konkurrenz; viele Gigabytes für wenig Geld

mechanisch empfindlich (Sturz!)

DVDs

leicht transportabel; gut zu archivieren (z. B. einzeln beschriftbar)

mechanisch empfindlich (Kratzer!); geringe Kapazität pro Scheibe

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl

 

 


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