Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung: Der tägliche Moment der Wahrheit


Wie Sie durch eine einfache Übung glücklicher werden

Persönlichkeitsentwicklung findet im Hier und Jetzt statt. Aber viele Menschen sind mit Ihren Gedanken nicht dort, wo sie sind, sondern längst an anderen Orten namens „Ich sollte eigentlich“, „Was wäre wenn“ oder „Ach wenn doch nur endlich“. Ihre Seele ist einen Großteil der Zeit gar nicht mit der Wirklichkeit beschäftigt, sondern mit Hoffnungen, Ängsten und Phantasien, die einzig und allein in Ihrem Kopf existieren. Zu einem einfacheren und glücklicheren Leben aber finden Sie nur, wenn Sie die Wahrheit des Jetzt entdecken. Die folgenden Übungen können Ihnen dabei helfen, auch und gerade in aussichtslos erscheinenden Situationen.

Alle Maschinen stopp

Schaffen Sie sich jeden Tag einen Moment der Wahrheit. Halten Sie inne. Tun Sie nichts. Schalten Sie für einen Moment alle Gedanken an die Vergangenheit und die Zukunft ab. Keine Vorwürfe, Schuldbekenntnisse oder Oh-hätte-ich-doch-nur-Gedanken nach hinten, keine Sorgen oder Wiegeht- das-bloß-weiter-Szenarios nach vorn. Nur die Gegenwart zählt. Beginnen Sie Ihre Persönlichkeitsentwicklung und stellen Sie sich die folgenden Fragen:

Frage 1: Was fühle ich?

Antworten Sie ohne nachzudenken. Beginnen Sie mit Ihren offensichtlichen körperlichen Empfindungen. „Ich bin müde.“ „Meine Nase juckt.“ Wenn das alles ist, lassen Sie es dabei bewenden. Meist werden weitere Empfindungen folgen, wie die Schichten einer Zwiebelschale. Bleiben Sie stets bei Ihren Gefühlen, bewerten Sie nicht. Der Satz „Ich habe das Gefühl, die SPD ruiniert unser Land“, ist kein echtes Gefühl. Die Sätze „Ich habe Angst und bin wütend“ oder „Mein Vater ist Sozi und ich hasse ihn“ dagegen schon.

Frage 2: Was tut mir weh

Vielleicht gar nichts, vielleicht schmerzt Ihr Rücken oder Ihr Hals. Lassen Sie die Frage langsam in sich absinken, bis sie tiefere Schichten erreicht und Sie Zugang bekommen zu Ihren emotionalen Verletzungen: Traurigkeit, Hass, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit, Schwäche, das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden oder was auch immer. Lassen Sie das Gefühl wachsen, bis Sie ganz davon ausgefüllt sind. Begrüßen Sie es freundlich. Sie müssen nicht länger darum herum reden und es verdrängen. Das ist der Moment der Wahrheit, wie er in dem Gedicht von Rumi beschrieben wird:

Der Mensch ist eine Herberge. Jeden Morgen treffen neue Gäste ein. Eine Begeisterung, eine Depression, eine Gemeinheit, sie kommen unerwartet zu Besuch.
Heiße sie willkommen und unterhalte sie gut! Selbst eine Horde wilder Sorgen, die gröhlend durch dein Haus zieht und dein Inventar kurz und klein schlägt – behandle selbst solche Gäste mit Ehrerbietung. Vielleicht haben sie mit ihrem maßlosen Verhalten Platz geschaffen für ganz neue Freuden.
Den dunklen Gedanken, die Scham, den Zorn, empfange sie lächelnd an deiner Tür und lade sie ein.

3. Frage: Was ist die Schmerzgeschichte?

Das schmerzhafte Gefühl, das Sie nun erfüllt, scheint zunächst aus dem Nichts zu kommen, wie ein unerwarteter Gast. Doch wenn Sie mit Ihrem Besuch ins Gespräch kommen, wird er Ihnen eine längere Geschichte erzählen: „Ich bin so zornig, weil mein Partner mir keinen Platz lässt in seinem Leben. Alles ist angefüllt mit seinen Pflichten, seinem Beruf.“ „Ich bin so traurig, weil die anderen nie auf mich, sondern nur auf meine Leistung schauen.“

4. Frage: Ist meine Geschichte wahr?

„Aber natürlich!“ dürfte Ihre spontane Antwort sein. Doch häufig ist es die Stimme der Illusion, die in dieser Geschichte zu Ihnen spricht. Das Gefühl (Zorn, Trauer), das bei Ihnen zu Besuch ist, ist wirklich. Aber die Geschichte, die es erzählt, ist im Lauf der Zeit oft zu einer Legende angeschwollen.

5. Frage: Gibt es eine bessere Geschichte?

Erzählen Sie probeweise Ihre Geschichte „andersherum“: Dann ist es nicht Ihr Partner, der Ihnen keinen Platz lässt, sondern Sie sind es selbst, der sich einschränkt. Dann sind es nicht die anderen, sondern Sie selbst, der Sie nur nach Ihrer Produktivität beurteilt. Wie hört sich das an? Enthält das nicht auch einen Funken Wahrheit? Meistens ist diese gegenteilige Geschichte nicht nur wahrer, sondern auch hilfreicher, weil Sie dadurch vom Opfer zum Handelnden werden.

Dranbleiben!

Am Anfang wird die Wahrheit nur kurz aufblitzen. Es tut weh, ins Licht zu schauen. Deswegen werden Sie bei Ihrem täglichen Moment der Wahrheit üben müssen, Tag für Tag ein bisschen länger hinzusehen. Der Ausweg aus dem vertrauten Gedankengefängnis macht am Anfang Angst. Aber bald werden Sie sich an den herrlichen Geschmack der Freiheit gewöhnen und mutig hinausgehen. Auch wenn die Wahrheit schmerzlich ist – endlich ist der Weg frei.


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