Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung mit der Glücksformel


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Warum Wutausbrüche ungesund sind und Lächeln dauerhaft fröhlich machen kann

Der aktuelle Bestseller "Die Glücksformel" von Stefan Klein enthält viele interessante Forschungsergebnisse der Glücksforschung. Die praktischen Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung sind in dem Buch leider eher versteckt untergebracht. Wir haben sie für Sie zusammengesucht und in bewährter simplify-Form zusammengefasst.

Konzentrieren Sie sich auf die richtige Hälfte des Glücks

Was ist Glück? Zunächst einmal ein verwirrender Begriff. Weil es bis zum 12. Jahrhundert in der deutschen Sprache kein Wort für eine außergewöhnlich fröhliche Lebensstimmung gab, lieh man sich das Wort aus, das einen erfreulichen Zufall bezeichnet: Glück. Deshalb müssen wir für „Glück haben" und "Glück empfinden" mit einem Wort auskommen. Die Engländer und viele andere Völker unterscheiden hier zwischen "luck" und "happiness" (daher ist es entschuldbar, wenn auch ein Deutscher bisweilen von sich sagt, er sei "happy"). Das bedeutet für Sie: Unterscheiden Sie zwischen kurzzeitigen Glücksfällen (die Ihnen mehr oder weniger ohne Ihr Zutun zustoßen) und Glücklichsein (das Sie sehr wohl beeinflussen können). Das Sprichwort "Jeder ist seines Glückes Schmied" stimmt daher nur zur Hälfte, und somit haben sowohl die Befürworter als auch die Gegner dieses Sprichworts Recht.

Unterscheiden Sie zwischen Emotionen und Gefühlen

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Emotionen sind die automatischen Antworten Ihres Körpers auf äußere Situationen. Manchmal werden Ihnen Ihre Emotionen nicht einmal bewusst (wenn Sie z. B. erröten). Aus der körperlichen Emotion wird ein Gefühl, sobald Ihr Gehirn diese Emotion verarbeitet. Die Gehirnforschung hat nachgewiesen, dass das ein höchst komplexer Vorgang ist. Jede negative Emotion enthält sowohl glückliche als auch unglückliche Aspekte – und jede positive Emotion auch. Das bedeutet für Sie: Ihr Gehirn kann also tatsächlich "das Beste draus machen" – oder alles möglichst schwarz sehen. Unaufhörlich liegen Lust und Schmerz im Wettstreit miteinander, und Sie können Ihr Gehirn auf die Betonung des Angenehmen trainieren.

Trainieren Sie Ihren Glückskörper

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Der Mensch hat von Natur aus eine Vorliebe für Tragik. Traurige oder gefährliche Situationen bewegen uns stärker als angenehme. Verluste tun mehr weh als Gewinne in der gleichen Höhe. Der Grund liegt in der menschlichen Entwicklung: Unsere frühen Vorfahren mussten sich beim leisesten Rascheln im Gebüsch in Sicherheit bringen. Die Bewegung des Davonrennens erzeugte in ihnen dagegen ein Glücksgefühl (damit Sie länger und schneller laufen konnten). Das bedeutet für Sie: Bewegung macht glücklich. Regelmäßige, nicht zu anstrengende körperliche Betätigung erzeugt positive Emotionen. "Glück ist eine Folge von Tätigkeit", wusste schon Aristoteles.

Lernen Sie lächeln

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Die auf viele Menschen befremdlich wirkende Übung, sich selbst im Spiegel zuzulächeln, wurde durch zahlreiche Experimente der Glücksforscher bestätigt. Lächeln bewirkt einen Rückkopplungseffekt auf die Stimmung. Aber es sollte das richtige (so genannte Duchenne-)Lächeln sein. Es gelingt nur, wenn sich Ihr Augenringmuskel zusammenzieht. Er gehört bei über 90 % aller Menschen zum nicht willentlich steuerbaren Nervensystem. Um diesen entscheidenden „Glücksschalter" zu aktivieren, müssen Sie indirekt vorgehen. Das bedeutet für Sie: Ziehen Sie die Mundwinkel nach oben, entspannen Sie die Augenbrauenmuskeln und versuchen Sie, Lachfältchen in den Augenwinkeln zu erzeugen. Wenn Sie das unverkrampft tun und beginnen, über Ihr eigenes Lächeln zu lächeln, haben Sie es geschafft: Der Augenringmuskel meldet gute Laune ans Gehirn. Ein Regelkreislauf kommt in Gang, der Ihnen hilft, das Angenehme Ihrer Situation zu sehen.

Lassen Sie Wut und Ärger nicht "raus"

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Eines hat die Hirnforschung eindeutig geklärt: Es ist nicht hilfreich, negative Emotionen auszuleben. Nach einem Streit Türen zuzuwerfen oder Gläser gegen die Wand zu pfeffern setzt einen klaren nachweisbaren Lerneffekt in Ihrem Gehirn in Gang, der Ihre negativen Reaktionen fest mit der Situation verankert. Beim nächsten falschen Wort Ihres Partners werden Sie wieder Dinge zerstören. Wutanfälle steigern die Wut, Tränenausbrüche treiben tiefer in die Depression. Das bedeutet für Sie: Nehmen Sie Ärger, Zorn und andere negative Emotionen einen Moment lang wahr, schieben Sie sich danach rasch zur Seite und gehen Sie zur Tagesordnung über.

Tun Sie mehr als nur positiv zu denken

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Der umstrittene Begriff des positiven Denkens greift zu kurz, denn unser Gehirn denkt ständig beides: positiv und negativ. Wenn Sie nur versuchen, die (nicht nur für unsere frühen Vorfahren sehr nützlichen) negativen Emotionen nur wegzudrücken, können Sie sich dauerhaften Schaden zufügen.

Das bedeutet für Sie: Wählen Sie eine gesunde Doppelstrategie. Schaffen Sie sich positive Emotionen (etwa durch Bewegung und Lächeln) und nehmen Sie das Unangenehme anders wahr. Sehen Sie das Gute im Schlechten. Dann wachsen in Ihrem Gehirn neue, glücksfördernde Verbindungen. Resultat für Ihre Persönlichkeitsentwicklung: Bei den nächsten Begegnungen mit der gleichen Stress-Situation reagieren Sie zunehmend gelassener.

Mehr zum Thema: Stefan Klein, Die Glücksformel. Fischer Taschenbuch. 12,00 €. ISBN 3-596-51307-3.

Autor: Tiki Küstenmacher


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