Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung mit Ihrem Spürbewusstsein


So finden Sie zu sich und anderen

Soziale Anerkennung, eine erfüllende Partnerschaft, Erfolg im Beruf, körperliche Fitness – all das sind Wünsche, die viele Menschen haben. Doch oft werden aus den Wünschen Ansprüche, die andere erfüllen sollen, oder Leistungen, die man selbst um jeden Preis schaffen muss. Dagegen setzt der Psychoanalytiker und Bestseller-Autor Peter Schellenbaum die Kraft des „Spürbewusstseins“. Lesen Sie,wie Sie damit Ihre Verbundenheit mit sich selbst, Ihrem Partner und anderen Menschen stärken und Ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Lernen Sie, sich selbst zu spüren

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Denn das ist die Voraussetzung von Liebe – nicht nur die Liebe zu einem Partner, sondern auch die zu sich selbst und zum eigenen Leben. Nur wer sich spürt, kann das „Ja“ der Liebe aussprechen. „Sich spüren“ heißt für die Persönlichkeitsentwicklung: zugleich mit der eigenen Person auch das Gegenüber und die Umwelt spüren.

Nehmen Sie sich in Ihrer Ganzheit wahr

Irrtum: „Der Kopf stört, ich muss davon weg und in den Bauch gehen.“ Tatsache ist: Richten Sie Ihr Spürbewusstsein auf Körper, Seele und Geist. Wenn Sie momentan stark „im Kopf“ sind, dann bemühen Sie sich einmal, Ihren Kopf bewusst als Körperteil zu spüren.Vielleicht werden Sie eine Verkrampfung der Kiefermuskulatur bemerken oder einen Druck im Hinterkopf. Welche Gefühle verbinden Sie damit? Auf diese Weise integrieren Sie Ihren Kopf, ohne im Denken zu verharren.

Überforden Sie Ihren Körper nicht

Irrtum: „Ob ich ein gutes Gespür für mich habe, hängt entscheidend davon ab, dass ich körperlich fit bin.“ Besser: Fitness und Spürbewusstsein haben wenig miteinander zu tun. Stark leistungsbetontes Fitnesstraining, verbunden mit einem Kult ums Jungbleiben, steht Ihrem Spürbewusstsein und Ihrer Persönlichkeitsentwicklung sogar entgegen. Eine spürbewusste Haltung lässt Sie den Lebensfluss und damit auch Ihre Vergänglichkeit bejahen.

Spüren Sie Ihre Lebendigkeit

Irrtum: „Wenn mir der Schwung fehlt, bin ich nicht richtig lebendig.“ Tatsache ist: Auch in regenerativen oder dunklen Phasen sind Sie lebendig – wie ein Garten im Winter. Achten Sie gerade in diesen Zeiten auf die kleinen Zeichen Ihrer Lebendigkeit, die zaghafte Hoffnung oder den bohrenden Schmerz. Wenn Sie diese wahrnehmen, ohne sie als weniger wertvoll abzuqualifizieren, werden Sie auch leichter wieder zu neuen Ufern aufbrechen.

Die Verbundenheit in der Partnerschaft

Irrtum: „In der Partnerschaft geht das meiste automatisch.“ Tatsache ist: Ihre Partnerschaft wird davon profitieren, wenn Sie bewusst diese 3 Schritte befolgen: 1. Spüren Sie sich selbst. 2. Nehmen Sie sich Zeit, den anderen intensiv wahrzunehmen. 3. Sprechen Sie miteinander über Ihre Gefühle und Körperempfindungen. Wenn Sie dann feststellen, dass Sie sich in manchen Gefühlen einig sind, wird Sie diese Verbun- denheit besonders glücklich machen.

Ziehen Sie den Kreis weiter

Irrtum: „Verbundenheit kann ich nur mit ganz wenigen Menschen spüren.“ Tatsache ist: Sie können Ihre Grenzen überschreiten, sodass Ihnen immer mehr unterschiedliche Menschen vertraut werden. Speziell wenn Sie in einer intensiven Partnerschaft leben: Igeln Sie sich nicht ein, sondern durchschreiten Sie das Tor zur Verbundenheit mit der Welt. Dann wird Ihnen auch die Verbundenheit mit Ihrem Partner neu geschenkt.

In seinem erstmals 1984 erschienenen Werk „Das Nein in der Liebe“ hat sich Peter Schellenbaum mit der Problematik von Abgrenzung und Hingabe in der erotischen Beziehung befasst. In „Ja aus Liebe“ nimmt Schellenbaum den Faden wieder auf und plädiert für ein Ja, das sich dem totalen Nein entgegensetzen lässt. Peter Schellenbaum: Ja aus Liebe. Hingabe, die Grenzen sprengt. Im Gespräch mit Ingeborg Szöllösi. Kösel Verlag. München 2004. ISBN 3-466-36652-6. gebraucht erhältlich.


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