Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung: Trainieren Sie Ihre Herzintelligenz!


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Warum ein Lächeln oder ein Waldspaziergang so gesund ist

Viele positive Reaktionen gab es auf unseren Artikel zur Persönlichkeitsentwicklung „Die Herzintelligenz-Methode". „Ja, bei wichtigen Entscheidungen in meinem Leben habe ich mich schon immer auf das Gefühl in meinem Brustraum verlassen. Das war stets richtiger als das, was gleichzeitig in meinem Kopf ablief", schrieb eine Leserin.

Der in München lebende Qi-Gong-Meister Li Zhi-Chang bestätigt viele Erkenntnisse des Herzintelligenz-Forschers Doc Childre, und er steuert Übungen dazu bei, die sich in China seit Jahrhunderten bewährt haben.

Gesundheit ist Einklang mit dem Herzen

Unser Herz pumpt nicht nur Blut durch den Körper, sondern auch Lebensenergie, in der chinesischen Tradition „Chi" (oder Qi) genannt. In der westlichen Medizin entspricht dem ungefähr der Begriff „Allgemeinempfinden": Wenn man krank ist, wird das Chi schwächer. Wenn das Herz in optimalem Einklang mit den anderen Organen ist und mächtig Chi pumpt, fühlt man sich froh und stark. Chi ist Sex, Energie, Leben.

Das Herz besiegt den Körper

In Wettbewerbssituationen, so Meister Li Zhi-Chang, kommt es in erster Linie auf diese Lebensenergie an. Es siegt nicht unbedingt der Stärkere oder der technisch Bessere, sondern der, dessen Herz in Einklang ist mit sich selbst. Dem jungen Boris Becker bescheinigt Li Zhi-Chang ein sensationelles Chi. Auch in der Industrie bekommt häufig nicht der den Zuschlag, der das bessere Produkt oder den besseren Preis bietet, sondern wer den Verhandlungspartner durch seine Herzensenergie beeindruckt.

Häufig spürt der zukünftige Sieger diese Energie in sich selbst und kann mit traumtänzerischer Sicherheit in den Wettbewerb gehen. Er weiß, dass er gewinnt, und diese Gewissheit spüren auch seine Gegner. Solche Lockerheit ist auch die entscheidende Voraussetzung für das gute Fließen von Lebensenergie - sobald man sich verkrampft, wird der Fluss gestört. Wie aber kann man durch Persönlichkeitsentwicklung ein gutes Herz bekommen? Hier 5 von 100 Wegen:

Übung 1: Baumenergie

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Schon die Wikinger umarmten ihre Bäume, und bei den tibetischen Mönchen ist es auch heute noch üblich. Damit bekommen Sie Kontakt mit der Energie eines sehr großen Lebewesens. Besonders wirksam sind Buchen, Linden und Platanen.

Stellen Sie sich entspannt mit ausgebreiteten Armen nah vor einen Baum, und spüren Sie seine Stärke und Kraft. Stellen Sie sich vor, der Baum sei ein Magnet. Nach ein paar Minuten fühlen Sie, wie der Baum Sie anzieht. Geben Sie diesem Gefühl langsam nach. Nehmen Sie sich Zeit; es dauert eine Weile, bis sich Ihr Herz auf den langsamen Energiefluss einer Pflanze einstellen kann.

Damit wird klar, warum sich viele Menschen bei einem Spaziergang durch den Wald so gut fühlen. Warum unter großen Bäumen oft eine Bank zum Verweilen einlädt. Warum Kinder gern auf Bäume steigen.

Übung 2: In den Baum schauen

Wenn Sie schon dabei sind und Ihnen niemand verwundert zuschaut: Legen Sie die Stirn auf die Rinde, als ob Sie mit dem Baum zusammenwachsen. Versuchen Sie, tief in den Baum zu schauen, als ob Sie auf der Stirn ein drittes Auge hätten. Ein Gefühl der Ruhe durchströmt Sie, ein wunderbarer
Energieaustausch, der Ihren Körper und Ihren Geist erfrischt.  

Übung 3: Ärger wegdrücken

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Ein gutes Mittel, um sich vor wichtigen Terminen fit zu machen: Stützen Sie sich mit den Händen an einer Wand ab. Stellen Sie den Körper schräg, als wollten Sie einen Liegestütz im Stehen machen. Recken Sie den Hals, und bewegen Sie den Kopf kräftig nach links und rechts. Das macht Ihre Wirbelsäule gerade und stärkt Ihre innere geistige Kraft für eine erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung.

Übung 4: Machen Sie's wie Clint Eastwood

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Stellen Sie sich fest und leicht breitbeinig auf den Boden, als ob Sie 9 Meter tief in der Erde verwurzelt wären. Stehen Sie gerade und strecken Sie sich nach oben, als ob Ihr Kopf den Himmel berührt. Heben Sie beide Arme, und formen Sie aus Zeige- und Mittelfinger 2 Pistolen. Entspannen Sie sich, atmen Sie durch alle Poren Ihrer Haut Kraft ein, und schießen Sie beim Ausatmen über die „Revolverspitzen" alle schädliche Energie aus Ihrem Körper. Das reinigt und erfrischt.

Übung 5: Herzenslächeln

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Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl oder auf die Erde. Lassen Sie die Hände mit den geöffneten Handflächen nach oben auf den Knien ruhen. Schließen Sie die Augen bis auf einen schmalen Spalt. Stellen Sie sich vor, dass ein geliebter Mensch Ihnen gegenübersitzt und Sie freundlich ansieht. Lächeln Sie zurück, ganz gelassen und befreit. Spüren Sie, wie dieses Lächeln nach innen zieht, wie Sie sich selbst freundlich ansehen und wie sich dieses Gefühl von Ihrem Mund aus durch den ganzen Körper ausbreitet. Stellen Sie sich vor, dass Sie dabei aussehen wie ein Engel.

Zum Weiterlesen: Li Zhi-Chang, Mit dem Herzen lächeln. 100 Wege, um 100 Jahre alt zu werden. Heyne Verlag, München 2001, 9,95 €. ISBN 3-453-16540-3

Zu den Übungen auf dieser Seite:

Ist das esoterisch?

Begriffe wie „Chi" wirken auf manche Menschen beunruhigend. Übernimmt man dabei nicht automatisch auch deren religiösen Hintergrund? Wir sind überzeugt, dass sich Einsichten aus anderen Kulturen als Einzelelemente übernehmen lassen, wenn man sich der Problematik bewusst ist und vorsichtig damit umgeht.

Wir stellen Ihnen Techniken vor, die wir selbst ausprobiert haben. Die meisten davon finden sich in ähnlicher Form auch in unserer abendländischen Tradition; nur gibt es dort manchmal nicht so treffende Begriffe. Das chinesische „Chi" etwa ist präziser als „Lebenskraft" oder unser vielschichtiges Wort „Geist".

„Esoterisch" heißt „außen liegend", „für Nichteingeweihte unzugänglich". Wir meinen: „Esoterisch" handelt, wer die Herkunft eines Gedankens verschleiert. Wer aus einer hilfreichen und bewährten Technik ein Geheimnis macht und anderen damit die Hilfe verweigert. Jede Religion, auch die christliche, hat esoterische Anteile. Ein Gottesdienst mit Texten und Gesängen, die ein zufällig Hereinkommender nicht versteht, ist esoterisch - das steht schon in der Bibel (1. Korinther 14).


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