Persönlichkeitsentwicklung

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Sich weiterbilden und weiterkommen

Wer beruflich nicht aufs Abstellgleis geraten will, muss sich weiterbilden. Doch gerade daran wird in Unternehmen derzeit gern gespart. Lesen Sie, wie Sie auf dem großen Fortbildungsmarkt das Passende für sich finden und wie Sie Ihren Chef davon überzeugen.

Ihr Top-Argument: Der Unternehmensnutzen

Sagen Sie Ihrem Chef konkret, welche Fortbildung Sie besuchen möchten und was Sie davon erwarten. Stellen Sie dabei den Nutzen für das Unternehmen heraus. Beispiel: Nach der Computerschulung werden Sie effizienter arbeiten und dadurch zeitliche Ressourcen für neue Aufgaben haben.

Falls Ihr Chef nicht gleich zustimmt

  • Halten Sie eine kleinere Alternative in petto: „Wenn die Abteilung mich derzeit nicht eine ganze Woche lang entbehren kann, wäre auch das 2-Tage- Seminar XYZ eine gute Möglichkeit.“ Eine preisgünstige, zeitlich flexible Alternative zu Vor-Ort-Seminaren, die aus den USA kommt: Online-Seminare (Google: „Online-Seminare“).
  • Schlagen Sie Ihrem Chef vor, dass Sie die Ergebnisse der Schulung zusammenfassen und Ihren Kollegen in Kurzform präsentieren werden. Nach dem Motto: Schulung für mich = Schulung für alle!
  • Zeigen Sie, wie wichtig die Fortbildung für Sie ist. Etwa indem Sie anbieten, dass Sie die Schulung zahlen, wenn Ihre Firma Ihnen dafür frei gibt (oder umgekehrt).

Welche Rolle Ihr Alter spielt

Sie sind ein jüngerer Mitarbeiter? Speziell wenn Sie eine sehr umfangreiche Fortbildung machen möchten, hat Ihr Arbeitgeber möglicherweise Bedenken, Sie könnten sich danach wegbewerben. Eine Möglichkeit: Bieten Sie an, sich vertraglich für eine bestimmte Dauer (z. B. 5 Jahre) an das Unternehmen zu binden.

Sie sind ein altgedienter Mitarbeiter? Möglicherweise werden jüngere Mitarbeiter bevorzugt auf Schulungen geschickt. Führen Sie Ihrem Chef vor Augen, dass sich die Investition in Sie lohnt: Sagen Sie ihm, wie viele Berufsjahre Sie noch vor sich haben.

Die richtige Fortbildung für Sie

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Treffen Sie Ihre Wahl nicht nur nach dem angebotenen Inhalt. Informieren Sie sich – möglichst bei verschiedenen Anbietern: Gibt es schriftliche Unterlagen? Welche Methoden werden angewendet? Wie ist die technische Ausstattung? Wie viele Teilnehmer maximal? Je weniger, desto besser – das gilt besonders für Kurse, in denen das Üben im Vordergrund steht.Welche Referenzen bietet der Fortbilder (siehe Internet)? Achtung: Nicht jedes Zertifikat ist etwas wert. Leider gibt es keine neutrale Stelle, bei der sich herausfinden ließe, welche Zertifikate allgemein anerkannt sind. Fragen Sie in Ihrer Personalabteilung, bei Berufsverbänden, Kammern oder auch in Ministerien bzw. beim Arbeitsamt.

Denken Sie auch an Ihre berufliche Zukunft. Sehen Sie sich im Branchenblatt bzw. in der Tageszeitung die für Sie interessanten Stellenanzeigen an: Welche Zusatzqualifikationen sind hier gefragt, die Sie (noch) nicht haben? Übrigens: Bei Bewerbungen sollten Sie im Lebenslauf nur Fortbildungen angeben, die für die jeweilige Stelle relevant sind. Lassen Sie auch diejenigen Kurse weg, in denen Sie Kenntnisse erworben haben, die heute selbstverständlich sind (z. B. Computerkurse für Standard- Software, wenn Sie einen Schreibtischberuf haben).

Selbsteinschätzung plus Fremdeinschätzung

Speziell für Sprach- und Computerschulungen sehr wichtig: der richtige Level. Eine falsche Selbsteinschätzung ist, so die Erfahrung von Sandra Krust von der Frauen-Computer-Schule in München (FCS; fcs-m.de), der häufigste Grund für spätere Unzufriedenheit mit einem Kurs. Bitten Sie daher Kollegen oder Freunde, die einen guten Eindruck von Ihren Kenntnissen haben, um ein ehrliches Urteil. Und nutzen Sie die Einstufungstests, die manche Fortbildungseinrichtungen anbieten. Bei der FCS beispielsweise können Sie mit einer ausführlichen kostenlosen Lernberatung klären, welcher Kurs der beste für Sie ist. Ihr Anbieter sieht nichts dergleichen vor? Fordern Sie Beratung ein – etwa durch ein Vorab-Gespräch mit dem Kursleiter.

Sie merken bald nach Kursbeginn, dass Sie über- oder unterfordert sind? Sitzen Sie nicht Ihre Zeit ab, sondern erkundigen Sie sich, ob Sie den Kurs wechseln können.

Mehr als Bildung

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Externe Seminare sind eine gute Chance, über den Tellerrand der eigenen Firma hinauszusehen und Netzwerke zu knüpfen. Besonders wenn Sie keine direkten Kollegen haben, sollten Sie einen Kurs mit Übernachtung wählen: Von den abendlichen Gesprächen mit anderen Teilnehmern werden Sie mindestens genauso stark profitieren wie von der Schulung selbst.

Nach dem Kurs

Nutzen Sie die Möglichkeit zu einem schriftlichen Feedback, wie sie für gute Seminarveranstalter Standard ist.Werden Sie am Kursende mit Eigenlob wie „Ich bin sicher, Sie haben alle sehr profitiert ...“ hinauskomplimentiert, sollten Sie nicht vor einem Kritikbrief zurückscheuen.

Füllen Sie auch firmeninterne Feedback- Bögen ehrlich aus. Vielleicht haben Sie dadurch bei Ihrem nächsten Antrag auf Schulung mit Vorbehalten zu kämpfen („Bringt doch eh nichts“). Doch wenn Sie der Plaudertasche, die das Seminar leitete, eine „1“ geben, müssen womöglich noch weitere Kollegen dieselbe Schulung erdulden. 

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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