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Denken wie ein Genie


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Schauen Sie ab von den großen Denkern

Auch wenn Sie kein Genie sind, können Sie die Strategien benutzen, die einst Aristoteles und Einstein wählten, um auf kreative Lösungen zu kommen. Lassen Sie sich von den folgenden Techniken zu eigenen Geistesblitzen ermutigen.

1. Neue Blickwinkel suchen

 Betrachten Sie Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln, und das ist wörtlich zu nehmen. Erfinden Sie Herangehensweisen, die kein anderer zuvor vertreten (oder veröffentlicht) hat. Isaac Newton kam auf die Idee der Schwerkraft, als er unter einem Apfelbaum lag. Vielleicht eine Legende über ein wahres Genie, aber eine mit Tiefsinn: Raus aus dem Studierzimmer, hin zur Natur, das ist wirkliche Natur-Wissenschaft!

2. Darstellung variieren

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Wenn Einstein ein Problem lösen wollte, formulierte er es in möglichst vielen Varianten: als Diagramm, als Liste, Zeichnung, Formel, Erzählung, Musikstück oder Theaterszene. Er war überzeugt, dass Worte und Zahlen als solche keine bedeutende Rolle im Denkprozess spielen.

3. Drauflos produzieren

Thomas Edison hielt 1.093 Patente. Er produzierte ständig, ohne Rücksicht auf die vielen Bedenkenträger, von denen auch er umgeben war. Natürlich entstand dabei viel Unsinn, aber eben auch Welterfolge wie Glühbirne, Diktiergerät und Kleinbildfilm. Eine Studie der Universität von Kalifornien unter Leitung von Dean Simonton ergab, dass alle berühmten Wissenschaftler und Genies nicht nur exzellente Arbeiten veröffentlichten, sondern ebenso jede Menge Drittklassiges. Haben Sie keine Angst, auf dem Weg zur Perfektion auch Unperfektes zu erarbeiten.

4. Unvereinbares kombinieren

Entdecken Sie neuartige Kombinationen! Kombinieren Sie Ideen, Eindrücke und Gedanken in verschiedenen Varianten, auch wenn Ihnen die noch so unsinnig oder abwegig erscheinen. Die Vererbungslehre, auf der die moderne Gentechnik basiert, wurde ins Leben gerufen von Gregor Mendel, einem Mönch aus Österreich. Er entwickelte seine neue Wissenschaft, indem er Biologie und Mathematik kombinierte, damals 2 völlig unterschiedliche Gebiete.

5. Entsprechungen finden

Aristoteles war der Ansicht, dass Metaphern ein Anzeichen von Genialität seien. Metapher heißt „hinüberfahren“. Folgen Sie Ihrem Gespür, dass Ihr Problem eine Entsprechung hat mit einer Ihrer Beobachtungen auf einem ganz anderen Gebiet. Leonardo da Vinci spürte, dass es eine Beziehung gäbe zwischen dem Klang einer Glocke und einem auf eine Wasseroberfläche fallenden Stein. Das führte ihn zu der Entdeckung, dass sich Klänge wellenartig ausbreiten.

6. Gegensätze bilden

 „Fac differentam“ (mache einen Unterschied) war ein wichtiger Grundsatz der scholastischen Philosophie des Mittelalters. Sie kommen auf neue Lösungen, wenn Sie scheinbar Identisches hinterfragen und in Gegensatzpaare auflösen. Der Physiker Niels Bohr glaubte, dass sich der Geist durch das Denken von Gegensätzen weiterentwickelt. Bohr wagte es, als einer der ersten, Licht (das man bis dahin nur als Welle sah) auch als Teilchen zu verstehen. Das führte ihn zu seinem revolutionären Atommodell.

7. Zufälle einbeziehen

Wenn ein Versuch fehlschlägt, tendieren wir dazu aufzugeben und etwas Neues zu beginnen. Sehen Sie Fehlschläge als „kreative Unfälle“. Versagen kann äußerst hilfreich sein, wenn Sie für Unerwartetes offen bleiben. Alexander Fleming ärgerte sich zunächst über die Verunreinigungen seiner Bakterienkulturen durch den Schimmelpilz penicillium notatum. Aber dann erkannte er die enormen medizinischen Eigenschaften dieses „Penicillins“. Wilhelm Röntgen experimentierte mit neuen Beschichtungen von Kathodenstrahlröhren und stolperte dabei über die bis dahin völlig unbekannte „X-Strahlung“. Ein Betriebsunfall in einem Labor des Chemiekonzerns DuPont (und nicht die Weltraumfahrt!) führte 1938 zur Entdeckung von Teflon.

Viele Anregungen für die Förderung Ihrer Kreativität finden Sie (auf Englisch) bei www.newhorizons.org


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