Lerntypen

Gedächtnis-Lerntechniken für alle Lerntypen


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So merken Sie sich, was Ihnen wichtig ist

Fällt es Ihnen schwer, Namen, Telefonnummern oder Dinge im Kopf zu behalten, die Sie noch erledigen möchten? Dann können Sie von den Tipps des US-amerikanischen Gedächtnis- Virtuosen und Buchautors Scott Hagwood profitieren. Er selbst hat sein Erinnerungsvermögen durch regelmäßige Übungen trotz schwerer Krankheit zur Meisterschaft gebracht und im Jahr 2001 die „US Memory Championships“ gewonnen.

„Meine Nummer ist 76889“

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Jemand nennt Ihnen eine wichtige Telefonnummer, Sie haben aber nichts zu schreiben dabei. simplify-Lösung: Sie wiederholen die Nummer laut und deutlich. Der Akt des Sprechens und der Klang Ihrer eigenen Stimme, die die Ziffern ausspricht, steigern die Gedächtnisleistung Ihres Gehirns. Je langsamer Sie dabei sprechen, desto größer der Effekt. Es ist viel wirkungsvoller, die Nummer 2-mal langsam zu wiederholen als 12-mal schnell. Für akustische Lerntypen eignet sich diese Übung besonders gut.

„Irgendwas mit B...“

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Der Vorname des Ehemanns Ihrer Freundin liegt Ihnen auf der Zunge... Aber er fällt Ihnen nicht ein. Je mehr Sie sich darauf konzentrieren, desto schwieriger wird’s. simplify-Lösung: Atmen Sie zur Entspannung zunächst 2-mal tief durch. Dann stellen Sie sich den Namen Ihrer Freundin geschrieben vor und rufen sich bildlich das letzte Treffen mit ihr in Erinnerung, dazu ihr Wohnzimmer, ihren Hund, ihr Auto etc. Oft löst sich so der Knoten. Wenn nicht, lenken Sie sich vorübergehend durch ein anderes Thema ab (z. B. was Sie heute Abend essen werden). Wenn das nichts hilft, bleibt der Traum-Trick: Sagen Sie Ihrem Gehirn beim Einschlafen, dass es in der Nacht den Namen suchen soll. Das klappt oft! Assoziative und visuelle Lerntypen erinnern sich so besonders gut.

„Plötzlich war alles weg“

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Sie verbringen Stunden damit, sich auf eine Prüfung oder eine Präsentation vorzubereiten. Doch schon 1 Tag später scheinen wichtige Informationen wie weggeblasen. simplify-Lösung: Crash-Sitzungen auf den letzten Drücker bringen nichts. Ihr Gehirn braucht Zeit, um all die Informationen zu verdauen. Machen Sie spätestens nach 50 Minuten 10 Minuten Pause und lassen Sie das Gelernte Revue passieren. Beherzigen Sie die „Einerregel“: Wiederholen Sie Ihren Stoff nach 1 Stunde, nach 1 Tag, nach 1 Woche, nach 1 Monat. Damit verankern Sie ihn sicher in Ihrem Langzeitgedächtnis.

Wenn es aber nun doch nicht anders ging: Lesen Sie nicht bis zur letzten Minute vor der Prüfung in Ihren Listen und Büchern, sondern nutzen Sie den Vorabend und am besten auch noch die Stunde direkt davor, um mit jemandem über Ihr Gelerntes zu sprechen. So rutscht das (oft recht verkrampft) gespeicherte Wissen in den aktiven „Alltags“-Teil Ihres Gedächtnisses.

„Ich wollte doch ...“

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Sie befürchten, im Laufe des Tages etwas zu vergessen, das Sie auf jeden Fall noch erledigen möchten. simplify-Lösung: Schaffen Sie sich kleine Erinnerungshelfer. Wenn Sie die Wäsche aus der Maschine holen wollen, bevor Sie die Wohnung verlassen, hängen Sie ein Wäschestück an die Türklinke. Wenn Sie noch Bücher in der Bibliothek abgeben müssen, stecken Sie Ihren Leseausweis hochkant in Ihre Brieftasche, sodass er herausguckt. Solche Tricks funktionieren bei allen Lerntypen.

„Meine PIN hat irgendwo 06 ...“

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Sie vergessen Zifferncodes, etwa den Ihrer EC-Karte oder Ihres Reisekoffers. simplify-Lösung: Ihr Gehirn springt besser auf Bilder an als auf abstrakte Informationen. Verbinden Sie die schnöden Zahlen mit Bildern, die Ihnen etwas bedeuten. Ist 0613 Ihre Geheimnummer, dann sehen Sie 06 als Jahr der Fußball-WM in Deutschland und die „Wilde 13“, die Jim Knopf in dem unvergesslichen Kinderbuch besiegt. Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge die Wilde 13 dann auf WM-Rasen kicken – dieses Bild ist merkbar.

„Das ist Frau Telflon ...“

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Sie möchten sich bei einer Sitzung die Namen von 10 Menschen merken. simplify-Lösung: Probieren Sie die Zimmermethode. Dabei kombinieren Sie die guten Fähigkeiten Ihres Gehirns für vertraute Orte und lustige Bilder. Platzieren Sie Namen-Eselsbrücken an Plätzen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro. Beispiel: Frau Telflon sitzt am Schreibtisch und telefoniert („tefloniert“), Herr Heinze steht an der Eingangstür (als Heinzelmännchen) usw. Verwenden Sie Ihr Büro für berufliche Kontakte, das Kinderzimmer für Elternbekanntschaften, das Wohnzimmer für Freunde etc. Dann fällt es Ihnen leichter, die Sphären auseinander zu halten.

 

Um herauszufinden, zu welchem Lerntyp Sie gehören, sollten Sie einfach unseren Lerntyp-Test machen. So können Sie die verschiedenen Lern- und Gedächtnis-Situationen in der Zukunft den besonderen Fähigkeiten Ihres Gehirns anpassen!

 


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