Lerntypen

Gedächtnis und Vergesslichkeit


Wie Ihre grauen Zellen bis ins hohe Alter gesund bleiben

Wie oft verlegen Sie Ihre Schlüssel oder suchen Ihre Brille? Oder laufen in ein Zimmer, und dann fällt Ihnen nicht mehr ein, was Sie dort wollten? Keine Angst, mit Ihrer Geisteskraft geht es nicht automatisch bergab. Neue Studien belegen, dass Gehirnzellen nicht nur zur Jugendzeit, sondern auch noch später im Leben wachsen: Dank der so genannten Neurogenese entstehen täglich neue Hirnzellen. Hier 6 wirksame Übungen, die diesen Vorgang fördern und Sie vor zunehmender Vergesslichkeit schützen.

1. Hände vertauschen

Die meisten Menschen verlassen sich im Alltag auf ihre stärkere Hand. Dabei könnten sie ihre Großhirnrinde leicht stimulieren, indem sie der „schwächeren“ Hand öfter den Vorzug geben.

simplify-Tipp: Putzen Sie sich als Rechtshänder regelmäßig die Zähne mit links. Auch Haarekämmen oder Brotschneiden mit der ungewohnten Hand ist eine gute Übung für's Gedächtnis. Versuchen Sie ab und zu, mit der „anderen“ Hand zu schreiben. Sie entwickeln damit neue, bislang wenig genutzte Zellen im Sprachzentrum Ihres Gehirns.Und steigern nicht zuletzt Ihre Genesungschancen nach einem Schlaganfall.

2. Ein Sinn „schläft“

 

Sie kennen das Phänomen: Blinde Menschen haben oft ein hervorragendes Gehör, Gehörlose können Schallwellen erspüren. Sobald ein Sinn ausfällt, werden die übrigen Sinne stärker beansprucht und entwickeln sich. Machen Sie sich dieses Wissen zu Nutze, indem Sie ab und zu einem Ihrer Sinne eine Pause gönnen.

simplify-Tipp: Ziehen Sie sich morgens einmal mit geschlossenen Augen an. Es geht. Ertasten Sie den richtigen Schlüssel mit der Hand, oder hören Sie, woher die Schritte kommen, bevor Sie sich umschauen. Umgekehrt versuchen Sie für einige Minuten, dem Fernsehfilm ohne Ton zu folgen. Spielen Sie mit anderen ein Duft-Quiz mit mehreren Parfümsorten.

3. Kleine Veränderungen

Indem Sie Ihre tägliche Routine nur ein wenig verändern, aktivieren Sie Ihr Gehirn.

simplify-Tipp: Lassen Sie beim Fernsehen einmal Ihren Lieblingssessel stehen und setzen Sie sich auf einen anderen Platz. Stellen Sie ab und zu die Möbel um, oder organisieren Sie Ihren Schreibtisch neu. Probieren Sie einen anderen Weg zur Arbeit aus. Gehen Sie Ihre Supermarkt-Runde anders herum. Oder tauschen Sie Frühstück und Abendessen.

4. Neue Hobbys

Während Sie lernen, bildet Ihr Gehirn neue Nervenverbindungen aus. Suchen Sie sich daher ein Hobby, das Sie herausfordert und Ihnen neue Fähigkeiten abverlangt. Ihre Freizeitbeschäftigung sollte einen wirklichen Gegenpol zu Ihrem Alltag bilden.

simplify-Tipp: Wenn Sie viel mit rationalen Inhalten zu tun haben, beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit mit bildhaften, ganzheitlichen Hobbys wie Malen, Gärtnern oder Tanzen. Wenn Sie im Alltag viel handwerklich arbeiten: Lesen Sie oder lernen Sie eine Fremdsprache. Die beste Prävention gegen die Alzheimersche Krankheit ist qualifizierte Arbeit mit den Fingern: ein Musikinstrument lernen, stricken, sticken, feine Bastelarbeiten.

5. Gesellschaft suchen

Kontakt und Gespräche mit anderen Menschen sind die beste Übung fürs Gehirn. Dabei nutzen Sie alle Sinne, reagieren und denken schnell und pflegen Ihre Sprachkraft. Ganz abgesehen davon, dass ein reges Sozialleben Ihrer Psyche und Ihrer körperlichen Gesundheit gut tut.

simplify-Tipp: Rufen Sie Freunde regelmäßig an. Beginnen Sie ein kurzes Gespräch mit dem Kassierer im Supermarkt. Nutzen Sie öfter den Bankschalter, auch wenn Sie Ihre Transaktion am Automaten erledigen könnten. Suchen Sie anspruchsvolleren Kontakt. Schließen Sie sich einem Lesezirkel an, besuchen Sie einen Hauskreis Ihrer Kirchengemeinde oder arrangieren Sie Poker-, Bridge- oder Skatabende – alles, was Ihr Gehirn anregt.

6. Auslauf

Bewegung fördert die Produktion neuer Gehirnzellen.

simplify-Tipp: Erledigen Sie so viele Besorgungen wie möglich zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Sie bekommen dabei mehr Eindrücke von Ihrer Umwelt und tun etwas für Ihren Körper.Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto unterwegs sind, steigen Sie eine Station früher aus oder stellen Sie Ihr Auto etwas weiter weg vom Zielort ab.


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