Lerntypen

Lerntechniken: Übungen zur englischen Grammatik


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So vermeiden Sie peinliche Zeitfehler beim Englischreden

„Gestern ging ich essen“ oder „ Gestern bin ich essen gegangen“ – der Unterschied ist im Deutschen unerheblich. Im Englischen dagegen werden Sie durch den falschen Gebrauch der Zeitformen rasch als mittelmäßiger Sprachkenner entlarvt. Oder, noch schlimmer, Sie provozieren Missverständnisse. Das bleibt Ihnen erspart, wenn Sie die folgenden 3 Tipps als Lerntechniken beherzigen:

Vergangenheit mit Zusatz

Die Verwechslung von Present Perfect (I have done) und Simple Past (I did) ist fast ein Erkennungszeichen für Englisch sprechende Deutsche. Der Bedeutungsunterschied im Englischen hat nicht nur mit der Zeit an sich zu tun, sondern vor allem mit der Bedeutung der beschriebenen Handlung. Das Present Perfect (I have spoken) wird häufig mit der Zeitangabe „gerade eben“ (just) verbunden und bezeichnet die unmittelbare Vergangenheit. Es zeigt an, dass die beschriebene Aktion große Relevanz für die Gegenwart hat: „Caution, I’ve just painted that wall!“

Das Simple Past dagegen bezeichnet sozusagen Historisches. Es betont, dass die beschriebene Aktion wirklich vorbei ist und wird daher häufig verbunden mit konkreten Zeitangaben (in the stone age, last year, yesterday, an hour ago). Merken Sie sich als simplify-Trick den schönen Vers von den Beatles: „Yesterday all my troubles seemed so far away“ (und nicht: ... have seemed so far away).

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Häufiger Fehler: „Last week I have been in Boston“ ist doppelt falsch. 1. Die exakte Zeitangabe „last week“ ist der „Ausschalter“ für die „have“-Form. 2. Dass Sie damals in Boston waren, erzählen Sie als vergangenes Ereignis und nicht, weil es für die Gegenwart von erschütternder Bedeutung ist.

simplify-Tipp: Mit dem Simple Past sind Sie auf der sicheren Seite. Der falsche Satz „I just came here“ wird als nicht ganz so unpassend empfunden wie der umgekehrte Fehler „Last year I have come here“.

Verflixte Verlaufsform

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I am going, I was going, I am going to go – für diese Verlaufsform gibt im Deutschen keine Entsprechung. simplify-Trick: Denken Sie sich hier das Wort „momentan“ dazu.

Häufiger Fehler: Ihr US-Kollege fragt Sie nach Ihrer Arbeitsstelle. Sie antworten: „I am working at BMW.“ Der Amerikaner versteht das möglicherweise als versteckten Hinweis, dass Sie bald den Arbeitgeber wechseln wollen, denn er hört: „Momentan arbeite ich bei BMW“. Falls nicht, ist das „I am working“ wenigstens unfreiwillig komisch, denn „momentan“ arbeiten Sie ja dort nicht, sondern unterhalten sich mit ihm.

simplify-Tipp: Wählen Sie im Zweifelsfall wieder stets die Simple-Form („I work at BMW“). Sie ist immer richtig, wenn Sie das Dauerhafte einer Tätigkeit ausdrücken wollen. Möchten Sie das Momentane betonen und nehmen fälschlicherweise das Simple Present, wirkt das nicht so schlimm wie umgekehrt.

Verhängnisvolle Zukunftsfalle

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Die bösesten Missverständnisse zwischen deutsch- und englischsprachigen Partnern gibt es beim Futur. Die englische Konstruktion mit „will“ hat stets den Beigeschmack von „vielleicht, eines Tages“. Es bezeichnet mehr den Plan und die Absicht als die Unbedingtheit unseres deutschen Futurs („Die Gewinne werden 2003 stark sinken“). simplify-Trick: Merken Sie sich, dass das Hilfsverb „will“ auch im Englischen die Bedeutungsnuance von „wollen“ enthält.

lerntechniken_kunde-englisch

Häufiger Fehler: Ein Kunde fragt bei Ihnen auf Englisch nach, wann Sie das Gerät reparieren. Sie antworten voller Kundenfreundlichkeit: „I will fix that soon.“ Der andere hört: „Ich überlege mir, das eines Tages zu reparieren.“ Möchten Sie Ihrem Kunden wirklich nahe kommen, wählen Sie lieber die Futur-Verlaufsform. Damit drücken Sie aus, dass der Verlauf praktisch schon begonnen hat: „I am going to fix that.“

simplify-Tipp: Wenn Sie im Deutschen eine Zukunftsform wählen würden („Ich werde Sie anrufen“), übersetzen Sie das lieber mit der –ing-Form („I am going to call you“).

 

Merksatz

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  • If it’s history, you did it.
  • If it’s news, you’ve done it.
  • If it’s permanent, you do it.
  • If it’s temporary, you’re doing it.
  • If it’s a quick decision, you’ll do it.
  • If it’s a fixed plan, you’re going to do it.

Die Anregung zu diesem Artikel kam durch die wunderbaren Kolumnen von James McCabe in der Wirtschaftswoche. Seine schönsten Texte gibt es einer Audio-CD: "Global English with James Mc Cabe". Ein erstklassiges Geschenk!

Autor: Tiki Küstenmacher

 

 


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