Lerntypen

Zeichnen lernen mit Tikis Zeichenkurs (2)


zeichnen_lernen2-ungenau1

Nase, Haare, Mann und Frau - wie Sie mit wenigen Strichen Individuen erschaffen

Außenherum ungenau

Augen, Augenbrauen und Mund, so hatte ich betont, sind die entscheidenden Transportmittel für Gefühle. Zeichnen Sie diese Partien sorgfältig.

Beim Rest kommt es überhaupt nicht darauf an. Ja, übertriebene Liebe zum Detail kann sogar von der eigentlichen Botschaft, den Emotionen, ablenken. Viele berühmte Comicfiguren sind erstaunlich „flach" gezeichnet, die Gesichter völlig ohne Struktur. Das ist Absicht, damit der Betrachter die fehlenden Details im Geiste ergänzt und damit sich selbst in die gezeichnete Figur hineinversetzt.

zeichnen_lernen2-nase

Nase: erstaunlich unwichtig

Vielen Menschen fällt bei „lustigen" Figuren nur auf, dass sie eine übergroße Nase haben. Mit der Art und den Ausmaßen der Nasen können Sie bei Ihren Figuren die „Ulkigkeit" regulieren. Für den Ausdruck der Gefühle hat die Nase aber fast keine Bedeutung.

zeichnen_lernen2-hals

 

 

Hals: erstaunlich wichtig

Comics und Karikaturen übertreiben das „Kindchenschema": Kopf viel größer, Hals viel dünner als in der Natur. Wenn Sie den Hals nicht an den Kopfkreis ansetzen (links), sondern ihn aus dem Gesicht herauswachsen lassen, wirkt es professioneller (Mitte). Achten Sie aber beim Zeichnen lernen auf einen klaren Absatz zwischen Hals und Kopf. Wenn der Kopf wie eine Birne aus dem Hals herauswächst (rechts), bekommt Ihre Figur ein fliehendes Kinn.

Der wirklich kleine Unterschied

zeichnen_lernen2-wimpern

Der entscheidende Unterschied zwischen Mann und Frau in der Comicwelt sind - die Wimpern! Natürlich haben Männer auch welche, aber in der Damenwelt werden Wimpern betont und häufig getuscht. So machen wir Zeichner das auch - in übertriebener („karikierender") Form. Übertreiben Sie aber nicht die Zahl der Wimpern beim Zeichnen lernen. Daisy Duck kommt mit genau 3 Stück über jedem Auge aus!

Geben Sie Ihren weiblichen „Männchen" nicht ganz so große Nasen wie den männlichen (links), es sei denn, Sie wollen bewusst eine alte, hässliche Frau zeichnen (rechts).

Die „schöne Frau" im Comic ist eine Kunst für sich. Wichtige Merkmale sind ein dünner Hals, Stupsnase und ein kleines Kinn (zwischen Mundstrich und unterem Rand der Kopflinie nicht zu viel Platz lassen). Ein Ohrring gibt Ihrem Comicmädchen zusätzlichen Glamour.

Haarig, haarig

Wenn Sie Ihren Frauenfiguren beim Zeichnen lernen lange Haare spendieren, werden sie noch sicherer als schöne Frauen erkannt. Nötig ist das aber nicht, die Wimpern genügen.

Zu den Männern: Zeichnen Sie einen Vollbart nicht nachträglich in ein Gesicht (links), sondern planen Sie ihn von vornherein ein (rechts).

Dreitagebärte oder das Prädikat „unrasiert" verpassen Sie Ihrer Figur, indem Sie die untere Gesichtshälfte schraffieren. Karikaturen bedienen - auch ungewollt - häufig Klischees: Das Männchen mit Bartschatten wirkt unseriös und wenig vertrauenerweckend.

Hut & Co.

Hier gilt das simplify-Prinzip. Je einfacher, desto besser. Der ideale Hut ist ein etwas größer gezeichneter Glatzkopf - und ein Strich hindurch. Geht der Strich nur an einer Seite über den Kopf hinaus, ist es ein Baseball-Käppi.

Kniffliger ist der Cowboyhut. Der Trick beim Zeichnen lernen: Stellen Sie sich eine liegende 8 dabei vor.

Auch die Brille besteht häufig nur aus einem Strich vom Ohr zum Auge. Dann wird die riesige Umrandung des Comic-Auges automatisch zum Brillengestell.

Zu guter Letzt finden Sie hier den 3. Teil von Tikis Zeichenkurs!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!
simplify organisiert: Selbstorganisation