Persönlichkeitsentwicklung

Mehr Selbstvertrauen: Bleiben Sie souverän!


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So meistern Sie Krisen und andere Ungewissheiten in Ihrem Leben

Unsicherheiten und Ungewissheiten sind für die meisten Menschen sehr belastend. Denn der Wunsch nach Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Hier unsere simplify-Tipps zu mehr Selbstvertrauen und Souveränität in allen Lebensbereichen.

Sorgenfreie Räume schaffen!

Jeder hat es schon erlebt: Das viel gepriesene „Sich-Aussprechen“ hat keine Erleichterung gebracht, sondern die Bedrückung noch verstärkt. Tatsache ist: Wer immer und überall über seine Ängste spricht, steigert sich noch mehr hinein. Gönnen Sie sich „sorgenfreie Zonen“. Lassen Sie das Sorgenthema Geld etwa nur ins Wohnzimmer, aber nicht über die Schwelle Ihres Schlafzimmers. Reden Sie mit Ihren Kollegen auf dem Flur über die schlechte Lage Ihrer Firma, aber nicht beim Essen in der Kantine. Wählen Sie Gesprächspartner, die Ihnen durch guten Rat weiterhelfen können. Oder jemanden, der Ihnen so gut zuhört, dass Sie selbst hinterher klarer sehen. simplify-Tipp: Trauen Sie sich, Gespräche abzubrechen, bei denen Sie sich gegenseitig lediglich bestätigen, wie hoffnungslos die Lage ist: „Ich würde jetzt gerne wieder über etwas Erfreulicheres reden.“

Nicht das Wünschen und Planen einstellen!

In Phasen großer Unsicherheiten geben es viele Menschen auf, sich konstruktiv mit ihrer Zukunft zu befassen: „Wer weiß, ob ... ich im Herbst überhaupt noch eine Stelle habe; ... der Bauträger nicht pleitegeht.“ Das ist eine Art selbst verordnete Schutzimpfung: keine Wünsche, Pläne und Ziele, also keine Enttäuschungen, kein Versagen, kein Unglück. Die Idee klingt clever, aber sie funktioniert nicht. Denn Unglücksvermeidung macht nicht glücklich, im Gegenteil. Die prophylaktische Resignation ist letztlich schädlicher und schmerzhafter als die Enttäuschung darüber, dass Sie Ihre Wünsche, Pläne und Ziele nicht realisieren konnten. Kurz: Die Impfung ist schlimmer als die Krankheit, vor der sie schützen soll. Denn sie nimmt Ihnen, was Sie zum Leben nötig haben: Energie, Begeisterung, Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen und Sehnsucht.

simplify-Tipp: Denken Sie darüber nach, wo Sie in 5 Jahren beruflich und privat stehen möchten, schmieden Sie Pläne für Ihren nächsten Urlaub (auch wenn Sie ihn vielleicht noch nicht buchen) und für das große Familienfest im nächsten Jahr. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Ziele noch stimmen und realistisch sind.

Besten und schlimmsten Fall durchspielen!

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Schreiben Sie oben auf ein großes Blatt Ihr Ziel (z. B. das Einkommen, das Sie für sich und Ihre Familie benötigen), unten Ihre Ausgangslage. Dazwischen schreiben Sie in Spalten nebeneinander, was passieren könnte (ich behalte den Job, Kurzarbeit, Entlassung). Entwickeln Sie von hier aus möglichst viele Wege, wie Sie Ihr Ziel dennoch erreichen. Notieren Sie, was Sie später als Erstes tun müssen, wenn eine Veränderung Ihrer derzeitigen Situation eintreten sollte (bei Kündigung zum Arbeitsamt gehen, Kündigungsschutzklage einreichen) und die nächsten Schritte (Fortbildung bei Onkel Hans, Jobben in Helgas Büro). Notieren Sie, was Sie schon jetzt ohne Riesenaufwand tun können, um für die verschiedenen Szenarien gerüstet zu sein (Bewerbungsunterlagen sammeln, berufliche Rechtsschutzversicherung abschließen, Nebentätigkeit suchen).

simplify-Tipp: Spielen Sie auf einem Extrablatt ein Worst-case-Szenario durch, bei dem alles noch viel schlimmer kommt, als Sie es jetzt für realistisch halten (Jobverlust plus Inflation oder Währungsreform, Verlust der Ersparnisse). Reden Sie auch mit Ihrer Familie darüber.

Machen Sie sich schlau!

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Extrem wichtig in Situationen der Unsicherheit sind Informationen und Wissen: Wie steht Ihre Firma derzeit da? Wie entwickeln sich die Aktien, die Sie noch im Depot haben? Wie ist die Lage in anderen Ländern? Usw.

simplify-Tipp für alle Nicht-Ökonomen: Verabschieden Sie sich von der Haltung, dass Sie „davon eh nichts verstehen, wenn selbst die Experten ratlos sind“. Lesen Sie ab sofort den Wirtschaftsteil Ihrer Zeitung, den Sie bisher überblättert haben. Googeln Sie Begriffe, die Sie nicht verstehen. Stellen Sie kompetenten Freunden „dumme“ Fragen. Sie werden merken: Auch wenn Sie das globale Geschehen nicht beeinflussen können, werden Sie sich weniger ohnmächtig fühlen.

Von anderen lernen!

Manche Menschen tun sich besonders hart mit Entscheidungen, die sie selbst fällen müssen. Anderen bereitet es großes Unbehagen, wenn sie von den Entscheidungen anderer abhängig sind, ohne selbst wesentlich Einfluss nehmen zu können.Wo würden Sie sich einordnen? Sind Sie ein „Macher“, der die Dinge am liebsten selbst in die Hand nimmt, oder ein „Machen-Lasser“, der sich am liebsten dem Lauf der Dinge fügt? Üben Sie den jeweils anderen Part! simplify-Tipp: Beobachten Sie Menschen aus Ihrer Umgebung, die sich in der anderen Rolle wohlfühlen. Vielleicht geht Ihnen durch den Kopf: „Wie kann Andrea nur so ruhig schlafen, obwohl ihr Job wackelt?“ Oder aber: „Wie kann Thomas über Aufträge in Millionenhöhe entscheiden, während mich bereits die Entscheidung über ein neues Auto belastet?“ Fragen Sie die betreffende Person, was ihr Ruhe, Gelassenheit und mehr Selbstvertrauen gibt.

Den Weg sehen – und nicht den Abgrund!

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Bei Sicherheitstrainings für Autofahrer wird den Teilnehmern eingeschärft: Wenn Sie mit Ihrem Auto auf einer Landstraße ins Schlittern kommen, schauen Sie niemals auf die Alleebäume, die auf Sie zurasen. Sondern auf die nächstliegende Lücke zwischen den Bäumen. Es muss nicht die breiteste und ideale Lücke sein – sie braucht nur groß genug zu sein für Sie! Wenn plötzlich ein Fußgänger vor Ihnen auftaucht, sehen Sie nicht den Fußgänger an, sondern den Raum, der hinter ihm bleibt, damit Sie Ihren Wagen dorthin steuern. simplify-Tipp: In unsicheren Zeiten bedeutet das: Sehen Sie nicht auf Entlassungen, Kursverfall, Hiobsbotschaften – sondern auf den Platz, der sich für Sie persönlich in all dem Schlamassel auftut.

Sich selbst vertrauen!

Viele Menschen haben in den letzten Monaten erfahren: Das, was sie für sicher hielten, war es nicht. Vertrauen Sie auf Ihre persönlichen Fähigkeit, mit Auswirkungen einer Krise fertig zu werden. Darauf, dass Ihre engen Beziehungen tragfähig sind, dass Sie sich beruflich umorientieren können, dass Sie notfalls auch mit weniger Geld, einer kleineren Wohnung zurechtkommen. simplify-Tipp: Trainieren Sie Ihren Umgang mit unsicheren Situationen, indem Sie etwas Neues ausprobieren, das Sie Überwindung kostet (Inlineskaten, Festrede halten, im Laden um einen Nachlass feilschen). Auf diese Weise bekommen Sie mehr Selbstvertrauen.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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