Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung: Der klare Weg zum Glücklichsein


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So befreien Sie sich aus der Opferrolle

„Meinen Lebenstraum verwirklichen? Aber ich kann doch nicht auf einer Südseeinsel wohnen!" - „Einen besseren Beruf suchen? Aber doch nicht jetzt, in diesen Zeiten der Arbeitslosigkeit!" Sie haben Ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt. Das ist die zentrale These des Unternehmensberaters und Universitätsdozenten Reinhard K. Sprenger. Die meisten Menschen fühlen sich als Opfer der Sachzwänge. Sprenger hält dagegen: Sie können alles tun, Sie müssen nur einen Preis dafür zahlen. Was die meisten für Sachzwänge halten, ist in Wahrheit ein Preisvergleich.

Auf die Spitze getrieben bedeutet das für die Persönlichkeitsentwicklung: Wer sagt „Ich kann nicht", der will nicht.

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So werden Sie vom Opfer zum freien Menschen

Viele Menschen verpassen in ihrem Berufs- oder Privatleben den Zeitpunkt, an dem der Preis für das Sprengen der Fesseln noch niedrig war. Hier 6 Schritte, mit denen Sie sich aus der Opferrolle befreien können.

1. Stoppen Sie alle Ausreden

„Auf der Autobahn war ein Stau." - „Das Telefon hat mich aufgehalten." - „Der Strom war ausgefallen." - „Ich war im Stress." Gewöhnen Sie sich solche Sätze ab. Stehen Sie auch bei von außen kommenden Katastrophen zu dem Anteil, den Sie dabei verantworten: „Ich bin zu spät losgefahren." - „Ich hatte nicht die Kraft, den Kunden auf später zu vertrösten." - „Ich habe vergessen, die Daten auf meinem PC rechtzeitig zu sichern." - „Ich habe zu viele Aufträge angenommen."

Übernehmen Sie die Verantwortung für alles, was Sie tun und was Ihnen „widerfährt". Sie werden sehen: Die Reaktion der anderen wird nicht kritischer ausfallen als bei den alten Ausreden. Sie selbst aber sind stärker und froher.

2. Sagen Sie nicht mehr „Ich muss", sondern „Ich will"

Wenn das in bestimmten Situationen zu schroff klingt, ersetzen Sie es durch „Ich möchte": „Ich möchte unser Gespräch jetzt beenden." Diese kleine Änderung des Sprachgebrauchs hat gravierende Auswirkungen auf Ihr inneres Bild von sich selbst und auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung. Nachteil: Sie wirken nicht mehr so „nett". Aber bedenken Sie: Was Sie selbst an sich als freundlich und sympathisch empfanden, kam bei anderen Menschen vielleicht als schwach und feige an.

3. Versuchen Sie nicht, sondern tun Sie

Wenn Ihnen eine Aufgabe übertragen wird, sagen Sie nicht: „Ich will's versuchen." Wer versucht, will Verantwortung vermeiden und schwächt sich selbst: Er nimmt das Scheitern vorweg. Letztlich gibt es für eine Tat keinen Ersatz. Sie tun es, oder Sie lassen es. Sagen Sie gerade heraus, für welches von beidem Sie sich entscheiden.

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4. Werden Sie Herr über Ihre Zeit

Sie gehört Ihnen! Lassen Sie sich nicht von anderen oder von „Sachzwängen" diktieren, wofür Sie Ihre Zeit aufwenden sollen. Wenn Sie zu jemandem sagen: „Keine Zeit!", dann bedeutet das: „Keine Zeit für dich. Anderes ist mir im Moment wichtiger." Erstellen Sie eine „Hitliste" der 10 Tätigkeiten, die Ihnen in Ihrem Leben am wichtigsten sind. Schreiben Sie daneben die „wirklichen Top 10": womit Sie Ihre Zeit Tag für Tag in Wirklichkeit verbringen. Herr über die Zeit zu sein bedeutet: Bringen Sie die „wirklichen Top 10" in Einklang mit der Was-mir-wichtig-ist-Hitliste.

5. Seien Sie nicht die anderen

Verantwortung für das eigene Leben bedeutet nicht, zu einem herzlosen Egoisten zu werden. Zum Erwachsenwerden gehört es aber, auf eigenen Füßen zu stehen und die Erwartungen der anderen als das zu sehen, was sie sind: die Erwartungen anderer. Die Entscheidung, ob Sie die Erwartungen anderer erfüllen wollen, liegt bei Ihnen. Sie müssen und können den Preis hinterfragen, den Sie dafür zahlen müssen. Folgen Sie dem Gebot „Mach's anderen recht!" niemals automatisch.

Sie machen sich zum Spielball der anderen, wenn Sie denken, dass man Sie nicht mehr mag, sobald Sie deren Erwartungen nicht entsprechen. Sie sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen!

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6. Bedenken Sie: Leiden ist leichter als handeln

Eine grausame Wahrheit. Heruntergeschluckter Ärger macht krank. Deswegen meinen viele, es käme darauf an, die „Gefühle rauszulassen". Viel schlimmer als unterdrückte Gefühle aber ist unterdrücktes Handeln. „Ich kann nicht" und „Ich habe keine Wahl" ist eine Art Selbsthypnose, die das notwendige Tun unterdrückt.

Viele Menschen handeln nicht, weil sie Angst vor eventuellen Verletzungen haben. Doch nur wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz. Nur wer bereit ist, etwas zu verlieren, kann gewinnen. Nur wer aus der bequemen Opferrolle herauskommt, findet zur Freiheit.

Zum Weiterlesen empfohlen: Reinhard K. Sprenger, "Die Entscheidung liegt bei dir". 


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