Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung: Entschlüsseln Sie ihr Namensgeheimnis


Entschlüsseln Sie die Botschaft Ihres Vornamens

Wenn 2 Menschen sich ein Kind wünschen, verbinden Sie damit immer einen Wunsch - selten bewusst, sondern als Auftrag ihres Unbewussten. Der Wunsch Ihrer Eltern steuert Ihr Leben und Ihre Persönlichkeitsentwicklung in indirekter Weise, etwa wie eine Botschaft, die Ihnen in einem verschlossenen Umschlag mitgegeben und oft erst einige Jahrzehnte später geöffnet wird.

Ihr Lebensauftrag

Hier die häufigsten von vielen verschiedenen Möglichkeiten, mit denen Eltern ein Kind unbewusst beauftragen:

  • den Familiennamen weiterführen (das richtet sich häufig an die Erstgeborenen);
  • die zerstrittenen Sippen von Vater und Mutter versöhnen;
  • die zerstörte Beziehung der Eltern wieder kitten;
  • einen vorangegangenen Verlust ausgleichen, etwa ein davor gestorbenes Kind;
  • eine von einem Elternteil nicht vollendete Aufgabe zu Ende führen, etwa einer Firma zum Erfolg verhelfen;   
  • einfach seine Eltern mit seinem Dasein erfreuen.

Ein Hinweis auf den Auftrag Ihrer Eltern an Sie findet sich manchmal in dem Vor- oder Kosenamen, den Sie bekommen haben. Es lohnt sich, die Bedeutung und die möglichen Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung zu ergründen. Fragen Sie Ihre Eltern, was sie bei der Namenswahl geleitet hat. Bohren Sie weiter, wenn Sie am Anfang vordergründige Argumente hören („Hat uns gut gefallen", „War damals ein Modename"). Eine Frau namens Irene (griechisch: Frieden) entdeckte, dass sie gezeugt wurde, um in eine heillos zerstrittene Familie Frieden zu bringen.

Ihre Lebenslast

Wenn Sie den Vornamen eines Verwandten erhalten haben, der zum Zeitpunkt Ihrer Geburt bereits verstorben war, tragen Sie eine Belastung. Die meisten Menschen werden ganz natürlich damit fertig, bei manchen aber macht sich diese Identifikation als heimliche Hypothek bemerkbar: schwer erklärbare Probleme mit der Gesundheit, in der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, in der Sexualität oder im Berufsleben.

Lassen Sie sich von Ihren Eltern oder anderen Verwandten alles über Ihren verstorbenen Namensgeber erzählen – auch das, was man Ihnen bislang verschwiegen hat. Suchen Sie, wenn es möglich ist, das Grab des Verstorbenen auf. Verbeugen Sie sich in Gedanken vor seinem Schicksal und schauen Sie dankbar auf ihn. Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber; sorgen Sie dafür, dass der Vergessene ans Licht kommt und von möglichst vielen Menschen gewürdigt wird. Das hilft in der Regel schon sehr viel.

Ein Mann hieß Michael. Erst mit Mitte 30 erfuhr er, dass so sein älterer Bruder heißen sollte, der bei der Geburt starb. Weil es kein Grab und keine sons-tigen Erinnerungen gab, stellte der Mann eine Statue des Heiligen Michael auf seinen Schreibtisch und stellte sich vor, so etwa hätte sein Bruder ausgesehen, wenn er am Leben geblieben wäre. Erst das dankbare Erinnern an den vergessenen Bruder machte Michael so frei und selbstbewusst, dass er heiraten und Kinder in die Welt setzen konnte.

Proviant für Ihre Lebensreise

Ihr Vor- oder Spitzname kann auch eine Art Wegbeschreibung für Ihr Leben und Ihre Persönlichkeitsentwicklung enthalten - und Ihnen Kraft dafür verleihen. Ein Mann hieß Georg, weil er wie der Heilige Georg den Drachen des dauernden wirtschaftlichen Misserfolgs in der Sippe besiegen sollte (was ihm tatsächlich gelang).


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