Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung: Handeln Sie!


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So gehen Sie konstruktiv mit Ihren Sorgen um

Jeder Mensch macht sich Sorgen. Doch worum müssen Sie sich wirklich Sorgen machen und worum nicht? Hier unsere Tipps, wie Sie sich in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung von unnützem Grübeln befreien und gut mit berechtigten Ängsten umgehen.

Älter werden

Sorge: „Ich mag gar nicht daran denken, dass ich bald 50 (40, 60 …) werde. Es gibt so vieles im Leben, was ich versäumt habe.“

simplify-Strategie: Setzen Sie Ihr Bedauern um in positive Motivation für Ihren nächsten Lebensabschnitt. So mancher ungelebte Traum lässt sich auch in der zweiten Lebenshälfte verwirklichen. Viele Menschen beginnen beispielsweise noch im Ruhestand mit einem Studium oder gönnen sich die Reisen, die früher nie möglich waren. Suchen Sie für Träume, für die es „zu spät“ ist, andere Formen der Verwirklichung. Beispiel: Wenn Sie selbst keine Kinder haben, können Sie für Kinder in Ihrem näheren Umfeld zur Ersatztante oder zum heiß geliebten Nennopa werden.

Gewicht

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Sorge: „Nie werde ich es schaffen, meine überflüssigen Pfunde loszuwerden. Ich bin so unglücklich darüber.“

simplify-Strategie: Machen Sie Ihr Glück nicht von Ihrem zukünftigen Gewicht abhängig. Sondern fragen Sie sich: Was kann ich heute tun, um mehr Freude im Leben zu haben? Machen Sie keinen Diät-, sondern einen Lebensplan! Sind Sie erst einmal mit sich zufrieden, wird es Ihnen leichter fallen, sich ein realistisches Abnehmziel zu setzen und Ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten entsprechend umzustellen.

Partnerschaft

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Sorge: „Ich habe Angst davor, dass unsere Ehe nicht halten wird.“

simplify-Strategie: Listen Sie die Gründe auf, die Sie zu dieser pessimistischen Annahme veranlassen. Sie finden keine guten? Dann haben Sie vermutlich eine reiche Vorstellungsgabe! Setzen Sie diese Gabe dazu ein, um zwischen „möglich“ und „wahrscheinlich“ besser differenzieren zu lernen. Malen Sie sich in Alltagssituationen (Autofahren, Besuch empfangen) verschiedene positive und negative Ausgänge aus und achten Sie hinterher darauf, welches Ihrer Szenarien eingetreten ist. Ihre Partnerschaft ist derzeit tatsächlich belastet? Dann nehmen Sie Ihre grübelnden Sorgen als Ausgangspunkt für ein handelndes Sorgen zugunsten Ihrer Beziehung.

Umwelt

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Sorge: „Es gibt immer mehr Naturkatastrophen. Ist die Erde überhaupt noch zu retten?“

simplify-Strategie: Es ist gut, dass Sie sich darüber Gedanken machen. Befassen Sie sich jedoch hauptsächlich damit, was Sie und was die Politiker, die Sie wählen, für die Umwelt tun können. Konkret: Schalten Sie am Fernseher von den reißerischen Katastrophenreportagen um auf Sendungen, die Ihnen die Zusammenhänge zwischen Ihrem Verhalten und der Klimaentwicklung aufzeigen. Mit einem CO2-Rechner (auf der Startseite von wwf.de) finden Sie heraus, wo Sie persönlich besonders viel einsparen können.

Sicherheit

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Sorge: „Wenn mein Partner mit dem Auto unterwegs ist, habe ich Angst, dass er einen Unfall hat.“ Oder: „Was kann nicht alles Schreckliches passieren, wenn unser Teenager mit Freunden in den Urlaub fährt?“

simplify-Strategie: Viele besorgte Eltern und Partner versuchen in solchen Situationen, die Kontrolle zu erhöhen, indem sie Anrufe zu bestimmten Uhrzeiten oder bei der Ankunft am Ziel vereinbaren. Meist verstärkt das jedoch die innere Unruhe („Jetzt müsste er eigentlich schon längst …“). Probieren Sie die umgekehrte Strategie: Vereinbaren Sie, dass kein Anruf eine gute Nachricht ist. Tatsache ist: Trägt jemand eine Karte „Bei Unfall bitte Telefonnummer xxx benachrichtigen“ im Geldbeutel, würden Sie im Notfall mit 99%iger Wahrscheinlichkeit benachrichtigt. Setzen Sie sich außerdem mit Ihrem Kontrollbedürfnis auseinander. Möglicherweise haben Sie es von Ihren Eltern übernommen. Prinzipiell gilt wie im Abschnitt „Umwelt“: Vermeiden Sie Medienberichte über Katastrophen, die Sie zu solchen Grübeleien veranlassen.

Lebensbalance

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Sorge: „Arbeit und Familie – eins davon kommt immer zu kurz.“

simplify-Strategie: Ziehen Sie Ihre Bilanz in überschaubaren, aber zeitlich größeren Abständen. Wie lang die sein sollten, hängt vor allem ab vom Alter Ihrer Kinder (je jünger, desto kleiner die Abstände) und von Ihrer Arbeit (z. B. viel Saisongeschäft oder regelmäßige Tätigkeit). So setzen Sie einen chaotischen Tag oder eine schwierige Woche in die richtige Perspektive.

Genauso wichtig: Seien Sie dort, wo Sie sind, ganz da. Schalten Sie im Büro Ihre Gedanken an Ihr Familienleben ab und daheim Ihre Gedanken ans Büro. Echte „Qualitätszeit“ findet oft nicht am Abend statt, wenn alle Familienmitglieder schon von ihrem Tag erschöpft sind. Reservieren Sie für Ihre Familie auch eine Zeit am Wochenende, in der Sie alle noch genügend Energie für ein intensives Miteinander aufbringen.

Autor: Tiki Küstenmacher


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