Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung ohne Recht haben


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So werden Sie beliebter, erfolgreicher und glücklicher

Wie haben Sie auf diese Unterzeile mit dem „beliebter, erfolgreicher und glücklicher“ reagiert? Hat sich bei Ihnen spontan Widerspruch geregt? Ist einer dieser 3 Begriffe für Sie ein rotes Tuch? Sind Sie prinzipiell misstrauisch gegenüber vollmundigen Versprechungen? Haben Sie Kampfgeist in sich gespürt: Was immer der jetzt dazu schreibt, das werde ich schon widerlegen!?

In fast jedem Menschen sitzt so ein innerer Kritiker. Ein Geistessportler, spezialisiert auf die Disziplin Rechthaben. „Hab ich’s doch gleich gesagt!“, lautet sein Triumphschrei, eine gehörige Wut im Bauch über alle Dummheit auf der Welt ist seine Energiequelle. Aber nervt er Sie nicht auch bisweilen?

Ratgeber und Tyrann

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Sie brauchen diese innere Stimme, um sich durchzusetzen und Ihre eigene Stärke zu entwickeln. Oft aber ist der innere Kritiker so berauscht von seinen Erfolgen, dass er sich zum ungekrönten Diktator Ihrer Seele entwickelt. Damit blockiert er eine Ihrer wunderbarsten Eigenschaften für die Persönlichkeitsentwicklung: etwas Neues zu lernen.

Glücksgeheimnis Lernen

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Jedes Mal, wenn Ihnen ein anderer Mensch nachweist, dass Sie falschliegen oder einen Fehler gemacht haben, wird in Ihrem Gehirn eine neue große helle Glühbirne eingeschraubt. Sie sind einen Schritt weitergekommen. Deswegen ist es so gut, nicht immer Recht zu haben, sondern auch einmal falschzuliegen. Es kann sehr befriedigend sein, Recht zu haben. Sie bleiben, wer Sie sind, und fühlen sich sehr wohl dabei. Aber nicht Recht zu haben und etwas Neues dabei zu lernen, das kann Sie verwandeln.

Viele Menschen kennen das wunderbare Gefühl nicht, etwas Neues gelernt zu haben. Das ist meist nicht ihre Schuld.Vielleicht wurde ihnen das Lernen an sich schon in der Schule verleidet. Oder sie wurden von ihren Eltern gemaßregelt, sobald sie eigene, neue Gedanken zu entwickeln wagten. Viele Väter und Mütter glauben, vor ihren Kindern stets um jeden Preis Recht haben zu müssen. So lernten die Kleinen, Fehler zuzugeben sei eine unverzeihliche Schwäche. Eine verhängnisvolle Entwicklung.

Rechthaberei kann gesundheitsschädlich sein

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Und nicht nur das. Auf dem Altar ihres eigenen Rechthabens opfern Menschen ihre Beziehung, ihre Karriere, große Geldsummen – und manchmal sogar ihre Gesundheit. Sie wollen nicht einsehen, dass es klug ist, die eingeübten Geschlechterrollen aufzugeben, neue Büro- und Managementtechniken zu lernen, nicht wegen jeder Lappalie vor Gericht zu ziehen, auch im Ausland einen Sturzhelm beim Motorradfahren zu tragen usw.

So lernen Sie zu lernen

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Die Vielleicht-Phrase. Gewöhnen Sie sich folgenden Satz an: „Vielleicht hast du Recht.“ Damit haben Sie noch nicht zugegeben, im Unrecht zu sein. Aber Sie haben die Kommunikation eröffnet und sind selbst offener geworden für mögliche neue Informationen.

Lernfreude ausdrücken. Wenn Sie twas Neues lesen, hören oder sehen, sagen Sie zu sich (und am besten auch zu den anderen Menschen um sich herum): „Wow! Das habe ich noch nicht gewusst!“

In den Schuhen des anderen laufen. Wenn Sie sich über einen anderen Menschen ärgern, aber zur Untätigkeit verdammt sind, nutzen Sie die Zeit für ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie wären er (ganz heimlich, niemand außer Ihnen weiß davon). Der Lerneffekt kann dramatisch sein.

Kritiker einladen. Nehmen Sie sich vor, folgenden Satz mindestens 5-mal pro Tag zu äußern: „Bitte sagen Sie mir, worin ich falschliege.“ Versuchen Sie, es und erleben Sie die transformierende Kraft der Kritik.

Autor: Tiki Küstenmacher


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