Sinn des Lebens

Lebensweisheiten: Regel statt Regeln


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So hilft Ihnen die Weisheit des Klosterlebens im Alltag

Vor rund 1500 Jahren schrieb der Klostergründer Benedikt von Nursia (480-547) seine „Regel für das Zusammenleben von Mönchen". Seine große Menschenkenntnis und Gottesliebe sind in den Text eingeflossen und haben diesem zeitlose Gültigkeit gegeben. Die Regel ist von unzähligen Menschen innerhalb und außerhalb des Klosters erprobt worden und enthält erstaunlich moderne Lebensweisheiten für ein einfaches und erfülltes Leben.

Faulheit ist kein Kavaliersdelikt

Sei nicht träge.

Für Benedikt ist Trägheit ein Mangel an innerer Verpflichtung, bei der man die Initiative und den größten Teil der Arbeit den anderen überlässt, also letztlich auf deren Kosten lebt. Wer auf diese Weise Problemen aus dem Weg geht, geht selbst keinen Weg mehr. Die Lösung heißt: Verweigern Sie sich nicht länger passiv, sondern bringen Sie sich aktiv ein.

 

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Hören Sie auf zu jammern

Vor allem darf niemals das Laster des Murrens aufkommen, in keinem Wort und in keiner Andeutung.

Ganz egal, wie alt oder benachteiligt Sie sind: Jammern, meckern, maulen und über die Schlechtigkeit der anderen herziehen - das ist Gift für die eigene Seele und für die Beziehungen. Für Benedikt ist dieses „Murren" besonders destruktiv. Sein Tipp: Schleichen sich schlechte Gedanken ein, packe sie, und zerschmettere sie sofort an Christus.

Sorgen Sie für ein besseres Miteinander der Generationen

Die Älteren ehren und die Jüngeren lieben.

Wieder ein echter simplify-Tipp. Einem älteren Menschen gegenüber sollten Sie immer Respekt wahren, auch wenn Sie völlig anderer Meinung sind als er. Dadurch wird er mit seiner Lebenserfahrung, seinem Wissen, seinen Verletzungen und Verlusten ernst genommen.

Zeigen Sie jüngeren Menschen vor allem, dass Sie sie so mögen, wie sie sind. Das ist gut fürs Zusammenleben, besonders auf Familienfesten.

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Fragen Sie andere um Rat, auch Jüngere

Sind wichtige Fragen zu behandeln, berate dich auch mit anderen, weil der Herr oft einem Jüngeren offenbart, was das Beste ist.

Treffen Sie die endgültige Entscheidung jedoch selbst. Übernehmen Sie dafür die volle Verantwortung. Wer um Rat gefragt wird, sollte seine Meinung sagen, danach aber Zurückhaltung üben

Streiten Sie - bis Sonnenuntergang

Streite, aber liebe den Streit nicht.

Hast du dich mit jemandem entzweit, schließe vor Sonnenuntergang Frieden.

Es wäre unnatürlich und ungesund, Streit zu vermeiden. Ein ehrlicher Streit kann viel klären. Denken Sie aber auch daran, ihn rechtzeitig zu beenden. Das sorgt für guten Schlaf und ein frohes Erwachen.

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Finden Sie das richtige Arbeitsmaß

Vom Küchendienst ist keiner ausgenommen. Den Schwachen aber gib Gehilfen, damit sie ihren Dienst verrichten können, ohne traurig zu werden.

Für Benedikt sind alle Arbeiten gleich viel wert. Vom Küchendienst beispielsweise war niemand ausgenommen. Wenn jemand etwas nicht alleine schaffte, dann bekam er Unterstützung, damit er nicht traurig wurde. Bitten Sie auch selbst um Hilfe, und organisieren Sie sich welche, vielleicht auch nur stundenweise beim Zeitarbeitsdienst. Sich zu überarbeiten ist keine Tugend.

Werden Sie zu einer Führungspersönlichkeit

Der Abt sei uneigennützig, nüchtern, barmherzig, maßvoll und liebevoll in der Kritik anderer, selbstkritisch, furchtlos und besonnen.

Für Menschen in leitenden Positionen ist es laut Benedikt wichtiger, vorzusehen, statt vorzustehen. Sie sollten ein Wissen besitzen, aus dem man Altes und Neues hervorholen kann, also je nach Anforderung innovativ oder bewahrend sein.

Tauchen Probleme und Fehler auf, dann lasse diese nicht wuchern, sondern schneide sie klug und liebevoll heraus, wie es dem Einzelnen hilft. Ein kluger Chef überfordert und unterfordert sein Team nicht: 

Er ordne alles mit Maß, damit die Starken finden, was sie suchen, und die Schwachen nicht weglaufen.

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Leben Sie freigebig

Wer nichts hat, was er geben könnte, schenke wenigstens ein freundliches Wort, denn das geht über die beste Gabe.

Ein Hoch auf die Einfachheit! Großzügigkeit ist keine Frage des Geldbeutels, sondern des Herzens.

Zum Weiterlesen: "Die Benediktsregel. Eine Anleitung zu christlichem Leben"


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