Spiritualität

Aristoteles' Lebenskunst


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Bei der Frage nach dem Glück gibt die Philosophie der Antike Denkanstöße, die auch heute nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt haben. In seinem Werk „Nikomachische Ethik“ geht Aristoteles davon aus, dass jeder Mensch in der Lage ist, das richtige Leben für sich zu entdecken und dadurch zur Glückseligkeit zu gelangen.

1. Entscheidung fürs Glück

Glück fällt Ihnen nicht in den Schoß, sondern wird nur dem gewährt, der es erstrebt. Es basiert auf der Art des Lebens, die Sie für sich wählen. Stellen Sie sich vor, dass Ihr Leben einen Wegweiser enthält. Schreiben Sie in Gedanken darauf „zum Glück“. Machen Sie sich bewusst, dass Sie der Gestalter Ihres Lebens sind und Ihrem Leben das Ziel vorgeben, auf das alle weiteren Zwischenstationen hinauslaufen sollen..

2. Glück im Tun

Ein glücklicher Mensch wird aktiv und verwirklicht seinen gewählten Weg durch entschlossenes Handeln. Bemühen Sie sich, Ihre Tätigkeiten so gut wie möglich auszuüben. Streben Sie nach Exzellenz. Das beginnt bei den banalsten alltäglichen Arbeiten. Üben Sie gerade ungeliebte Routinejobs konzentriert und ohne Hast aus. Das vermittelt Ihnen, so Aristoteles, eine glückliche Erfahrung. Tun Sie jede Minute, jeden Tag, jedes Jahr aufs Neue etwas für Ihr Glück

3. Verbunden leben

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Glück ist laut Aristoteles niemals ein Leben für sich allein, sondern ein Leben im Netz sozialer Beziehungen. Knüpfen und pflegen Sie Freundschaften bewusst, aber ohne Hintergedanken. Die Beziehung zu Freunden sollte um ihrer selbst willen erfolgen und nicht wegen kurzfristiger Vergnügungen oder eines langfristigen Nutzens. Es gibt kein wirkliches privates Glück in einem unglücklichen sozialen Umfeld.

4. Alle Bereiche entwickeln

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Entwickeln Sie Ihre seelischen Fähigkeiten, gönnen Sie sich aber auch Lust und Freude an schönen Dingen wie Musik, Theater, Sport oder Tieren. Pflegen Sie Ihre körperliche Gesundheit und Ihre äußere Erscheinung. Betrachten Sie materielle Dinge, etwa Geld, als Hilfsmittel zur Erlangung von Glück – solange Sie sie für Ihr Streben nach Exzellenz und das Wohl anderer einsetzen.

5. Glück lernen

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Die erstaunlichste These des Aristoteles: Jeder kann Glück lernen wie ein Handwerk. Sorgen Sie für Ihre eigene Zukunft. Beenden Sie die Gleichgültigkeit gegenüber Ihrem eigenen Leben. Erkennen Sie Zusammenhänge. Gewöhnen Sie sich neue Verhaltensweisen an. Reagieren Sie gelassener und bewusster auf Unglückserfahrungen.

6. Das Leben füllen

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Sie werden nicht durch ein angenehmes Leben glücklich, in dem Sie Leid und Unglück ausklammern oder verdrängen. Es kommt vielmehr darauf an, auch die schicksalhaften Widrigkeiten des Lebens tragen und bewältigen zu können. Lassen Sie nicht zu, dass das Schwergewicht Ihres Lebens allein auf Schmerz und Leid liegt.Machen Sie aus dem Gegebenen immer das Schönste und Bestmögliche. Dass der Mensch das kann, unterscheidet ihn von Pflanzen und Tieren

7. Empfinden Sie Glück als göttlich

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Das griechische Wort für Glück, eudaimonia, bedeutet wörtlich, einen „guten Dämon“ in sich zu haben, einen Mittler zwischen Mensch und Gott. Aristoteles versteht Gott dabei als kosmisches Prinzip. So sehr Sie sich auch um Ihr Glück bemühen und anstrengen – wenn Sie es erhalten, ist es stets ein Geschenk aus einer höheren Welt. Glück lässt Sie teilhaben an der Erfahrung der Unendlichkeit.

Autor: Tiki Küstenmacher


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