Spiritualität

Spiritualität: Gefühle


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Stufe 3 auf dem Weg zu Ihrem inneren Polarstern

Auf dem Weg zu Ihrem wahren Lebensziel, Ihrem inneren Polarstern, werden Sie nicht nur von Ihrem Körper und Ihrem Unbewussten, sondern auch von Ihrem Herzen und Ihren Gefühlen geleitet. Die westliche Philosophie, angefangen bei den alten Griechen, hat uns jedoch ermutigt, uns mehr aufs Denken als aufs Fühlen zu verlassen. Hier eine Methode, wie Sie mithilfe Ihrer Spiritualität wieder Zugang zum Reichtum Ihrer Gefühlswelt bekommen.

Die magische Frage

 „Wie fühle ich mich?“ – Was ist Ihre derzeit vorherrschende Empfindung? Finden Sie Ihr aktuelles Gefühl in diesem Kompass:

Häufig ist Ihr erstes, vordergründig gespürtes Gefühl nur eine Maskierung eines anderen, ehrlichen Gefühls, das Sie aber nicht zu zeigen wagen. Der Grund dafür liegt häufig in der Kindheit. Misshandelte Kinder etwa reagieren eigentlich mit Zorn auf die empfangenen Demütigungen, trauen sich aber nicht, ihn auszudrücken, und verstecken ihn hinter ihrer Angst. Nachfolgend finden Sie zu jedem Ihrer Gefühle mögliche Täuschungen und Hinweise, wie Sie richtige und falsche Gefühle unterscheiden können. Das richtige Gefühl wird Sie in Ihrer Spiritualität unweigerlich Ihrem inneren Polarstern näher bringen.

Wenn Sie vorwiegend Angst empfinden

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Die positive Funktion: Angst beschützt Sie vor Gefahren.

Gefährliche Täuschung: Hinter falscher Angst verstecken sich häufig Aggression und Zorn, die nicht gelebt werden dürfen. Sie erkennen falsche Angst daran, dass sie sehr allgemein ist und nicht zu klaren Vermeidungsreaktionen führt. Richtige Angst lässt sich sehr konkret bestimmen (z.B. die, nicht geliebt zu werden, Angst vor Höhen).

Gesunde Reaktionen:

a) Sie sehen der Angst ins Auge. Vervollständigen Sie den Satz: „Wenn ich nur den Mut dazu hätte, würde ich ...“ Tun Sie, was Sie dort hingeschrieben haben, und Ihre Angst wird Ihr Bundesgenosse!

b) Sie vermeiden, was Sie ängstigt – Sie gehen nicht auf Türme oder Berge und haben trotzdem ein erfülltes Leben.

Wenn Sie vorwiegend Trauer empfinden

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Die positive Funktion: Psychologen nennen Trauer „das heilende Gefühl“.Menschen, die einen Trauerprozess bis zum Ende durchschreiten, werden gekräftigt, gesünder und weiser.

Gefährliche Täuschung: Falsche Trauer soll oft Zorn und Angst verdecken. Sie erkennen falsche Trauer an einem vagen Gefühl von Hoffnungs- und Hilflosigkeit. Richtige Trauer schmeckt auf eine eigenartige Weise süß. Sie empfinden, dass Sie ein Recht haben, darüber zu trauern, verbunden mit einem eigentlich guten Gefühl von Stärke und Aufrichtigkeit.

Gesunde Reaktionen: Der Grund für Trauer ist immer ein Verlust. Finden Sie heraus, was Ihnen genommen wurde, oft in sehr ungerechter Weise. Das kann schon lange zurückliegen.

a) Ersetzen Sie es, wenn möglich, durch etwas Besseres.

b) Lernen Sie, den Verlust als notwendigen Fortschritt in Ihrem Leben zu lieben.

Wenn Sie vorwiegend Zorn empfinden

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Die positive Funktion: Ihr psychisches Immunsystem, das Ungerechtigkeiten aufspüren und besiegen soll. Zorn ist Feuer: Nach außen gerichtet, hat es große große reinigende Kraft, es ist aber auch gefährlich. Nach innen gerichtet, kann es Ihnen großen Schaden zufügen.

Gefährliche Täuschung: Hinter falschem Zorn steckt sehr häufig Trauer, besonders bei Männern. Da hilft die Suche nach dem Verlorenen (siehe oben). Falscher Zorn richtet sich allgemein gegen Ihre Umgebung, auch gegen Menschen, die Sie eigentlich lieben. Er macht Sie traurig. Richtiger Zorn ist spezifisch und enthält eine Kraft aus Ihrer Tiefe, die Sie stark macht.

Gesunde Reaktionen:

a) Ändern Sie sich selbst.

b) Ändern Sie die Situation.

Wenn Sie vorwiegend Freude empfinden

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Die positive Funktion: Freude nährt und erweitert Ihr Leben.

Gefährliche Täuschung: Falsche Freude ist kurzzeitige Euphorie, hervorgerufen durch Chemikalien, eine Sucht oder eine sorgfältig eingefädelte Freudensituation. Falsche Freude erkennen Sie am Tief danach. Gesunde Freude enthält Dankbarkeit, die auch nach dem Stimmungshoch bestehen bleibt.

Gesunde Reaktionen:

a) Freuen Sie sich. Gönnen Sie sich, was Sie erfreut. Tun Sie’s!

b) Teilen Sie Ihre Freude mit anderen. Das wird Ihre eigene Freude verdoppeln.

Die zauberhaften 5 „Ws“

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Analysieren Sie Ihre (echten!) Gefühle, indem Sie bis zu 5-mal „Warum?“ fragen – so lange, bis Sie auf ein lösbares Problem stoßen. Ein Beispiel: Ich bin so traurig. Warum? Weil ich heute so wenig geschafft habe. Warum? Weil ich immer wieder im Internet gesurft habe. Warum? Weil mir meine eigentliche Arbeit keine Freude macht. Warum? Weil ich zu viel allein arbeiten muss. Aha! Ein paar Kreativ-Meetings, die Versetzung in eine Arbeitsgruppe – damit sind Lösungen in Sicht.

Autor: Tiki Küstenmacher


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