Spiritualität

Traumdeutung - Teil 1


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Wie Sie sich mithilfe Ihrer Träume besser verstehen können

 

Sind Sie manchmal niedergeschlagen oder fühlen Sie sich eigenartig angespannt, als ob etwas an Ihnen nagt? Der Grund dafür könnten unbewältigte Träume sein, von denen Sie in der Nacht heimgesucht werden. In überzeichneten Bildern weisen Träume auf Emotionen hin, die Ihnen tagsüber nicht unbedingt bewusst sind.

So merkwürdig und unwirklich Ihnen manche Träume auch erscheinen – sie vermitteln wichtige Botschaften aus dem Unbewussten über verdrängte Gefühle, Erinnerungen und Gedanken. Beim Stamm der Senoi in den Wäldern Malaysias erzählen die jungen Leute ihre Träume jeden Morgen den Alten, die sie deuten und dann in Lösungen und Verhaltensanweisungen ummünzen. Die amerikanische Traumspezialistin Pamela Ball hat daraus eine Methode entwickelt, mit der auch Sie Ihre Träume besser erklären und im Alltag mithilfe der Traumdeutung freier werden können.

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Bewusster träumen

Viele Menschen behaupten, nie zu träumen. Das stimmt aber nicht, sie können sich nur nicht mehr daran erinnern. Die Träume der ersten Nachthälfte sind eher realitätsbezogen und verarbeiten Ereignisse des Tages. In der zweiten Nachthälfte werden die Trauminhalte irrealer und symbolischer. An diese späten Träume

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können Sie sich am nächsten Tag erinnern. Deswegen erscheint vielen Menschen ihr Traumerleben so unlogisch und unerklärlich.

Besser einschlafen

Viele Menschen können sich an ihre Träume erinnern, sobald sie für eine entspannte Atmosphäre vor dem Schlafengehen sorgen. Gehen Sie regelmäßig und nicht zu müde ins Bett. Meiden Sie Alkohol und Schlafmittel, die schon in geringen Mengen Ihr Traumgedächtnis verschlechtern. Bereiten Sie sich vor: Schreibzeug oder Diktiergerät und mildes Licht (Taschenlampe) neben dem Bett (oder im Bad, damit Sie Ihren Partner nicht stören). Tanken Sie noch etwas frische Luft, atmen Sie einige Züge tief und bewusst, lassen Sie das Geschehen des vergangenen Tages los. Die ideale (T)raumtemperatur ist etwa 18 Grad in einem gut gelüfteten Zimmer.

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Das Unbewusste einladen

Öffnen Sie sich vor dem Einschlafen für Ihr Unbewusstes. Sagen Sie sich 3-mal hintereinander: „Ich bin bereit für deine Botschaften“ oder: „Ich nehme dankbar auf, was du mir

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im Traum zeigen willst.“ Seien Sie bereit, für die Traumdeutung alle Traumbilder wichtig zu nehmen und sie aufzuschreiben, wie unsinnig oder nutzlos sie Ihnen anfangs erscheinen mögen.

Sanft aufwachen

 Benutzen Sie keinen Radiowecker, sondern einen, dessen Weckton frei ist von Informationen. Versuchen Sie, behutsam wach zu werden und nicht gleich aufzuspringen. Drehen Sie sich noch einmal in Ihre bevorzugte Schlafposition. In dieser Lage können Sie sich an Ihre Träume leichter und vollständiger erinnern. Das Aufwachen ist der entscheidende Moment, in dem die Traumbilder ins Bewusstsein gleiten können. Schon nach 10 Minuten sind wichtige Einzelheiten vergessen. Merken Sie sich 3 Details aus Ihrem letzten Traum oder schreiben Sie sie auf. Mit diesen 3 „Ankern“ können Sie den Traum etwas später bei der Traumdeutung „an Land ziehen“.

Speichern

Führen Sie ein Traumtagebuch, in einem kleinen Büchlein oder als PC-Datei. Hier ein paar Hilfen, damit Sie nichts vergessen, was für die Traumdeutung wichtig ist:

Notieren Sie das genaue Datum des Traums und den Ort, an dem Sie ihn hatten. Beschreiben Sie Ihren Gesundheitszustand: War Ihr Traum von akuten oder chronischen Erkrankungen begleitet? Frauen notieren auch zyklusbedingte Wahrnehmungen, eine vermutete oder bestehende Schwangerschaft, Wechseljahrssymptome. Geben Sie jedem Traum eine Überschrift, um das Grundthema zu erfassen.Halten Sie möglichst viele Einzelheiten fest (Farben, Licht, Töne, Dinge, Pflanzen, Tiere, Menschen usw.). Nichts im Traum ist unwichtig, zensieren Sie sich nicht beim Aufschreiben:Welche Grundstimmung hat der Traum bei Ihnen hinterlassen?

Suchen Sie nach aktuellen Auslösern für diesen Traum.Wie könnte er mit den vergangenen Tagen in Verbindung stehen? Notieren Sie sich alle Assoziationen, die Ihnen spontan zum Traum und seinen Symbolen einfallen. Mit der Zeit werden Sie ein Gefühl für Ihre persönliche Symbolsprache entwickeln. Haben Sie schon einmal Ähnliches geträumt? Mit welchen Abweichungen? Wiederkehrende Motive sind ein deutlicher Hinweis auf besonders wichtige Themen und Entwicklungsmöglichkeiten Ihres Unbewussten.

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Deuten

Erst wenn Sie all das aufgeschrieben haben, versuchen Sie die Bedeutung Ihres Traums zu finden. Ein Anleitung für die richtige Traumdeutung Ihrer nächtlichen Erlebnisse, Buch-Tipps usw. bringen wir im nächsten Teil. Nehmen Sie sich vorher bitte ein paar Wochen Zeit, um – unbelastet von möglichen Erklärungen – Ihr Traumtagebuch zu füllen. Alle Erfahrungen zeigen: Sie werden bereits dadurch erleichterter und entspannter werden.


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