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Du sollst nicht stehlen:Rabbi Bonders 5 erstaunliche Arten des Diebstahls, die Lebensqualität mindern


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Rabbi Bonders 5 erstaunliche Arten des Diebstahls - und wie Sie sie vermeiden können und damit die Lebensqualität aller verbessern

Reichtum bedeutet im klassischen jüdischen Denken, die Lebensqualität für alle zu verbessern - und nicht, anderen etwas wegzunehmen. Es geht darum, die im Kosmos zur Verfügung stehenden Elemente in Überfluss umzuwandeln. Wenn dabei irgendeine Art von Knappheit entsteht (z. B. die Verkarstung der Landschaft durch zu extensive Rodung), dann ist das Antireichtum, der allen schadet. Die wichtigste Methode, um solche Gefahren zu vermeiden, ist das Nichtstehlen.

Die meisten Menschen halten sich nicht für Diebe, weil sie im gesellschaftlichen Kontext nicht als solche gelten. Es gibt aber eine Vielzahl strafrechtlich nicht erfasster Diebstähle, die den Reichtum aller behindern.

Für den brasilianischen Rabbiner Nilton Bonder zählt es zu den zentralen Aufgaben der Gesellschaft, das mosaische Gebot Gottes „Du sollst nicht stehlen" in einem umfassenden Sinn zu begreifen und zu leben: „Stehlen" meint nicht nur das aktive Wegnehmen, sondern auch das Vorenthalten und das Verwehren von Zugriff. Stehlen blockiert kreative Möglichkeiten.

Diebstahl von Zeit

Wenn Sie eine Aufgabe vor sich herschieben, auf deren Erledigung ein anderer wartet, nehmen Sie ihm etwas, das ihm zusteht. Rabbi Bonder: „Wenn wir die uns von Gott gewährte Lebensspanne damit verbringen, die Zeit unseres Nächsten zu verschwenden, bringen wir den Markt um den möglichen Reichtum, der in dieser Zeit hätte angehäuft werden können." Der Diebstahl von Zeit bedeutet immer auch ein Vermindern der Lebensqualität.

So vermeiden Sie diesen Diebstahl: Informieren Sie Betroffene unverzüglich, wenn Sie eine Arbeit nicht fristgerecht abliefern können. Fragen Sie zu Beginn eines längeren Telefongesprächs, wie viel Zeit der andere hat. Verweisen Sie jemanden, den Sie sich vom Halse schaffen möchten, nicht an Stellen, die ihm vermutlich nicht helfen werden.

Diebstahl von Information

Im Sifra, einem rabbinischen Kommentar zum 3. Buch Mose, heißt es: Wenn dich jemand um Rat fragt, berate ihn nicht falsch. Sage nicht „Geh früh", wenn du weißt, dass ihn Banditen überfallen könnten. Es ist Diebstahl, einem Ratsuchenden nur die Information zu geben, um die er vordergründig gebeten hat.

 

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So vermeiden Sie diesen Diebstahl: Lassen Sie andere nicht nur bruchstückhaft an Ihrem Wissen teilhaben. Hilfe bedeutet, dass eine Person gewinnt und die andere nichts verliert. Geben Sie Ihre Kenntnisse so dezent und umfassend weiter, dass der andere sie optimal nutzen oder einen Ratschlag annehmen kann, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.

Diebstahl von gutem Ruf

Ein öffentlich ausgetragener Ehekrieg von Prominenten ist ein gutes Beispiel für die schlimmen Folgen, die durch die Verbreitung intimer Informationen entstehen können. Böse Zungen, so ein jüdisches Sprichwort, tun 3-fach weh: dem, der spricht, dem, über den gesprochen wird und dem, der zuhört. Dabei ist es unerheblich, ob die Informationen wahr sind oder nicht. Die Verletzung der Privatsphäre eines Einzelnen schadet der Lebensqualität aller.

So vermeiden Sie diesen Diebstahl: Widerstehen Sie der Versuchung, Enthüllungsgeschichten über „öffentliche" Personen politisch oder moralisch zu rechtfertigen. Beteiligen Sie sich nicht daran. Hören Sie - auch wenn das sehr schwierig ist - weg. Rabbi Bonder hat die öffentliche Neugier in der Clinton-Lewinsky-Affäre scharf verurteilt und klargemacht: Jeder, der hier neugierig ist, raubt anderen den guten Ruf.

Diebstahl von gutem Handeln

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In den erweiterten Geboten in den Büchern Mose findet sich die bedeutungsvolle Regel: „Du sollst vor den Blinden kein Hindernis legen" (3. Mose 19, 14). Gebote zu befolgen bedeutet nicht nur, sich selbst korrekt zu verhalten, sondern auch, den anderen Betroffenen einzubeziehen. In der rabbinischen Rechtsprechung muss ein Juwelier, der wertvolle Edelsteine auf dem Tisch liegen lässt, für den durch den Diebstahl entstandenen Schaden mitaufkommen. Denn er hat eine „blinde" Person nicht vor dem Stolpern bewahrt.

So vermeiden Sie diesen Diebstahl: Formulieren Sie Verträge sorgfältig und detailgenau. Nicht aus Misstrauen und Eigennutz, sondern um schlechte Impulse zu unterdrücken, die sich in jedem Menschen finden. Verleihen Sie kein Geld und treffen Sie keine wichtigen Vereinbarungen ohne Zeugen oder schriftliche Abmachung.

Das beste Mittel gegen Diebstahl

Der positive Gegenbegriff zu „Stehlen" ist im hebräischen Alten Testament nicht „es dem anderen lassen", sondern zedaqá, „Gerechtigkeit schaffen" - ein aktiver, liebevoller, intelligenter und vorausblickender Vorgang.

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Alle Arten von Reichtum sind in der Lebensqualität miteinander verbunden. Wenn Reichtum nicht darauf ausgerichtet ist, Armut zu lindern, wird er selbst verarmen. Zur zedaqá gehört die Dankbarkeit, aus der heraus der Reiche andere an seinem Reichtum beteiligt, auch wenn er dadurch vorübergehend weniger besitzt.

Zur zedaqá gehören auch die Fülle und die Verbundenheit von allem.


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