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Lebenssinn und Lebensglück


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Wie Sie die fehlenden Puzzlestücke ergänzen

Lassen Sie die Vergangenheit hinter sich, und leben Sie im Hier und Heute! Das ist einer unserer Glückstipps für einen stabilen Lebenssinn. Doch mit der eigenen Vergangenheit geht es vielen Menschen wie mit einem Puzzle: Liegt es unvollendet da, weil ein oder mehrere Stücke fehlen, kann man es einfach nicht beiseitelegen.

Finden Sie heraus, welche Puzzlestücke fehlen

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Nehmen Sie ein großes Blatt Papier, und schreiben Sie alles auf, was in Ihren Augen „unvollständig“ oder „unvollendet“ ist. Hier ein paar Anregungen, in welche Richtungen Sie Ihre Gedanken schweifen lassen können.

  1. Dinge, die Sie schon immer tun wollten, aber nie getan haben. Denken Sie dabei nicht nur an große Erlebnisse (nach Australien reisen, ein riesiges Fest veranstalten), sondern auch an Alltägliches (Tagebuch schreiben, durch ein unbekanntes Stadtviertel bummeln, einen Tag faul im Bett verbringen).
  2. Alles, was Sie gerne können würden, aber (noch) nicht gelernt haben oder sogar noch nie zu lernen versucht haben, z. B.: ein Musikinstrument zu spielen, ohne Stottern zu sprechen, Aquarelle zu malen, eine Fremdsprache fließend zu sprechen, Fisch elegant zu entgräten ... Wenn Sie mögen, schreiben Sie gleich dazu, wer Ihnen beim Lernen helfen könnte.
  3. Dinge, die Sie angefangen, aber nicht fertig gemacht haben. Das kann ein Heimwerkerprojekt oder eine Handarbeit sein, aber auch ein Schulabschluss, eine Ausbildung oder eine Bergbesteigung, die Sie mal wegen schlechten Wetters abgebrochen hatten.
  4. Dinge, die Sie gerne sagen würden, aber bislang nicht ausgesprochen haben: Ihrer Kollegin, dass Sie sich über die vielen spitzen Bemerkungen ärgern; Ihrem Partner, wie dankbar Sie ihm für seine Unterstützung in schweren Zeiten sind; der Lehrerin Ihres Kindes, dass sie so gut erklären kann; Ihrem ehemaligen Chef, dass Sie eine Arbeitsstelle gefunden haben, die Ihnen besser gefällt; Ihrem verstorbenen Vater, wie sehr Sie ihn geliebt haben.

Keine Sorge!

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Möglicherweise befällt Sie beim Anblick Ihrer Liste das Gefühl von Skepsis oder sogar Aussichtslosigkeit: Wie sollen Sie all das schaffen? Keine Sorge, Sie sollen sich nicht mit all den guten Vorsätzen überfrachten, von denen wir fürs eigentlich abraten. Notieren Sie sich hinter jedem einzelnen Punkt auf Ihrer Liste, wie Sie damit verfahren möchten. Diese 4 Kategorien stehen zur Auswahl:

JETZT: Damit beschließen Sie, die Sache im Laufe dieser Woche in Angriff zu nehmen – vielleicht geht es ja sogar sofort? Beispiele: Sie greifen zum Telefonhörer und machen einen Friseurtermin zum Haarefärben aus oder einen Termin beim Steuerberater, um sich in Sachen Testament beraten zu lassen. Besonders gut für „jetzt“ geeignet sind auch die Dinge, die Sie anderen schon immer einmal sagen wollten.

SPÄTER: Nageln Sie sich selbst gleich auf einen konkreten Termin fest. Beispiele: „Sobald die Kinder in der Schule/ aus dem Haus sind, lerne ich Gitarre.“ – „13. Februar: Anmeldung Volkshochschule für ,Modern Dance – Anfänger’ – „Meeting übernächsten Donnerstag: vorher Aussprache mit Herrn Maier.“ Dadurch verhindern Sie, dass Sie diese Kategorie zu einem Sammelbecken für all das machen, was Sie eigentlich „nie“ tun wollen, ohne sich das einzugestehen.

NIE: Eine sehr befreiende Kategorie! Die Entscheidung dafür kann zwar schwerfallen – speziell dann, wenn es sich um einen lange gehegten Wunsch handelt oder um ein Projekt, in das Sie schon viel investiert haben. Aber wenn Sie sie bewusst fällen, kommen Sie damit, dass Ihrem Puzzle dauerhaft ein Teil fehlt, wesentlich besser zurecht. Beispiele: Sie entschließen sich, Ihre alten Eltern nicht mit den belastenden Elementen aus Ihrer Kindheit zu konfrontieren (und öffnen sich damit dafür, diese mit professioneller Hilfe aufzuarbeiten). – Sie beschließen, das angefangene Fernstudium abzubrechen, und ersparen sich damit das ewige schlechte Gewissen über Ihren missglückten Spagat zwischen Arbeit, Familie und Studium.

GESCHENK: Nicht alles im Leben ist planbar – zum Glück! Mit dieser Kategorie lassen Sie sich die Freiheit zu sagen: „Dafür wende ich keine (bzw. nicht noch mehr) Zeit und Energie auf. Aber wenn sich mir eine Gelegenheit bietet, werde ich sie ergreifen.“ Beispiel: Sie würden gerne 2 Monate durch Australien reisen, haben aber bisher keinen passenden Reisepartner gefunden. Statt weiterhin im Internet nach jemandem zu fahnden, warten Sie ab, ob Sie per Zufall jemanden kennen lernen, der dafür infrage kommt.

Vom Planen zum Tun

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Lassen Sie die Liste nicht in einem „Erledigen“- Stapel verschwinden – geben Sie ihr einen Platz, an dem Sie sie regelmäßig sehen (Pinnwand, oberste Schreibtischschublade). Stellen Sie fest, welche Puzzlestücke Sie tatsächlich ergänzen konnten. Setzen Sie daneben jedoch keinen Haken („erledigt“), sondern zeichnen Sie lieber ein positives Symbol, etwa ein Smiley oder einen nach oben zeigenden Daumen. Genießen Sie das gute Gefühl, und lassen Sie sich davon für neue Taten motivieren.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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