Weitere Tipps zu Sie selbst

Mit Krisen umgehen: Sind Sie zukunftsfähig?


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Der simplify-Check

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Urlaub, und das Hotel entspricht überhaupt nicht Ihren Erwartungen: Der Swimmingpool ist außer Betrieb, das Bett zu weich, das gesamte Hotel eine Baustelle, der Strand verschmutzt usw. Wie reagieren Sie? Kreuzen Sie in der folgenden Liste an, wie Sie typischerweise mit Krisen umgehen und sich in Belastungssituationen verhalten.

a) Sie ärgern sich schwarz und reagieren vorwiegend aggressiv.    

b) Sie suchen Schuldige und planen Rachemaßnahmen.

c) Sie setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um Ihre Situation zu verbessern. 

d) Sie fügen sich still in Ihr Schicksal, sind aber innerlich angefressen.

e) Sie versetzen sich in die schlechte Lage von Hotelier und Personal hinein und bemühen sich um Verständnis und Dialog.

f) Sie zwingen sich zu guter Miene und sagen: „Ich lasse mir doch meinen Urlaub nicht vermiesen!“

g) Sie saufen sich Ihren Urlaub schön.

h) Sie improvisieren, machen mehr Ausflüge, legen die zu weiche Matratze auf den Boden, gehen im Nachbarhotel schwimmen usw.

i) Sie fliehen, beißen in den sauren Apfel weiterer Kosten und buchen ein anderes Hotel.

Fragen Sie sich in einem 2. Durchgang: Welches Verhalten wäre eigentlich klüger, aber ich kann mich dazu nicht durchringen? Welches Verhalten käme für mich niemals infrage?

Auswertung

In einer schweren allgemeinen Wirtschaftskrise wären sinnvoll: c), e), h)

Eine Verbesserung Ihrer Situation könnten bringen: f), i)

Ziemlich sinnlos wären: a), d)

Wirklich gefährlich wären: b), g)

Halten Sie Familienrat

Lassen Sie den Test auch von Ihrem Partner und anderen Familienmitgliedern ausfüllen und sprechen Sie darüber.

Lernen Sie aus der Geschichte

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Um mit Krisen besser umzugehen, lesen Sie Tatsachenberichte und Romane aus wirklich schlimmen Zeiten, z. B. Lothar Günther Buchheim, Das Boot. Was sind Ihre Sorgen gegen die permanente Todesnähe in den U-Booten im Zweiten Weltkrieg? Geeignete Literatur gibt es in Hülle und Fülle: Victor Hugo, Les Miserables oder die Tagebücher von Mutter Teresa.

Werden Sie Selbstständiger

Dazu müssen Sie nicht Ihren Beruf aufgeben. Aber Sie sollten sich ein 2. Standbein schaffen, mit dem Sie notfalls Geld verdienen können. Machen Sie sich klar: Als Angestellter werden Sie mit 60 oder 65 zwangsläufig zum Arbeitslosen (vielleicht sogar früher) – mit der unsicheren Aussicht, ein ausreichendes Ruheeinkommen zu erhalten. Wäre es nicht klüger, sich auf eine Tätigkeit vorzubereiten, mit der Sie auch noch mit 70 oder 75 Geld verdienen? Natürlich eine Tätigkeit, die Ihnen gefällt, Sie erfüllt und mit der Sie anderen einen echten Nutzen bieten können.

Erweitern Sie Ihren Freundeskreis

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Die meisten Menschen haben – bedingt durch ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildung – vor allem gleichaltrige Freunde. Das kann sich im Alter rächen, wenn Sie von lauter Menschen umgeben sind, die selbst Hilfe benötigen und Ihnen keine neuen geistigen Impulse vermitteln. Bemühen Sie sich aktiv darum, auch jüngere Menschen zu Ihrem engeren Freundeskreis zählen zu können. Vermutlich haben Sie ja schon solche Kontakte – pflegen Sie die bewusst und intensiver als bisher. Die wichtigste Grundregel: Hören Sie zu! Halten Sie sich nicht selbst für in allen Dingen erfahrener („Ich kann dir zeigen, wo’s langgeht“), sondern erkennen Sie, wo Sie etwas von jüngeren Menschen lernen können. Nutzen Sie diese Chance!orin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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