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simplify Ahnenforschung!


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Wie und warum Sie Ihre Familiengeschichte erkunden sollten

Vereinfacht Ahnenforschung das Leben? Zunächst kostet es Zeit, nach den Eltern der Urgroßeltern usw. zu suchen. Aber nach den ersten Funden werden Sie eine tiefe Freude erfahren. Wissen über die Generationen vor Ihnen verstärkt Ihre Verwurzelung im Leben. Sie erfahren, wie viele Kriege, Krankheiten und Katastrophen die Menschen vor Ihnen überstanden haben – und werden dankbarer. Sie fühlen sich gestützt von der Kraft der vielen Menschen, deren absolut lückenloser genetischer Tradition Sie Ihr Dasein verdanken. Ahnenforschung kann Ihr Leben sehr wohl einfacher und glücklicher machen. Außerdem: Wer neue Vorfahren ans Licht bringt, steigt im Ansehen seiner Sippe.

So fangen Sie Feuer

Geben Sie Ihren Familiennamen in die Suchmaske der Internetseite family search.org ein – und staunen Sie. Ist Ihr Name selten, finden Sie dort auf Anhieb oft echte Vorfahren. Der Namensforscher Jürgen Udolph nennt als Faustregel: Gibt es weniger als 200 lebende Menschen mit Ihrem Familiennamen, sind mit großer Wahrscheinlichkeit alle miteinander verwandt.

Haben Sie einen häufig vorkommenden Familiennamen, überspringen Sie diesen Schritt und beginnen gleich mit der gezielten Suche, die keinem Ahnenforscher erspart bleibt: Unterlagen zusammensuchen und eine Ahnentafel skizzieren – am besten zunächst mit Bleistift auf einem großen Bogen Papier. Eine Ahnentafel startet bei Ihnen und listet Ihre Eltern,Großeltern etc. auf. Ein Stammbaum dagegen geht von einem Ahnen in der Vergangenheit aus und listet dessen sämtliche Nachfahren auf – mit allen Kindern und Geschwistern, bis die Reihe schließlich zu Ihnen führt.

Hilfe von den Mormonen

Die wohl größte genealogische Datensammlung hat die religiöse Gemeinschaft der Mormonen zusammengetragen (familysearch.org), weil bei denen die Familienbande eine ganz besondere Rolle spielen. Sie haben auch tausende deutscher Kirchenbücher und Einwohnerregister elektronisch erfasst und geben die von ihnen gesammelten Daten unentgeltlich weiter.

Bei familysearch.org können Sie auch das leistungsfähige Genealogie-Programm PAF (Personal Ancestry File) gratis herunterladen. Wenn Sie unter Voreinstellungen – Extras den Haken im Kästchen HLD-Daten entfernen, ist die Software „entmormonisiert“. Die mit PAF erfassten Daten werden als gencom- Dateien gespeichert. Dieses Format ist mittlerweile der internationale Standard. Sie können jederzeit auf andere Genealogie-Software umsteigen oder Ihre gencom-Datei von Internet-Anbietern als riesigen Stammbaum ausdrucken lassen. Nie war Ahnenforschung so komfortabel wie jetzt.

Datensammlungen im Internet

Wenn Sie ohne Mormonen auskommen möchten: genealogy.com und an cestry.com sind kommerzielle Dienste mit weltweiten Daten. Weitere Anbieter und viele Tipps finden Sie in der enorm großen Sammlung cyndislist.com. Die beste Ausgangsbasis für Recherchen in deutschen Archiven ist genealogienetz.de. Viele gute Tipps bieten ahnenforschung.net und biggislist.de, die „kleine Schwester“ von cyndislist.

Die eigene Familienchronik

Der nächste Schritt: Sie drucken für jeden Vorfahren ein eigenes Blatt aus mit Geburtsdatum und -ort, Taufdatum und -ort, Beruf, Hochzeitsdatum, Liste der Kinder, Sterbedatum. Ergänzen und beleben Sie die Seite mit Fotos und originellen Fakten.

Wenn Sie Ihre Chronik älteren Sippenmitgliedern zeigen, werden Sie manche interessante Tatsache oder Anekdote über Ihre Ahnen erfahren. Sofort aufschreiben! Organisieren Sie alles in einem Ordner, dann können Sie Ihre Chronik ständig ergänzen, auch mit eigenen Kindern, Enkeln und neuen Verwandten. Eine Chronik ist niemals fertig!

Mit der Geschichte verknüpfen

Vergleichen Sie die Daten Ihrer Vorfahren mit einer Geschichtstafel. Dadurch bekommen die trockenen Zahlen Farbe: Wer von etwa 1685 bis 1750 lebte, war ein Zeitgenosse von Johann Sebastian Bach. Welcher Ihrer Vorfahren hat die Französische Revolution 1789 miterlebt, die ganz Europa erschütterte? 1850 erlebten Ihre Ahnen die ersten Eisenbahnen – usw.

Der Stammbaum-Effekt

Eine ganz besondere Folge der Ahnenforschung berichtet uns simplify-Leserin Christa Z.: Als ihr Mann immer begeisterter nach seinen Vorfahren fahndete und zum Schluss eine prächtige Ahnentafel präsentierte – da kam es ihm doch allzu traurig vor, dass seine Linie mit ihm enden sollte. Und das Ehepaar Z. beschloss, doch noch Kinder in die Welt zu setzen.

Einen Lust machenden Einstieg bietet das reich bebilderte Buch von Anke Fischer, Familienchronik. Edition XXL, Crumbach 2004. ISBN-13: 978-3897363144. 10 €.

Autor: Tiki Küstenmacher


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