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Stressfreie Weihnachten: Seitenwechsel im Advent


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So genießen Sie das Fest der Feste auch inmitten von Trubel und Hektik

Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Das ist theologisch und psychologisch auch in Ordnung: Am 24. Dezember feiern wir, dass diese Schöpfung uns beschenkt. Dass Gott in der Gestalt eines Säuglings in Betlehem als Mensch auf die Erde gekommen ist. Zum Gedenken daran tauschen auch wir Menschen untereinander Geschenke aus. Haben Sie also kein schlechtes Gewissen, wenn Weihnachten bisweilen so materiell und geschenkorientiert daherkommt. Das ist okay.

Die 2-Hände-Theorie

Geschenke sind etwas für beide Hände: Die eine gibt, die andere nimmt. Im Lauf der Jahrzehnte haben sich bei der Vorbereitung des Christfestes allerdings die Gewichte verschoben: Es ist zu einer einseitigen Verlagerung auf das Geben gekommen. Den weitaus meisten Raum bei den vorweihnachtlichen Planungen und Gedanken nimmt das Schenken ein. Das Beschenktwerden dagegen führt ein Schattendasein. Viele Menschen können ein Geschenk gar nicht mehr unbeschwert annehmen. Sofort denken sie an den Ausgleich: Muss ich dem jetzt auch etwas schenken? Hab’ ich den vergessen?

Stoppen Sie Ihren Gebe-Zwang

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Machen Sie dieses Weihnachtsfest zu einem Fest des Sich-beschenken-Lassens! Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie bekommen. Schalten Sie vom Geber- in den Empfänger-Modus. Denken Sie nicht sofort an den Ausgleich, wenn Sie ein Geschenk empfangen. Halten Sie die kleine Beschämung aus, dass Sie die Hände des Gebers nicht füllen, sondern „nur“ danke sagen können. Geben Sie den Dank im Stillen nach oben weiter. Dann sind Sie dem Sinn des Weihnachtsfestes ganz nah!

Finden Sie Ihr Gleichgewicht

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Sie müssen dieses Jahr nicht aufs Schenken verzichten. Aber falls Sie Jahr für Jahr unverdrossen Menschen weiter beschenken, die Ihre Gabe niemals erwidern oder sich nicht einmal bedanken – dann dürfen Sie Ihre Geschenke getrost einstellen. Sonst würden Sie zu Weihnachten in die Rolle Gottes rutschen, der voller Liebe und Gnade ohne Gegenleistung gibt und gibt. Damit wären Sie auf der falschen Seite gelandet. An Weihnachten dürfen Sie feiern, dass Sie Mensch sind, dass Sie entgegennehmen dürfen und nicht grenzenlos austeilen müssen. Machen Sie als Immer- Schenker(in) im Jahr 2004 endlich einmal Pause! Und selbst als durchschnittlicher Geber dürfen Sie diesmal locker und gelassen bleiben. Sie werden merken: Im Empfänger-Modus geht Ihnen das Schenken viel leichter von der Hand.

Sehen Sie das Gleichnis

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Mit der Einstellung „Hurra, ich werde beschenkt!“ sehen Sie Ihren Alltag mit anderen Augen. Sie sind von unzähligen Dingen umgeben, die Sie nicht selbst geschaffen haben und für die Sie dankbar sein können: Straßennetz, Wasserversorgung, Sonnenlicht, Internet, Pflanzen, Tiere, Mitmenschen ... Jedes Geschenk mit Einwickelpapier und Schleife enthält die Vorarbeit vieler Menschen (oft rund um den Erdball) und ist damit ein Gleichnis für das riesige Netzwerk des Lebens, in das auch Sie eingebunden sind. Mit diesem neuen Blick auf die Umwelt lässt sich die Adventszeit zu einer Zeit des Auftankens, der Dankbarkeit und der Zufriedenheit machen.

Autor: Tiki Küstenmacher


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