Work Life Balance

Generation Y – Zwischen Work-Life, flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Karriereleiter


Im Grunde handelt es sich bei der Generation Y um jene jungen Menschen, die zwischen 1977 und 1998 geboren wurden. Diese zeichnen sich durch unterschiedliche Eigenschaften aus, die sich besonders im Berufs- aber auch im normalen Privatleben immer häufiger zeigen. Im Fokus steht dabei zum einen die häufig gute Ausbildung inklusive universitärem Abschluss, einen Hang zur modernen Technik und den neuen Medien sowie die Freude am Leben anstelle dem Streben nach Prestige und Status. Die Soziologie hat diese Generation bereits seit langem erforscht. Besonders der Umgang mit Situationen wie der Finanzkrise, den Terroranschlägen sowie dem Prinzip „Hire and Fire“ hat diese jungen Menschen darin geschult, immer das Beste aus der aktuell vorliegenden Situation zu machen. Mit der Generation Y geht auch das große Aufkommen an neuen Geschäftsideen und Unternehmen einher, die mit Hilfe des richtigen Einsatzes von Geld auch verwirklicht werden. Entsprechend sind die vielen Start-Ups ein Charakteristikum dieser Personengruppe, genauso wie die flexiblen und alternativen Gleitzeitmodelle sowie das grundsätzliche Verlangen nach Freizeit und einer angenehmen Arbeitsplatzgestaltung. Im Folgenden sollen diese Aspekte näher dargelegt werden, denn gerade in beruflicher Sicht hebt sich die Generation Y von den Vorherigen ab.

Start-Up-Aufkommen als Zeichen des neuen Selbstbewusstseins

Alleine in Berlin werden enorm viele Start-Up-Unternehmen gegründet. Nicht ohne Grund prognostiziert eine Studie der McKinsey & Company, dass bis 2020 rund 100.000 Arbeitsplätze mehr in der Bundeshauptstadt vorhanden sind. Europaweit kann Berlin also zur führenden Start-Up-Metropole gezählt werden. Rund 133 Millionen Euro werden in diese Geschäftsideen allein dort investiert. In Verbindung mit der neuen Generation und dem Gründergeist ist diese Stadt für die Generation Y von übergeordneter Bedeutung. Schwerpunkt der Firmen ist häufig das Internet.

Die enge Verbindung zwischen Start-Ups und der Generation Y wurde auch durch unterschiedliche Studien bewiesen. Knapp 40 Prozent aller befragten Personen, die dieser Altersklasse angehören, würden ihr Geld gerne in einem solchen neu gegründeten Unternehmen verdienen. Dynamik, Experimentierfreude sowie die Möglichkeit, neue und moderne Arbeitsmodelle und –Plätze nutzen zu können, wurden als Motivation für einen solchen Berufseinstieg angegeben. Ob ein Büro im Feng-Shui, das die Konzentration fördert, oder das Befassen mit einer gesellschaftlich sinnvollen Idee, Start-Ups boomen und ziehen immer mehr junge Absolventen an. Im Gegensatz dazu haben sich knapp 50 Prozent für eine Anstellung in einem alteingesessenen und etablierten Unternehmen entschieden. Es ist also erkennbar, dass die Start-Ups mittlerweile einen großen Teil des Arbeitsmarktes erheblich beeinflussen.

Home-Office als Symbol flexibler Arbeitszeitmodelle

Fluch und Segen zugleich, so lässt sich das Home-Office, das in der heutigen Arbeitswelt immer beliebter wird und somit ebenfalls zur Generation Y gehört, am besten beschreiben. Während Arbeitnehmer ihre Zeit dort selbst einteilen können und somit über gewisse Freiheiten im Tagesablauf verfügen, so verleitet der heimische Arbeitsplatz doch dazu, häufiger aufzustehen, täglich anfallende Hausarbeiten schnell zu erledigen oder Dinge aufzuschieben. Ein gutes Selbstmanagement ist demnach unerlässlich, um das tägliche Pensum auch erreichen zu können. Andernfalls ist das Prinzip Homeoffice nicht möglich, denn der Erfolg bleibt auf der Strecke. Mit Hilfe einiger kleiner Tipps, kann dies jedoch einfach bewerkstelligt werden. Dazu gehört die richtige Planung eines Projektes, das Entwickeln von Liebe zu ebendiesem und das Einhalten von Deadlines und Terminen.

Oftmals bieten Arbeitnehmeauch für das Homeoffice das richtige und professionelle Equipment an. Hier sind Rechner, Telefon, Stuhl sowie Schreibtisch zu nennen. Neben diesen Aspekten sind im Homeoffice jedoch auch andere Vorgehensweisen nützlich, um produktiv und vor allem gesund zu bleiben. Diese werden nicht nur in den eigenen vier Wänden angewendet, sondern ebenfalls am Arbeitsplatz vor Ort. Gründer von Start-Ups und etablierte Unternehmer haben inzwischen erkannt, dass die Belegschaft das wichtigste Kapital und folglich gut zu behandelt ist. Denn gerade bei der Arbeit vor dem Rechner, können Rücken und Augen schnell in Mitleidenschaft gezogen werden, was unter Umständen zu Arbeitsausfällen führt. Dieser Artikel setzt sich damit auseinander und beschreibt unterschiedliche Tricks, die dies verhindern. Dazu gehört der richtige Schreibtisch und Stuhl, aber auch ein aktiver Alltag. Während in normalen Unternehmen der Gang in die Firmenküche oder eine gemeinsame Pause schon dazu verhilft, den Kreislauf in Schwung zu halten, ist die Arbeit zu Hause oftmals davon geprägt, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen und das Haus nur selten zu verlassen. Aktivität am Arbeitsplatz ist demnach eine wichtige Eigenschaft, die seitens der Generation Y erkannt und auch umgesetzt wird. Zudem ist die richtige Ernährung ein wichtiger Aspekt, der im Homeoffice sowie im Unternehmen selbst, einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Die Bereitstellung von Obst am Arbeitsplatz ist eine Möglichkeit, die hier stellvertretend zu nennen ist.

Work-Life-Balance und Feel-Good-Manager: So arbeitet die Generation Y

Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, um Spaß an der Arbeit und somit auch ein erfolgsversprechendes Ergebnis zu erzielen. Wer ständig Überstunden macht, dafür nicht richtig entschädigt wird und seitens des Arbeitgebers nicht die Möglichkeit eingeräumt bekommt, Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen, wird der Firma schnell den Rücken kehren. In vielen modernen Start-Ups wird daher der Fokus unter anderem auf eine gute Verteilung zwischen Beruf und Privatleben gelegt. Gemeinsame Aktivitäten, um den Zusammenhalt zu stärken, Teambuilding-Maßnahmen oder Sportangebote sind nur drei der Eigenschaften, die dazu verhelfen, die Belegschaft bei Laune zu halten und darüber hinaus die Absolventen in diese Unternehmen locken. Die optimale Vorgehensweise hinsichtlich Work-Life-Balance sowie der Nutzen, der sich für Gesellschaft, Unternehmen und Mitarbeiter eröffnet, legt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend näher dar. Denn alle drei Bereiche werden davon erheblich beeinflusst. Eine gute Balance fördert somit nicht nur die Produktivität der Angestellten, sondern ebenso deren aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Des Weiteren ist auf diese Weise eine bessere Kalkulation der Ressourcen, des In- sowie des Outputs möglich, sodass Unternehmen seltener in prekäre Situationen geraten und auf diese Weise der Gesellschaft länger von Nutzen sind. Die Generation Y sieht sich daher als Wachstumsmotor der Geschäftswelt, als nachhaltigen Arbeitgeber mit langfristigen Erfolgschancen. Vereinen soll diese vielen Eigenschaften der sogenannte „Feel-Good-Manager“, der in manchen Unternehmen bereits angestellt ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um das Bespaßen der Belegschaft, sondern um das Schaffen einer produktiven und guten Arbeitsatmosphäre. Dies schließt etwa die Anerkennung und das Lob mit ein.

Spiel- statt Arbeitsplatz: Das Büro von Google

Vorreiter ist, wie diese Eindrücke beweisen, der Konzern Google, der immer wieder versucht, durch innovative und kurzweilige Arbeitsplatzmodelle, die Mitarbeiter zu besseren Leistungen zu motivieren und ihnen dadurch ein angenehmes Klima innerhalb der Büroräume liefert. Neben den eigentlichen Arbeitsplätzen gibt es auch einen Gaming-Room für Ablenkung vom Berufsalltag, eine Kantine mit gesunden und nahrhaften Gerichten sowie eine abwechslungsreiche und anregende Gestaltung der Büro- sowie Rückzugsmöglichkeiten. Viele bezeichnen solche Arbeitsplätze als Abenteuerspielplatz, doch die Philosophie geht viel weiter und steht symptomatisch für die Generation Y. Die Menschen sollen sich selbst finden, ihre Ideen verwirklichen und experimentierfreudig sein. Konventionen spielen eine weniger große Rolle, stattdessen jedoch der Spaß und die Aussicht auf Erfolg. Auf diese Weise versprechen sich die Chefs solcher Konzerne die Innovationen, die sie schließlich von der breiten Masse abhebt. Ganz ähnlich wie bei den Start-Ups auch, die durch eine zündende Idee versuchen, zum einen die Welt ein Stückchen besser zu machen, aber vielmehr, ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen, dass eine Symbiose aus Umsatz, Spaß an der Arbeit und einem gesunden Lebensstil darstellt. Es geht im Großen und Ganzen um eine offene Arbeitskultur. Das ist bereits anhand der Büros erkennbar. So haben Studien ergeben, dass Großraumbüros zu besseren Leistungen führen als Einzelbüros. Allerdings sind hier keinesfalls die Räume gemeint, die wie Legebatterien aussehen, sondern stattdessen individuelle Arbeitsplätze, die von den Anstellten selbst eingerichtet werden können. Neben Google sind auch die Firmenbosse von Facebook um Mark Zuckerberg, die auf den Zug aufgesprungen sind und einen produktiven und gleichsam angenehmen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen zu versuchen, um so sicherzugehen, dass sich die Angestellten gerne im Büro aufhalten. Alle Firmen sowie Arbeitsweisen, die hier genannt wurden, haben gemein, dass sie in den vergangenen Jahren unter der Ägide der Generation Y umgesetzt wurden. Sie versinnbildlichen also die Charaktereigenschaften dieser jungen, dynamischen und erfolgshungrigen Gesellschaftsgruppe.


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