Selbstmanagement

Arbeitsmotivation: Kündigen Sie Ihren Job als Auslöffler


Tun Sie nichts, nur weil es für andere bequemer ist

Sie sind engagiert. Sie nehmen Verantwortung wahr. Sie kümmern sich und verfügen scheinbar über mehr Arbeitsmotivation als Ihre Kollegen. Wenn an einen Termin gedacht werden muss, wenn eine Aufgabe nicht vollständig erledigt ist - Sie löffeln das schon aus. Die anderen Menschen können sich ganz auf Sie verlassen. Im Beruf, zu Hause, in der Großfamilie. Das kann eine große Befriedigung sein. Es kann aber auch - wenn es nicht in Grenzen gehalten wird - müde, mürbe und abgespannt machen und die Arbeitsmotivation leidet irgendwann darunter. Wenn Sie zur 2. Kategorie gehören - hier sind ein paar Anregungen, wie Sie das ändern können.

Proben Sie den gesunden Egoismus

Geben Sie die Aufgabe des „Kümmerers" ab. Prüfen Sie kritisch: Was tue ich privat und beruflich, nur weil es für andere bequemer ist? Welche Dinge, die mir eigentlich überhaupt nichts bringen, tue ich aus reiner Gewohnheit? Kollegen, Partner und Kinder sollten selbst dafür gerade stehen, Verpflichtungen und Termine einzuhalten. Je früher Sie Verantwortung übertragen, umso eher sind Sie die Auslöffler-Rolle los.

Ertragen Sie den Aufstand

Die anderen werden maulen, jammern, protestieren, drohen. Nehmen Sie diese Reaktionen als ein sicheres Zeichen dafür, dass die Situation offensichtlich bisher unausgeglichen war. Gestehen Sie sich und anderen ruhig ein, dass es Ihnen manchmal auch gut getan hat, gebraucht zu werden. Aber nun sind Sie erschöpft. Sagen Sie augenzwinkernd, Sie wollten das schöne Gefühl des Gebrauchtwerdens auch mal andern überlassen.

Lassen Sie sich nicht wieder überreden

Entlasten Sie sich, indem Sie Ihre Tätigkeiten kritisch auf Gewohnheitspflichten durchleuchten. Sagen Sie Nein zu Aufgaben, die nicht die Ihren sind. Vermutlich haben Sie schon lange solche Tätigkeiten übernommen, die andere aus Bequemlichkeit und mangelnder Arbeitsmotivation auf Sie abgeschoben haben: „Sie können das viel besser als ich" - „Ihre Protokolle sind die besten" - „Sie haben das immer so gut gemacht".

Beenden Sie Engagements, die Ihnen keine Freude bringen

Die Zeit- und Lustfalle lauert vor allem bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Oft stehen hier wenige Aktive einer Masse von Mitläufern und Besserwissern gegenüber. Wenn Sie zu den Aktiven gehören, dann sorgen Sie dafür, dass nicht alle Aufgaben und Nachteile an Ihnen hängen bleiben. Lehnen Sie die nächsten 3 Sitzungen lang konsequent alle Aufgaben ab. Beobachten Sie die Auswirkungen. Wenn sich niemand findet, der für Sie einspringt, dann sind die Strukturen „krank". Stellen Sie in diesem Fall Ihr Amt zur Verfügung.

Hans-Ulrich Meißner 


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