Selbstmanagement

Arbeitsorganisation im Praktikum


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Worauf Sie beim Einstieg in den Aufstieg achten sollten

„Früher waren Praktika ein Plus, heute sind sie ein Muss“, erklärt das Hochschulteam der Bundesagentur für Arbeit. Das Praktikum bietet Berufseinsteigern die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Fähigkeiten zu trainieren und Kontakte zu knüpfen. Wir haben Expertentipps gesammelt, wie Sie Ihre Chancen optimal nutzen und Ihre Arbeitsorganisation verbessern können.

Freundliche Distanz

Auch wenn es in vielen Büros scheinbar locker zugeht und alle sich duzen: Bleiben Sie so lange beim freundlichen „Sie“, bis Ihnen jemand ausdrücklich das „Du“ anbietet.

simplify-Tipp: Grüßen Sie immer – lieber 1-mal zu viel als 1-mal zu wenig! Wer nicht grüßt, wirkt schnell verklemmt oder arrogant. Dabei gilt: Der Rangniedere (also Sie) grüßt den Ranghöheren. Anders beim Händeschütteln: Dabei reicht der oder die Ranghöhere dem anderen die Hand.

Initiative zeigen

Anfangs werden Sie das tun, was man Ihnen aufträgt. Schalten Sie in Ihrer Arbeitsorganisation möglichst bald um auf Eigeninitiative. Denken Sie vorausschauend mit, wo Sie gebraucht werden könnten. Bieten Sie Ihre Mitarbeit an, aber machen Sie nichts, ohne vorher zu fragen.

simplify-Tipp: Betrachten Sie Gegenstände und Situationen als „Initiativ- Tests“. Der Drucker-Toner ist leer: „Soll ich die Patrone wechseln?“ In der Besprechung wird eine Jahreszahl gesucht: „Soll ich das schnell im Internet recherchieren?“

Vertreten Sie Ihre Interessen mit Bedacht

Sie haben viele Fragen, und die sollten Sie auch stellen. Wählen Sie für Ihren Wissensdurst aber einen günstigen Zeitpunkt.Wenn Stress herrscht, notieren Sie Ihre Fragen und bringen sie in einer entspannten Situation vor. Das gilt auch für Kritik (wenn Sie etwa den Eindruck haben, über Gebühr zum Kaffeekochen, Kopieren etc. herangezogen zu werden). Ein guter Zeitpunkt dafür sind die in vielen Firmen üblichen Feedback-Gespräche. Gibt es die nicht, bitten Sie freundlich um ein solches Gespräch – Ihr Interesse daran spricht für Ihre Lernbereitschaft und Ihr Selbstbewusstsein.

simplify-Tipp: Pflegen Sie den Austausch mit anderen Praktikanten und Ihnen wohl gesonnenen Arbeitskollegen. Fragen Sie, was Sie besser machen könnten.

Sagen Sie Ihre Meinung

Praktikanten neigen dazu, aus Unsicherheit vieles positiv zu bewerten. Dabei ist gerade ihr frisches, unvoreingenommenes Urteil für viele Unternehmen interessant.Wenn Sie nach Ihrer Meinung gefragt werden – äußern Sie sie. Verbinden Sie Kritik immer mit einem konstruktiven Lösungsvorschlag.

simplify-Tipp: Nutzen Sie Besprechungen, um Ihre Ideen einzubringen. Tun Sie das allerdings in Maßen und nur dann, wenn Sie vorher aufmerksam zugehört haben.

Seien Sie diskret

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Lästern ist nie schön, für Neulinge aber besonders unklug. Denn Sie können nicht überblicken, wer wem wieso welche pikanten Zitate zuträgt. Sprechen Sie auch über frühere Arbeitgeber nicht schlecht und plaudern Sie keine Geheimnisse aus.

simplify-Tipp: Auch wenn der Arbeitgeber Privatgespräche oder das Surfen im Internet erlaubt – nutzen Sie diese Möglichkeiten nur spärlich, um Ihre Arbeitsorganisation nicht zu stören. Ganz wichtig: Ihr privates Handy sollte während der Arbeitszeit ausgeschaltet sein.

Über die Hierarchien hinweg

Seien Sie freundlich zu allen. Als gering (oder gar nicht) bezahlte Arbeitskraft sind Sie der Firmenhierarchie nicht ganz so unterworfen wie die Angestellten. Nutzen Sie diese Freiheit, indem Sie z. B. auch einmal direkt auf die Chefin zugehen.

simplify-Tipp: Unterschätzen Sie nie Sekretärinnen, Assistenten und andere unauffällige Schlüsselfiguren. Eine Ihnen wohlgesonnene Sekretärin gibt beim Plausch schon mal Infos über frei werdende Stellen oder interessante Entwicklungen.

Zum Weiterlesen: Heidi Keller und Nadine Nöhmaier, PraktikumsKnigge. Der Leitfaden zum Berufseinstieg. Clash Jugendkommunikation, 2005. ISBN 3-9809905-0-8. gebraucht erhältlich.

Praktikanten?

Vielleicht sind Sie wie viele unserer Leser nicht mehr im Praktikantenalter, sondern längst fest angestellt oder selbstständig. Haben Sie einmal daran gedacht, eine Praktikantenstelle einzurichten? Damit erweisen Sie einem jüngeren Menschen einen guten Dienst – und für Sie kann es eine enorme Bereicherung sein.


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