Selbstmanagement

Motivation: Setzen Sie sich unter Strom"


motivation_strom

Wie Sie mit Lust bei der Sache bleiben

Sie wollen oder müssen etwas lernen, kommen aber nicht in die Gänge? Es mangelt Ihnen an Motivation? Da ist es gut zu wissen, dass es verschiedene Arten von Motiviertheit gibt. Wir helfen Ihnen bei der wichtigen Frage, welcher Strom Sie unter Spannung setzen kann.

Die Zwillinge der Motivation

Es gibt 2 Grundformen: Steuerung von außen und von innen. Sind Sie von außen („extrinsisch“) motiviert, tun Sie etwas um der Konsequenzen willen – Sie lernen für das Bestehen einer Prüfung, aber nicht weil Sie vom Thema gepackt sind. Mit innerer („intrinsischer“) Motivation dagegen werden Sie „um der Sache willen“ aktiv oder Sie tun es einfach gerne. Lernprozesse finden dabei oft unbewusst statt – Sie lesen beispielsweise ein Buch aus Interesse und können ohne große Anstrengung so gut wie alles behalten. Zwischen diesen beiden Extremen spannt sich eine Linie mit verschiedenen Mischformen. Der Unterscheidungsfaktor ist der Grad an Selbstbestimmung: Je höher der ist, umso leichter wird Ihnen die Wissensaufnahme fallen.

motivation_lernen

Das Lernen genießen lernen

Motivation von außen führt meist zu strategischem Lernen: Sie lernen nur, was Sie eben brauchen, um zum Ziel zu gelangen, und Sie programmieren sich darauf, das erworbene Wissen nach der Prüfung möglichst bald wieder zu vergessen.
Motivation von innen gilt als das Ideal einer mündigen Person. Mit ihr werden tiefer gehende Lernprozesse in Gang gesetzt, und der Lernende genießt das Lernen. Von innen motivierte Personen benutzen von sich aus Lernmethoden, mit denen sich der Stoff intensiver verankert: Sie verknüpfen Wissen mit eigenen Erfahrungen und Bildern, sie reden mit anderen darüber und üben durch Anwendung. Die wichtige Frage lautet: Wie können Sie Ihre innere Motivation fördern? Durch Druck ist sie nicht herstellbar. Aber es gibt andere Möglichkeiten. Dazu verschiedene Ansätze:

motivation_selbstbestimmung

Selbstbestimmung

Nach der gut fundierten Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan ist das Entstehen innerer Motivation auf 3 psychologische Grundbedürfnisse angewiesen:
1. Das Erleben eigener Kompetenz und Wirksamkeit. simplify-Tipp: Lösen Sie sich von denen, die Ihnen Unterricht erteilen. Formulieren Sie deren Aufgabenstellungen um, in Ich-Form und mit Erweiterungen, die Ihnen Spaß machen. Beispiel: Statt „Löse Aufgabe 5 und 6“ schreiben Sie in Ihr Aufgabenheft: „Ich löse Aufgabe 5 schnell, Aufgabe 6 ganz sorgfältig und suche ein lustiges Beispiel für die praktische Anwendung.“ Nehmen Sie nicht zu viel Hilfe in Anspruch. Lassen Sie sich erklären, wie etwas funktioniert, aber tun Sie’s dann selbst. Wenn Sie etwas anfertigen, sorgen Sie dafür, dass Sie Spaß am Ergebnis haben!
2. Die Erfahrung von Autonomie. simplify-Tipp: Setzen Sie sich einen Rahmen, innerhalb dessen Sie selbst entscheiden, wie und was Sie lernen wollen. Lernen Sie „voraus“ – dann bestimmen Sie die Art Ihres Lernens und nicht der Lehrer. Den Lehrer nutzen Sie, um über bereits Gelerntes angeregt zu diskutieren!
3. Das Gefühl von sozialer Verbundenheit. simplify-Tipp: Suchen Sie Gleichgesinnte und meiden Sie den Kontakt mit den Unmotivierten. Gehen Sie auf die Besten zu und reden Sie mit denen über Aspekte des Lernstoffs, die auch für diese interessant sein könnten. Gestalten Sie das Lernthema für Sie selbst interessant. Verwenden Sie ein besser aufgemachtes Lehrbuch, wenn Ihnen das offizielle zu spröde ist. Suchen Sie Menschen, die von dem Lernthema begeistert sind. Dekorieren Sie Ihren Lernordner, malen Sie Bilder dazu, stellen Sie eine Beziehung zum Themengebiet her, werden Sie „Fan“!

Flow

motivation_flow

Wenn Sie in Ihrer Aufgabe so vollkommen aufgehen, dass ein Moment zum nächsten zu fließen scheint, dann spricht man von Flow. Sie sind völlig auf den Augenblick konzentriert. Mihaly Csikszentmihalyi hat den Flow-Begriff definiert, nachdem er Bergsteiger, Chirurgen und Künstler bei völlig konzentrierter Arbeit beobachtet hat. Flow gilt seither als Reinform der Motiviertheit von innen und führt auch zu qualitativ sehr hochwertigen Ergebnissen. Flow benötigt 3 Bedingungen: 
1. Balance zwischen wahrgenommener Schwierigkeit und eigener Fähigkeit. Ist eine Aufgabe schwieriger, als Sie sich selbst zutrauen, kann es zu ängstlichen Zuständen führen. Wirkt sie leichter, tritt Langeweile auf. Sind beide Komponenten hoch ausgeprägt, fühlen Sie sich also kompetent auf dem Gebiet und sehen Sie die Aufgabe als neue Herausforderung an, kommt es am ehesten zum Flow. simplify-Tipp: Unterfordern Sie sich nicht, aber portionieren Sie Ihre Aufgaben!
2. Eindeutigkeit der Aufgabe. Damit Sie in einer Sache voll aufgehen können, sollten Sie sichergehen können, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Ständiges Hinterfragen verhindert Flow. simplify-Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, sinnvolle praktische Anwendungen für das zu finden, was Sie lernen wollen. Beispiel: Wenn Sie wissen, dass die Differenzialrechnung Hintergrund jeder Geldanlageberechnung ist, fällt es Ihnen womöglich leichter, den trocken erscheinenden Stoff aufzunehmen.
3. Klares informatives Feedback. Auf dem Weg durch Ihren Lernstoff brauchen Sie ab und an eine Zwischenmeldung, ob Sie noch richtig liegen. simplify-Tipp: Bauen Sie in Ihren Plan Etappenziele ein, mit eventuellen Überprüfungsepisoden. Fragen Sie andere, aber sagen Sie ihnen gleich, dass Sie nur konstruktive Rückmeldungen wünschen.


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!
simplify organisiert: Selbstorganisation