Selbstmanagement

simplify mit den Top 10


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Wie Sie sich auf dem heutigen Arbeitsmarkt gut positionieren

Der sichere Arbeitsplatz – das war gestern. Unternehmensfusionen und Firmenpleiten, Stellenabbau und Arbeitsplatzverlagerungen ins nahe oder ferne Ausland zwingen viele Arbeitnehmer, auch jenseits der 40 oder 50, sich nach einem neuen Arbeitsplatz umzusehen. Wir haben uns von einem Headhunter Tipps für Sie und ihr optimales Selbstmanagement geben lassen.

Sehen Sie die Trends

Um die Sicherheit Ihrer Stelle einzuschätzen, sollten Sie wachsam registrieren, was sich in Ihrem Unternehmen tut (etwa dass auf der Betriebsversammlung von „unvermeidlichen Kosteneinsparungen“ die Rede ist). Verfolgen Sie auch, wie sich andere Unternehmen Ihrer Branche entwickeln: Wohin werden Firmen verkauft? Wo geht die Produktion ins Ausland?

simplify-Tipp: Warten Sie nicht, bis Ihr Branchenblatt im Büro den Weg auf Ihren Schreibtisch findet. Abonnieren Sie es privat, und studieren Sie es gründlich.

So kommen Sie weiter

Wenn Sie Ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen möchten, ist ein Jobwechsel von Vorteil. Und: Je länger Sie auf einer Stelle bleiben, desto schwieriger wird auch ein möglicherweise eines Tages von außen erzwungener Wechsel. Wenn Sie nicht höhersteigen wollen, ist ein sidestep angesagt (Wechsel in die gleiche Position anderswo). Stellen Sie Branchenfremdheit nicht als Manko dar („Ich kenne die Süßwarenbranche noch nicht, aber ...“), sondern als Bereicherung („In unserer Branche sind wir bereits auf die 360-Grad-Beurteilung umgestiegen“).

simplify-Tipp: Bei einem größeren Unternehmen ist ein Stellenwechsel innerhalb der Firma eine gute Alternative zum Wechsel des Arbeitgebers. Je mehr Kontakte in verschiedenen Bereichen Sie so knüpfen, desto größer ist Ihre Chance, bei Stellenstreichungen anderswo im Unternehmen unterzukommen.

Machen Sie sich selbst wertvoll

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Auch wenn Sie Ihre derzeitige Stelle voll und ganz ausfüllen: Ruhen Sie sich nicht darauf aus, sondern qualifizieren Sie sich weiter (neueste Computerkenntnisse, Fortbildungen, Sprachdiplome nicht nur in Englisch, sondern z. B. auch in Spanisch). Damit werden Sie für Ihren derzeitigen Arbeitgeber flexibler einsetzbar und halten sich andere Optionen offen.

Die Sache mit der Loyalität

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Viele Unternehmen erwarten von ihren Arbeitnehmern einen hohen Grad an Identifikation. Sehen Sie sich selber jedoch nicht ausschließlich als Teil einer „Betriebsfamilie“, sondern ebenso als Individuum mit eigenen Interessen. Sonst werden Sie womöglich eines Tages bitter enttäuscht sein, wenn Ihre Loyalität seitens der Firma nicht erwidert wird. Fragen Sie sich: Bin ich mit dem zufrieden, was ich tue? Bin ich mit dem zufrieden, was ich lerne?

Auf der Suche

Erste Anlaufstelle sind die Stellenanzeigen in der Branchenzeitschrift bzw. auf der Website der Zeitschrift, danach die Ihrer Branche entsprechende Tagesoder Wochenzeitung. Sie möchten erst einmal Ihren Marktwert herausfinden? Bei stepstone.de und monster.de können Sie Ihr eigenes Profil in anonymisierter Form hinterlegen.

Interessante berufliche Kontakte lassen sich über xing.com anbahnen. Aber Vorsicht: Auch Ihr Arbeitgeber schaut sich vermutlich auf dieser Seite um!

Stehen Sie zu Ihrem Alter

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Fakt ist: Stellenbewerber über 45 werden bei Bewerbungsverfahren häufig als „zu teuer“ aussortiert. Fakt ist aber auch: Sie haben aufgrund ihres Alters oft eine Menge zu bieten.

simplify-Tipp: Sprechen Sie bereits im Bewerbungsanschreiben Ihr Alter selbstbewusst an: „In meiner über 20- jährigen Berufslaufbahn habe ich umfassende Kenntnisse in folgenden Bereichen erworben:“ Stellen Sie neben Ihren harten Qualifikationen auch Ihre soft skills heraus: Ihre Berufs- und Lebenserfahrungen, die Sie eigenständig, belastbar, führungskompetent, flexibel … gemacht haben. Verkaufen Sie in einem Vorstellungsgespräch unbedingt Ihre umfassenden Branchenkenntnisse, die jüngere Mitbewerber oft nicht in dieser Tiefe besitzen.

Der beste Job für Sie

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Machen Sie Ihre Arbeitsplatzentscheidung von Ihrer Lebenssituation abhängig. Sie haben ein Haus abzubezahlen? Dann kann ein geringeres Festgehalt sinnvoller sein als ein Gehalt mit hohem variablem Anteil. Sie gehören zur Altersgruppe 50 plus? Überprüfen Sie genau, welche finanziellen Folgen ein Wechsel hätte (Betriebsrente, Möglichkeit zur Altersteilzeit etc.). Ihr Partner/ Ihre Partnerin verdient auch? Dann können Sie das Risiko einer befristeten Stelle, wie es sie heute immer öfter gibt, leichter eingehen. Fragen Sie aber nach den Gründen für die Befristung.

Achtung: Erzählen Sie Ihrem Arbeitgeber nicht von einem besseren Angebot in der Hoffnung, auf diese Weise mehr Gehalt herausholen zu können. Denn sollten Sie bei Ihrem Arbeitgeber bleiben, werden Sie dadurch ein Kandidat fürs Abstellgleis.

Buchtipp: Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader: Erfolgreich bewerben mit 45plus. Entdecken Sie Ihre Chancen – nutzen Sie Ihre Vorteile. Eichborn Verlag. Frankfurt a.M. 2007. ISBN-13: 978-3821859262. gebraucht erhältlich.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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