Selbstorganisation

Arbeitsorganisation: Einfach diagonal


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Warum die platzraubende schräge Aufstellung von Büromöbeln häufig am meisten Platz schafft

Die wenigsten Menschen verfügen über einen Arbeitsplatz, an dem so viel Platz ist wie in der Büromöbelwerbung. Weil Büromöbel rechteckig sind, werden sie besonders in kleinen Räumen rechtwinklig zueinander aufgebaut. Das ist, geometrisch gesehen, die platzsparendste Anordnung. Für den Menschen aber, der an solch einem Platz arbeiten soll, ist der rechte Winkel eher beengend.

Der dreieckige Mensch

Der Platz, den ein Mensch zum Arbeiten und Schauen benötigt, ist eine Art Dreieck. Deswegen, so der schwedische Arbeitsphysiologe Tor Leif Aarland, fühlen wir uns freier, wenn wir nicht frontal auf eine Wand oder ein Regal sehen, sondern in einem 45-Grad-Winkel dazu sitzen.

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Aarland empfiehlt, bei der Neueinrichtung von Büros lieber kleinere Schreibtische diagonal anzuordnen als große rechtwinklig.

Aber auch bereits bestehende Büroarbeitsplätze lassen sich oft mit der Diagonal-Methode verbessern.

Bei einer Winkelkombination kann mit einem einfachen dreieckigen Einsatz an die Tischplatte die Arbeitsrichtung in die menschenfreundliche Diagonale gebracht werden. Die meisten modernen Büromöbelsysteme bieten für die Tische dreieckige oder runde Abschlüsse, mit denen die schräge Aufstellung leichter vonstatten geht.

Haben Sie Mut!

Aarland rät: Experimentieren Sie, probieren Sie herum, auch wenn Sie von Kollegen zunächst belächelt werden. Der schwedische Ergonomie-Experte berichtet, dass in über der Hälfte aller Fälle die kritischen Kollegen bald selbst ihre Schreibtische schräggestellt hätten. Durch den Diagonal-Trick wird ein kleines Zimmer nicht größer, aber Sie werden es als positiver empfinden.

So besiegen Sie Ihren inneren Schweinehund

Sie müssen nicht gleich Möbel verrücken. Setzen Sie sich sofort probeweise so, dass Sie diagonal durch den Raum sehen und nicht frontal auf eine Wand oder ein Fenster.


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