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Arbeitsorganisation

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18. März

Arbeitsorganisation einmal anders: Job-Freundschaften pflegen

Thema: Arbeitsorganisation Arbeitsorganisation

Wenn Sie erwerbstätig sind, verbringen Sie den größten Teil Ihres Tages an Ihrem Arbeitsplatz. Büroorganisation und Arbeitsorganisation gehen Hand in Hand mit persönlichen Erfahrungen. Gerade bei hoher beruflicher Belastung schaffen die gemeinsam verbrachte Zeit und durchgestandene Turbulenzen Gemeinsamkeiten mit Ihren Kollegen.

Nutzen Sie das für Ihre beruflichen Ziele und sehen Sie Beruf und Freundschaft nicht als Gegenpole an, rät der Arbeitspsychologe und Berater Hermann Refisch. Beachten Sie aber folgende Regeln.

Offen sein und berufliche Ziele nicht gefährden

Der Eindruck von Geklüngel ruiniert schnell Ihre Integrität und macht es schwer, berufliche Ziele zu erreichen. Stehen Sie daher offen zu Ihren Freundschaften mit Kollegen. Tragen Sie das aber nicht zur Schau, indem Sie etwa betonen, wie eng Ihre Kontakte zu Vorgesetzten sind. Gehen Sie mit unterschiedlichen Leuten zu Tisch und verstummen Sie nicht, wenn jemand hinzutritt. Binden Sie nicht nur Ihre Freunde in Gespräche mit ein. Um teamfähig zu bleiben, sollten Sie auf alle zugehen und für jedermann zugänglich bleiben.

Arbeitsorganisation und Freundschaften: Grenzen ziehen

Verraten Sie Ihren Freunden in Gesprächen oder Besprechungen keine Dinge, die sie in deren Position gar nicht wissen dürften. Sie sollten sich für den Umgang klare Ziele setzen: Äußerungen wie "Ich sag's dir im Vertrauen ..." sind in der beruflichen Sphäre tabu, ebenso Vorwürfe wie "Ich dachte, wir sind offen miteinander ...". Finden Sie eine gemeinsame Regelung, am besten, indem Sie vorab mit Missverständnisse aufräumen: "Bitte habe Verständnis dafür, dass ich dir manches nicht sagen darf, selbst wenn ich es wollte. Bitte bohre dann auch nicht nach. Das könnte mich in Loyalitätskonflikte bringen."

Erwartungen aussprechen

Unter befreundeten Kollegen treten schnell Interessenkonflikte auf, wenn es um die Arbeitsorganisation oder die Büroorganisation geht: Etwa wenn sie miteinander in Konkurrenz stehen oder wenn einer in der Firmenhierarchie über dem anderen steht. Wenn Sie das Wissen um Dinge quält, die Sie nicht aussprechen dürfen, oder wenn Ihre Freunde Ihnen signalisieren, dass sie nicht mehr mit Ihnen befreundet sein möchten, wenn Sie beruflich motivierte Geheimnisse bewahren: Reden Sie Klartext miteinander und machen Sie sich an das Aufräumen von Missverständnissen. Was erwarten Sie voneinander? Was befürchten Sie? Diskutieren Sie mit Ihrem Freund oder Ihrer Freundin diese Frage und vereinbaren Sie Ihre eigenen Regeln. In welchen Bereichen legen Sie Ihre Freundschaft "auf Eis"? In welchen können Sie nach wie vor gemeinsam an Ideen feilen und positive Erlebnisse teilen, ohne berufliche Ziele zu gefährden? Das sind oft mehr, als Sie denken.

Berufliche Ziele: Offene Bitten - ohne Forderung!

Verbinden Sie ruhig Freundschaft und berufliche Interessen, z. B. indem Sie Tipps und Informationen aus der Arbeitsorganisation oder der Büroorganisation miteinander teilen. Freunde helfen auch dabei, den verdeckten Arbeitsmarkt über Networking anzugehen - und begünstigen so spannende Karrieren. Wenn Sie die Freundin um etwas bitten, akzeptieren Sie aber ein Nein ebenso wie ein Ja. Erwarten Sie beispielsweise keine Empfehlung für eine Stelle - hier spielen außer der Freundschaft noch einige andere Erwägungen mit. Fragen Sie auch nicht direkt nach Jobs, sondern nach Einschätzungen, Ideen und im besten Fall nach Kontakten für Ihre beruflichen Ziele. Das setzt niemanden unter Druck und eröffnet viele Perspektiven.

Ziele setzen - Forum nutzen

Gerade wenn Sie viel Zeit mit der Arbeitsorganisation oder der Büroorganisation verbringen und wenig zu Hause sind: Nutzen Sie den Betrieb als Forum, um Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden. Wenn Sie sich berufliche Ziele setzen und sie erreichen wollen, geht das bestens ohne Ausplaudern von Geheimnissen. Beispielsweise wenn Sie sich darüber unterhalten, wie in Ihren Firmen die Verständigung über Hierarchien hinweg funktioniert oder wie Sie die Gesprächskultur bei Besprechungen einschätzen. Ihr Beruf birgt zwar einige Hemmnisse für eine Freundschaft - aber gewiss auch viele Chancen - auch (und gerade) für berufliche Ziele.

Hermann Refischs Homepage: www.refisch.de

Donnerstag 18. of März 2010 Arbeitsorganisation einmal anders: Job-Freundschaften pflegen

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