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19. Mai
Wohnung aufräumen: Ihr Kapitänspatent des Wohnens
Das schafft Probleme beim Aufräumen und Entrümpeln: Die meisten Menschen gewähren Ihren Dingen wie selbstverständlich eine Art lebenslanges Wohnrecht. Dabei haben Sie auch bei einem Geschenk oder Erinnerungsstück das Recht, ihm das Aufenthaltsrecht zu verweigern, wenn Sie Ordnung schaffen wollen.
Stattdessen wird selbst Hässliches und Unpraktisch weiter mitgeschleppt und verhindert das Aufräumen und Entrümpeln. Warum? Diese Stücke hatten einen Passagierschein, als sie in Ihre Wohnung kamen: Sie waren mit einer Emotion verknüpft, die wie ein Tabu gegen das Aufräumen und Entrümpeln wirkt. Hier ist eine simplify-Methode, mit der Sie sich erfolgreich aus dieser Misere befreien können.
Aufräumen vorbereiten: Betrachten Sie sich als Kapitän
... und Ihre Wohnung als Schiff. Sie haben die Oberhoheit und bestimmen, was an Bord darf und was nicht. Je mehr Ladung aufgenommen wird, desto enger wird es an Bord, Ihr Schiff verliert an Fahrt und verbraucht unnötig Energie. Wird die Zulassungsgrenze überschritten, sind Sie in Gefahr, mitsamt der Ladung unterzugehen. Regelmäßiges Löschen der Ladung ist deshalb unabdingbar.
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Und wenn es 2 Kapitäne gibt?
Ehepaare boykottieren sich oft gegenseitig beim Aufräumen und Entrümpeln, weil jeder seine Sachen für aufhebenswert hält, die des Partners aber nicht. Er sträubt sich, Studienunterlagen und Elektrosachen wegzugeben, sie mauert bei Töpfen und Geschirr. simplify-Tipp: Jeder ist Käpt'n für seinen Bereich. Wo die Grenzen verlaufen, bestimmen Sie gemeinsam. Stellen Sie sich vor, Ihre Wohnung wäre ein Frachtschiff mit Passagierabteilung. Jeder Gegenstand in Ihrer Wohnung ist ein Mitreisender auf Ihrem Lebensschiff, und zwar in 3 Gruppen:
Mannschaft
... sind alle praktischen Dinge, die ständig benutzt werden und etwas für Sie tun: Gebrauchsmöbel (Bett, Tische, Stühle, Schränke); Elektrogeräte des täglichen Bedarfs und Lampen; Fortbewegungsmittel wie Auto, Fahrrad; Grundgarderobe und Schuhe, Tisch und Bettwäsche. Das ist Ihr Rückrat und hält das Schiff funktionstüchtig. simplify-Tipp: Führen Sie regelmäßige Appelle durch. Reparieren bzw. ersetzen Sie unbrauchbar gewordene Mitarbeiter sofort. Es lohnt sich, bei der Mannschaft auf langlebige Qualitätsprodukte zu setzen und sie gut zu pflegen.
Luxus-Passagiere
... sind z. B. kaum getragene Kleider für besondere Anlässe, unpraktische Möbel, gelesene Bücher, exotische Küchen- oder Elektrogeräte, Sammelobjekte und alle Räume, die nicht ständig benutzt werden. Diese anspruchsvollen Mitfahrer kosten Sie viel Zeit, Platz und Geld. Geben Sie nur den besten und schönsten eine Bordkarte. Und erlauben Sie diesen Passagieren nie, die Mannschaft bei der Arbeit zu behindern. simplify-Tipp: Wenn Sie einen neuen Luxus-Passagier an Bord nehmen wollen, sollten Sie zuvor mindestens 3 blinde Passagiere aufgestöbert und entlassen haben.
Blinde Passagiere
... verstecken sich an den unmöglichsten Stellen unter Deck, hindern die Mannschaft am Arbeiten und engen den Bewegungsspielraum Ihrer Passagiere ein. Machen Sie sich daran, Ordnung zu schaffen. Rechnen Sie zu den blinden Passagieren alle Gegenstände, die keinen festen Platz haben, doppelt vorhanden sind, nicht Ihrem Geschmack entsprechen, geliehen, reparaturbedürftig, recycelbar (Flaschen, Dosen, Papier) oder kaputt sind: abgelegte Kleider und Schuhe, veraltete Bücher, Fachblätter, Akten und Studienunterlagen, ungeliebte Möbel, Bilder, Dekoartikel, überflüssiges Geschirr - alles, was Sie aufheben, aber nicht aufstellen oder benutzen. simplify-Tipp: Zeigen Sie blinden Passagieren die rote Karte. Sie müssen schnellstmöglich von Bord, um dem Aufräumen und Entrümpeln nicht im Weg zu stehen.
Entrümpeln und Aufräumen: Überfrachten Sie Ihr Schiff nicht
Fragen Sie sich immer wieder: Was kann dauerhaft an Land bleiben, also außerhalb der Wohnung? Was können Sie entrümpeln, um Ordnung zu schaffen? Steuern Sie regelmäßig fremde Häfen an, wo Sie das, was Sie an Bord nicht haben, finden können, damit Sie es auf Ihrem Schiff nicht ständig aufräumen müssen. Beispiele: Gartengerätebestand ganz klein halten, selten benötigte Dinge (Vertikutierer, Motorsäge) im Gartencenter ausleihen. Bücherbestand abbauen (spenden, bei Amazon verkaufen), stattdessen Stadtbücherei nutzen - Sie können dort jedes (!) Buch per Fernleihe beschaffen. Gleichen Sie Ihren Bestand an CDs, Videos und DVDs mit dem von 3 guten Freunden vor Ort ab. Das erspart Ihnen ein Ordnungssystem: Denn was Sie bei anderen ausleihen können, brauchen Sie nicht zu horten.
Mittwoch 19. of Mai 2010 Wohnung aufräumen: Ihr Kapitänspatent des Wohnens
Das schafft Probleme beim Aufräumen und Entrümpeln: Die meisten Menschen gewähren Ihren Dingen wie selbstverständlich eine Art lebenslanges Wohnrecht. Dabei haben Sie auch bei einem Geschenk oder Erinnerungsstück das Recht, ihm... Lesen Sie mehr ...




